
- Der heilige Stephanus war der erste Märtyrer.
Sie gaben ihr Leben für den Glauben
Märtyrer
Im gewaltsamen Tod der Märtyrer wiederholt sich das Sterben Jesu. Die christlichen Gemeinden sehen darum schon früh in den Blutzeugen prophetische Gestalten. Weil sie an dem Tod Jesu teilhaben, werden sie auch, so hofft man, an seiner Auferstehung teilhaben.
Für die noch nicht getauften Märtyrer wird der gewaltsame Tod zur Bluttaufe. So wie die Taufe eines Erwachsenen nicht nur die Erbsünde, sondern auch alle persönlichen Sünden tilgt, so tilgt das Martyrium alle persönlichen Sünden.
Schon im zweiten Jahrhundert wird an den Gräbern der Blutzeugen statt des üblichen Totengedenkens ein eucharistisches Mahl gefeiert. Nicht nur die Angehörigen, sondern die ganze Gemeinde feierte einen offiziellen Kult, der allerdings noch lokal begrenzt war. An die Eucharistiefeiern über den Gräbern der Märtyrer erinnern heute noch die Reliquien, die in jeden Altar eingelassen sind.
Der erste Märtyrer der Christenheit war der Diakon Stephanus. Er hat darum im Heiligenkalender einen bevorzugten Platz, den 26. Dezember, gleich nach dem Geburtsfest Jesu.
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Quelle: Dorn, Anton Magnus; Eberts, Gerhard (Hrsg.), Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996 | Foto:
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