
- Zu Erntedank werden in vielen Kirchen die Altäre mit den Gaben der Schöpfung geschmückt.
Christen danken dem Schöpfer für die Schöpfung
Erntedank
In der Vater-unser-Bitte sprechen die Christen in größter Selbstverständlichkeit "...unser tägliches Brot gib uns heute". Doch existentielle Bedeutung hat die Bitte um das tägliche Brot in den industrialisierten Ländern des Westens längst nicht mehr, das Wort "Hunger" ist exotisch geworden.
Und doch dankt die Kirche am ersten Oktobersonntag, am Erntedankfest, bis auf den heutigen Tag Gott für die Gaben der Schöpfung. Schon im 3. Jahrhundert soll Papst Calixtus, im 8. Jahrhundert Frankenkönig Pippin Dankgottesdienste für gute Ernteerträge angeordnet haben.
In zahlreichen Kirchengemeinden hat sich der Brauch erhalten, den Altar zum Erntedankgottesdienst mit Feldfrüchten, Ähren, Trauben und mancherlei Schmackhaftem zu schmücken und in der Messfeier für die hierzulande reichlich wachsenden Produkte der Natur und Erzeugnisse der Landwirtschaft zu danken.
In den Gemeinden verstärkt sich das Bewusstsein der Dankbarkeit - und der (Mit-) Verantwortung - gerade angesichts des Hungers und Elends in vielen Ländern der Erde, in denen es an Nahrung, an Gesundheit, an Arbeit, also an allem Wichtigen fehlt.
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Kirche von A bis Z: Altar
Quelle: pd | Foto: Judith Bornemann
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