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27.08.2016
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Franziskus über den Wolken – launig, offen, reformbereit

Himmlische Zitate: Der Papst plaudert mit der Presse

Vatikanstadt / Rio de Janeiro. Weltmedientreffen nach dem Weltjugendtag: Anderthalb Stunden lang hat sich Papst Franziskus auf dem Rückflug nach Rom am Montag (29.07.2013) den Fragen von Journalisten gestellt. Mal mit Witz, mal entschlossen – und auch in 10.000 Metern Höhe mit bekannter Bodenhaftung. Die stärksten Sätze seiner Brasilien-Reise, jenseits der großen Predigten:

Über den Inhalt seiner schwarzen Aktentasche

"Die Zahnbürste, das Brevier, der Kalender und ein Buch zum Lesen. ... Wie auch immer, es war nicht der Handkoffer mit dem Schlüssel für die Atombombe."

Warum er im Gästehaus und nicht im Apostolischen Palast wohnt

"Die Papstwohnung ist groß, aber nicht luxuriös. Aber ich kann nicht nur mit einer kleinen Gruppe von Menschen leben. Ich brauche es, mit den einfachen Leuten zu leben, einfachen Leuten zu begegnen."

Was er unter Loyalität versteht

"Ich mag Menschen, die mir sagen: 'Damit bin ich nicht einverstanden.' Das sind die loyalen Mitarbeiter. Und dann gibt es auch solche, die dir stets von Angesicht zu Angesicht sagen: 'Wie schön!', und dann vielleicht das Gegenteil tun. Aber mit solchen hatte ich noch nicht zu tun."

Über die vatikanische Verwaltung

"In der Kurie gibt es heiligmäßige Menschen. Viele gehen im Verborgenen zu den Armen oder gehen in ihrer Freizeit zu einer bestimmten Kirche, um dort einen Dienst zu tun ... Und dann gibt es auch einige, die nicht so heiligmäßig leben. Solche machen oft Lärm, denn Sie wissen ja: Ein fallender Baum macht mehr Lärm als ein wachsender Wald. Es tut mir weh, zusehen zu müssen, dass solche Dinge passieren."

Über das Bischof-Sein

"Er sollte vor den Gläubigen stehen, mitten unter den Gläubigen sein und hinter den Gläubigen hergehen."

Zur Frage, ob er sich eingeschlossen fühle

"Wissen Sie, wie oft ich Lust hatte durch die Straßen Roms zu gehen? Das täte ich so gern! Das Gehen gehörte zu meinen Gepflogenheiten, ich war ein 'Straßen-Priester'."

Über seine Sicherheit in Brasilien

"Ich wollte den gepanzerten Wagen nicht, weil man einen Bischof nicht gegen sein Volk abschirmen kann. Ich bin lieber verrückt auf diese Nähe, die uns allen gut tut."

Zum Verzicht auf das Papamobil

"Ich habe mir das Papamobil angesehen, und es war verglast. Niemand kann seine Freunde in einer Glaskiste besuchen."

Warum er kein Bett für sich im Flugzeug wollte

"Ich habe darum gebeten, dass es keinen besonderen Luxus für den Flug gibt."

Über Frauen in der Kirche

"Eine Kirche ohne Frauen ist wie das Apostelkollegium ohne Maria. ... Daher sind auch die Frauen in der Kirche wichtiger als die Bischöfe und Priester."

Über Benedikt XVI.

"Für mich gehört er zu den Großen. Er lebt heute im Vatikan, und einige fragen mich, ob er mich stört. Nein, für mich ist es so, als ob ein Weiser im Haus mitwohne, ... als ob ich den Großvater zuhause hätte. Er ist mein Vater. Wenn ich eine Schwierigkeit habe, kann ich mit ihm reden."

Über "Vatileaks"

"Es ist ein riesiges Problem, aber ich schrecke davor nicht zurück."

Über Verwundungen in der Kirche

"Der Klerikalismus hat viele Menschen verletzt, jetzt müssen wir hingehen und diese Wunden durch Barmherzigkeit heilen. Die Kirche ist Mutter, und in der Kirche müssten alle Barmherzigkeit erfahren können. Und wir dürfen nicht darauf warten, dass die Verletzten kommen, sondern wir  müssen sie aufsuchen."

Über homosexuelle Menschen – auch im Vatikan

"Ich habe bisher im Vatikan niemanden gefunden, der in seinem Personalausweis einen Eintrag 'schwul' hätte. ... Wenn ein Mensch schwul ist und den Herrn guten Willens sucht – wer bin ich, über ihn zu richten?"

Im Armenviertel Varginha in Rio

"Ich möchte an jede Tür klopfen, um 'Guten Tag' zu sagen, ein Wasser oder einen Kaffee zu trinken, aber keinen Cachaça." (brasilianischer Zuckerrohr-Schnaps, Red.)

Vor Jugendlichen zur allmählichen Verdrängung der Ehe

"Ich bitte euch, gegen den Strom zu schwimmen, ... revolutionär zu sein. Habt den Mut, glücklich zu sein."

Zu den Sozialprotesten in Brasilien

"Ich mag keinen Jugendlichen, der nicht protestiert. ... Jugendliche besitzen mehr Frische, um Dinge beim Namen zu nennen."

Zur Konkurrenz zwischen seiner Heimat Argentinien und Brasilien

"Wir haben das gut verhandelt: Der Papst ist Argentinier, Gott ein Brasilianer."

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedÜber den Wolken: Das Pressegespräch des Papstes (30.07.2013)
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Papst Franziskus

Text: mn, jjo, rv, KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
30.07.2013

    1. Papst Franziskus: "Jetzt ist die Zeit für Barmherzigkeit"

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Bistumsbilanz: "Weltjugendtag geht morgen weiter".

Heiligenkalender

28. August: Selige Adelinde.

Bibelarbeiten

Die Bibelarbeiten befassen sich mit Schriftstellen aus dem Alten und Neuen Testament und eignen sich für die Gemeindearbeit und für die persönliche Auseinandersetzung mit der Heiligen Schrift.

Jahr der Barmherzigkeit

Am 8. Dezember hat Papst Franziskus das Heilige Jahr der Barmherzigkeit eröffnet.

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Wer das Ziel der eigenen Glaubensfindung in den Vordergrund einer Reise rückt, kann seinen Weg auf einer Pilgerreise finden.

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Einer von 20 Schülern verlässt im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums Münster die Schule ohne jeden Abschluss.

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