Demografiebericht:
Zahl der Erwerbsfähigen halbiert sich
München. Ohne Einwanderung drohen Deutschland nach Einschätzung der Bundesregierung erhebliche Nachteile. Die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter könnte von rund 50 Millionen heute bis zum Jahr 2050 auf 26,5 Millionen sinken und sich damit fast halbieren.
Das berichtet das Nachrichtenmagazin "FOCUS" unter Berufung auf den Entwurf des Demografieberichts der Bundesregierung, der im Herbst vorgestellt werden soll. Selbst wenn ab 2020 jedes Jahr 200.000 Menschen nach Deutschland zögen, sänke die Zahl der Erwerbsfähigen bis 2050 auf 39 Millionen. Um das Beschäftigungspotenzial auf dem Stand von 2004 zu halten, seien jährlich zwischen 300.000 und 500.000 Zuwanderer nötig.
"Auswirkungen auf das Wachstumspotenzial"
Der Bericht warnt vor "unmittelbaren Auswirkungen auf das Wachstumspotenzial". Er prognostiziert einen "verstärkten Wettbewerb um Talente", der auch zwischen Volkswirtschaften ausgetragen werde. "Eine gezielte Zuwanderungssteuerung ist für die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands von erheblichem Interesse", zitiert "FOCUS" den Bericht.
Wie viel Zuwanderung konkret nötig ist, lässt der Bericht offen. Das Thema ist in der Koalition umstritten: Während die FDP seit langem für Zuwanderung plädiert, sind große Teile der Union dagegen. Eine "Demografie-Strategie" will die Bundesregierung erst 2012 vorstellen.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH
25.08.2011
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