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24.05.2012
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Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt: Berufungen zum Priesteramt sind ein Zeichen für die Lebendigkeit einer christlichen Gemeinschaft.

Papst Benedikt:

Priestermangel ist Herausforderung für die Kirche

Vatikanstadt. Papst Benedikt XVI. hat den Priestermangel als große Herausforderung für die Kirche bezeichnet. "Die momentanen Dringlichkeiten stehen uns vor Augen. Ich denke zum Beispiel an den Priestermangel", sagte der Papst am Wochenende vor Mitgliedern der Priesterbruderschaft der Missionare des heiligen Karl Borromäus. Berufungen zum Priesteramt seien ein Zeichen für die Lebendigkeit einer christlichen Gemeinschaft. Zugleich wies Benedikt XVI. darauf hin, dass sich das Priestertum wie die Kirche insgesamt ständig erneuern und immer wieder auf das Vorbild Jesu besinnen müssten.

Auf den "verschiedenen möglichen Wegen" für eine solche Erneuerung dürften einige "unverzichtbare Elemente" nicht außer Acht gelassen werden. Vor allem eine gründliche Erziehung und Ausbildung zu Gebet und Meditation müssten gewährleistet sein.

Von entscheidender Bedeutung sei zudem ein vertieftes theologisches Studium, dass die christlichen Wahrheiten mit dem Leben der Gemeinschaft und des Einzelnen in Verbindung bringe. Nur ein auf diese Weise geschulter Blick könne ermessen, welche Kraft der Glaube für das Leben und die Welt haben könne, hob das Kirchenoberhaupt hervor.

Gemeinschaftsleben "keine Strategie"

Als weiteres wichtiges Element für das Priestertum nannte Benedikt XVI. das Gemeinschaftsleben. Dieses sei keine Strategie, um den gegenwärtigen Herausforderungen der Kirche zu begegnen und weitaus mehr als nur eine Hilfe angesichts von "Einsamkeit und Schwachheit des Menschen".

Das Gemeinschaftsleben sei vor allem Ausdruck der Kirche als Geschenk Gottes und in der Gemeinschaft der Apostel grundgelegt. Kein Priester verwalte etwas nur für sich, er habe vielmehr mit seine Mitbrüdern teil an einem "sakramentalen Geschenk", das unmittelbar von Jesus komme, sagte der Papst.

Die Priesterbruderschaft der Missionare des heiligen Karl Borromäus ging aus der geistlichen Bewegung "Gemeinschaft und Befreiung" hervor. Der 1985 gegründeten Bruderschaft gehören heute rund einhundert Priester an. Niederlassungen bestehen in zwanzig Ländern. In Deutschland gibt es eine Niederlassung in der Erzdiözese Köln. In Rom findet gegenwärtig die Generalversammlung der Priesterbruderschaft statt.

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