
Laut Zollitsch hat die Kirche ein Hilfsmodell entwickelt.
Kirche bekräftigt:
Missbrauchsopfer sollen entschädigt werden
Fulda. Die Bischöfe haben noch einmal ihren Willen bekräftigt, Missbrauchsopfer auch finanziell zu entschädigen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, äußerte sich aber am Donnerstag (23.09.2010) in Fulda erneut nicht zur möglichen Höhe solcher Zahlungen.
Er kündigte vor Journalisten zugleich an, die Kirche wolle bei der Sitzung des Runden Tisches der Bundesregierung in der kommenden Woche einen konkreten Vorschlag zur Unterstützung der Opfer machen. Auch dabei solle es aber zunächst nicht um konkrete Summen gehen; die Bischöfe hätten auf ihrer Herbstvollversammlung dazu keinen Beschluss gefasst. Die Kirche wolle nicht vorpreschen, um andere Einrichtungen außerhalb der katholischen Kirche nicht festzulegen.
Opferschicksal überwinden
Laut Zollitsch hat die Kirche ein Hilfsmodell entwickelt, das aus verschiedenen Teilen besteht. Es gehe darum, die Opfer darin zu unterstützen, "ihr Opferschicksal zu überwinden und neue Stärke zu gewinnen", sagte der Freiburger Erzbischof. "Wir verschließen uns keineswegs einem umfassenden Hilfskonzept", fügte er hinzu. Der Missbrauchsbeauftragte der Konferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, wandte sich gegen eine "Zuspitzung auf die Entschädigungssummen". Diese Tendenz wäre verhängnisvoll und würde statt einer Befriedung neue Polarisierungen bringen.
Opferinitiativen hatten von der Kirche konkrete Zusagen für finanzielle Hilfe gefordert. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung hatte indirekt gefordert, die Kirche solle eigene Vorschläge machen und nicht auf andere Gruppen warten.
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KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Archiv
23.09.2010
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