
Margot Käßmann, frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), lehrt und forscht ab kommendem Jahr an der Ruhr-Universität Bochum auf dem Gebiet der Ökumene.
Neue Aufgabe für frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche
Margot Käßmann wird Gastprofessorin in Bochum
Bochum. Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, wechselt zum 1. Januar 2011 als Professorin an die Ruhr-Universität Bochum. Die ehemalige hannoversche Landesbischöfin lehrt und forscht dort für ein Jahr auf dem Gebiet der Ökumene und Sozialethik. Die Universität bestätigte am Mittwoch (04.08.2010) einen entsprechenden Bericht der Wochenzeitung "Die Zeit".
Käßmann werde als erste Wissenschaftlerin eine neu eingerichtete Gastprofessur besetzen, die nach dem Bochumer Kunsthistoriker Max Imdahl (1925-1988) benannt ist. Sie habe beispielhaft zum Wissenstransfer theologischer Theorie in die Öffentlichkeit beigetragen und sei daher für die Gastprofessur hervorragend qualifiziert, erklärte Uni-Rektor Elmar Weiler in Bochum.
Käßmann erwarb ihren Doktortitel in Bochum
Die 52-Jährige hatte 1989 an der Ruhr-Universität ihren Doktortitel erworben. Vor ihrem Antritt als Gastprofessorin in Bochum unterrichtet sie vier Monate an der Emory University in Atlanta (USA). Käßmann war im Februar als EKD-Ratsvorsitzende und Bischöfin der Hannoverschen Landeskirche zurückgetreten, nachdem sie betrunken Auto gefahren und von der Polizei gestoppt worden war.
Nach Angaben der Ruhr-Universität solle die neue Gastprofessur Persönlichkeiten, die sich um die Einheit von Wissen und Gesellschaft verdient gemacht haben, einen akademischen Wirkungsraum bieten. Wie schon der Namensgeber der Professur, so habe sich auch Käßmann "nie von Fachgrenzen einschränken lassen, sondern sich mit verschiedensten Themen befasst und immer wieder in überzeugender Weise unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen verbunden und auf aktuelle, die Gesellschaft bewegende Fragestellungen bezogen".
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
04.08.2010
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