
Kardinal Georg Sterzinsky fordert Nachbesserungen beim Kindergeld.
Zum Familiensonntag am 17. Januar
Kardinal Sterzinsky will Nachbesserungen beim Kindergeld
Berlin. Der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky hat Nachbesserungen beim Kindergeld gefordert. Die Erhöhung um 20 Euro zu Jahresbeginn komme den Ärmsten nicht zugute, weil sie mit dem Hartz-IV-Satz verrechnet werde, kritisierte der Erzbischof am Samstag (16.01.2010). "Das muss die Politik noch ausgleichen", so Sterzinsky, der die Familienkommission der Deutschen Bischofskonferenz leitet.
Der Kardinal begrüßte das von Union und FDP ab 2013 geplante Betreuungsgeld von 150 Euro für Familien, die Kinder im Alter bis zu drei Jahren zuhause betreuen statt sie in eine öffentliche Einrichtung zu geben. Er trete für die Wahlfreiheit der Eltern ein, betonte Sterzinsky. Dass dieses Geld in bestimmten Milieus falsch verwendet werden könnte, sei kein Grund, "alle Eltern unter Generalverdacht zu stellen".
Vielleicht gebe es noch eine Lösung, dass unter bestimmten Voraussetzungen nicht der Barbetrag ausgezahlt, sondern Gutscheine für bestimmte Dienstleistungen ausgegeben würden. "Das Beste wäre natürlich eine kostenfreie Betreuung in Kindertagesstätten und ein Betreuungsgeld für alle Eltern", so Sterzinsky.
Der Kardinal äußerte sich anlässlich des katholischen Familiensonntags, der am 17.01.2010 in allen deutschen Bistümer begangen wird. Unter dem Motto "Beieinander bleiben" stehen in diesem Jahr Ehepaare mittleren Alters im Zentrum, deren Kinder aus dem Haus sind. Die Kirche wolle sich verstärkt diesen Paaren zuwenden, kündigte Sterzinsky an.
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Text:
KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH | Foto: Michael Bönte
16.01.2010
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