
Das Heft "Welt und Umwelt der Bibel" nimmt Maria und die Familie Jesu in den Blick.
Advent, Lukas, Matthäus und Maria
Medientipps zum neuen Kirchenjahr
Münster. Am Ersten Advent beginnt ein neues Kirchenjahr. – kirchensite.de stellt neue Publikationen zu Advent, Weihnachten und zum Evangelisten Lukas vor, der im neuen Lesejahr in den Sonntagsgottesdiensten gelesen wird.
Zeitschrift "Bibel heute" zum Thema "Advent": Dieses Heft von "Bibel heute" zum Thema "Advent" möchte nach Angaben des Katholischen Bibelwerkes durch die Adventszeit begleiten - als persönliche Lektüre oder als Impuls für Bibelgruppen. Jenseits von Kitsch und Adventstrubel laden die Texte, Bilder und Gedichte des Heftes zum Meditieren darüber ein, was Advent eigentlich bedeutet und was er mit dem eigenen Leben zu tun hat. Im Zentrum stehen Figuren aus den Kindheitserzählungen Jesu: Maria, die Sterndeuter, Johannes der Täufer und die beiden Alten Simeon und Hanna. Alle verkörpern auch menschliche Grundhaltungen im Advent, die das Wesentliche dieser Wochen vor Weihnachten ausdrücken. "Bibel heute" zeigt exegetische und meditative Zugänge sowie Vorschläge für Bibelarbeiten zu diesen biblischen Figuren. Außerdem enthält das Heft Grundinformationen zur Adventszeit, eine Anregung für einen Adventsweg und ein praktisches Bibelprojekt, wie eine leere Krippe eine Kirchengemeinde ein ganzes Jahr begleiten kann.
Die lebendigste Jesuserzählung - Das Lukasevangelium: "Die lebendigste Jesuserzählung. Das Lukasevangelium" kommentiert von Thomas P. Osborne heißt eine neue Publikation im Katholischen Bibelwerk. Rechtzeitig zum Lukas-Lesejahr erscheint der neue Kurzkommentar zum Lukasevangelium. Osborne, Neutestamentler in Luxemburg, erschließt nach Angaben des Bibelwerkes den Text gut verständlich, schwierige Begriffe werden erklärt; Zusammenhänge im Evangelium und lukanische Eigenarten werden sichtbar. "Das Lukasevangelium ist am lebendigsten von allen Evangelien geschrieben, denn der Verfasser ist ein Meister der Erzählkunst", heißt es in einer Mitteilung des Bibelwerkes. Lukas beleuchtet das Jesusgeschehen mit Hilfe der Schrift, dem Alten Testament. "Zugleich verfolgt er das soziale Anliegen, eher begüterte Menschen, für die er schreibt, zu solidarischem Teilen aufzufordern. So ist das Evangelium brennend aktuell", heißt es weiter. Die eng am griechischen Urtext orientierte Übersetzung von Pesch/Wilckens/Kratz ermöglicht ein tieferes Textverständnis als andere Übersetzungen. Textabschnitt und Erklärung stehen sich je gegenüber. Das Bibelwerk empfiehlt das Buch Bibelgruppen, Predigern und allen am Lukasevangelium Interessierten.
Die matthäischen Weihnachtsgeschichten: Der Neutestamentler Rudolf Pesch legt eine historisch-theologische Würdigung der Weihnachtsgeschichten aus den ersten beiden Kapiteln des Matthäus-Evangeliums vor. Aus zeitgeschichtlichen Quellen vergegenwärtigt er die Konfrontation des neu geborenen "Königs der Juden", des Messias Jesus, mit dem König Herodes dem Großen, dem Verursacher des betlehemitischen Kindermords. Er erschließt die Geschichte der "Magier", die zu den "drei Königen" wurden, in ihren Hauptmotiven aus biblischer und frühjüdischer Überlieferung. Die Fragen nach dem "Wann" und "Wo" der Geburt Jesu - Betlehem oder Nazaret, in den Jahren "vor Christi Geburt" - werden sorgfältig erörtert. Der Bonifatius-Verlag schreibt dazu: "Ein allgemein verständliches Büchlein, das die Forderung von Papst Benedikt XVI. und seiner Bibelkommission einlöst: Auf die 'großen Themen des Alten Testamentes und ihre Weiterführung im Neuen' zu achten und so 'die eindrucksvolle Symbiose' beider bewusst zu machen. So wird klar, dass die Christen mit den Magiern bleibend auf 'Jerusalem' verwiesen sind."
"Welt und Umwelt der Bibel" zum Thema "Maria und die Familie Jesu": In den kanonischen Evangelien spielt Maria noch keine allzu große Rolle, heißt es in einer Mitteilung des Katholischen Bibelwerkes. Erst im dritten Jahrhundert nehmen die Mutter Jesu und besonders die Frage nach der immerwährenden Jungfräulichkeit in den Schriften der Kirchenväter und der apokryphen Evangelien immer mehr Raum ein. Details, die für die Verfasser des Neuen Testaments offenkundig uninteressant waren, werden jetzt wichtig: Marias irdisches Leben, ihre Eltern, Geburt und Tod Marias. Gegen diese Tradition überliefert das Neue Testament, dass Jesus die eigene Familie kritisch betrachtet hat und als seine wahren Verwandten seine Jüngerinnen und Jünger ansah. Die neue Ausgabe von "Welt und Umwelt der Bibel" stellt nach Verlagsangaben die Vielfalt des Marienbildes vor, von der biblischen Überlieferung über die Apokryphen bis zur Kunstgeschichte und Marienfrömmigkeit. Die Beiträge zeigen religionsgeschichtliche Parallelen, die Umwelt Marias und fragen nach dem biblischen Familienbild.
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Hinweise zu den Publikationen:
- Das Einzelheft der Zeitschrift "Bibel heute" zum Thema "Advent" kostet 6,90 Euro und ist erhältlich beim Katholischen Bibelwerk (Tel. 0711/61920-50,
www.bibelheute.de).
- Die lebendigste Jesuserzählung. Das Lukasevangelium kommentiert von Thomas P. Osborne und wörtlich übersetzt von Rudolf Pesch, mit Ulrich Wilckens und Reinhard Kratz. Katholisches Bibelwerk Stuttgart. 288 Seiten, 24,80 Euro.
- Die matthäischen Weihnachtsgeschichten. Von Rudolf Pesch. Bonifatius-Verlag, Paderborn, 87 Seiten, 12,90 Euro.
- Das Einzelheft "Welt und Umwelt der Bibel" zum Thema "Maria und die Familie Jesu" kostet 9,80 Euro und ist erhältlich beim Katholischen Bibelwerk (Tel. 0711/61920-54,
www.bibelheute.de)
Text: göc | Foto: pd
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