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26.05.2016
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Klima-Pilgerweg

Für die Umwelt auf den Weg machen (v.l.): Britta Linnemann (Geschäftsführerin der Naturschutzstation bei Münster-Hiltrup), Klaus Breyer, Weihbischof Stefan Zekorn, Anne Halbuer (Katholische Landfrauenbewegung) und Gerlinde Hoffmann (Deutscher Naturschutzring).

Pilgerweg zur UN-Konferenz nach Paris startet

Klima-Wandel braucht innere Überzeugung

Bistum. Zu einer "aktiven und verantworteten Gestaltung der Welt" hat Weihbischof Stefan Zekorn  aufgerufen. "Christen verstehen die Umwelt als Schöpfung, die einen Eigenwert hat", sagte er am Mittwoch (09.09.2015) bei einer Pressekonferenz zum Start des Klima-Pilgerwegs durch Deutschland am kommenden Wochenende. "Dieser Eigenwert verbietet es, die Welt nur ausnutzen zu wollen."

Die Organisatoren des ökumenischen Pilgerwegs, der in Flensburg startet und über 1.500 Kilometer zur Weltklimakonferenz der UN nach Paris führt, stellten bei der Veranstaltung die Idee und das Programm vor. Das Bistum Münster werden die Pilger vom 13. bis zum 24. Oktober durchqueren.

Die UN-Konferenz in Paris bezeichnete Zekorn als "sehr entscheidenden Schritt". Dort gehe es um nicht weniger als die letzte Möglichkeit, den Klima-Wandel auf der Erde entscheidend zu verlangsamen. "Deshalb wollen wir im Vorfeld etwas schaffen, das das Bewusstsein dafür stärkt." Es sei eine "sehr gute Idee", dafür nicht einfach eine Demonstration zu veranstalten, sondern als Pilger aufzubrechen. "Das macht deutlich, dass wir den Weg zu einem Wandel mitgestalten wollen und auch zur Umkehr bereit sind."

Denn zu einer Veränderung im Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen seien politische Maßnahmen allein nicht ausreichend, so der Weihbischof. "Es braucht eine Veränderung im Verhalten eines jeden Menschen." Dafür sei es wichtig, den Menschen "innere Beweggründe" zu geben, die sie aufbrechen ließen. "Es wird nicht möglich sein, sich für große Dinge zu engagieren allein mit Lehren, ohne Mystik, die uns beseelt", zitierte er aus der Enzyklika "Laudato Si" von Papst Franziskus. Der christliche Glaube könne genau diese innere Überzeugung für den Umgang mit der Umwelt liefern.

"Grandiose Idee"

Auch Klaus Breyer vom Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen sah in dem Klima-Pilgerweg eine "grandiose Idee": "Es ist wie eine spirituelles Wandern für eine besser Welt." Er bedankte sich schon im Vorfeld bei den vielfältigen Initiativen von katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, Gruppen und Verbänden, aber auch bei den nicht-konfessionelle Initiativen. Zusammen werden sie die einzelnen Etappen inhaltlich gestalten und die Organisatoren etwa bei Verpflegung und Unterbringung der Pilger unterstützen.

Der Pilgerweg sei nicht nur ein Symbol für die notwendige Umkehr, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung, sagte Breyer. "Wir wollen die Welt nicht aufgeben, sondern zeigen, dass sie ein Ort ist, an dem viel möglich ist." Aus einer solchen Perspektive könne auch die Kraft entstehen, politisch konsequenter zu handeln. Breyer forderte dazu auf, den Klimaschutz nicht zu einer "Spezial-Disziplin der Politiker" werden zu lassen, sondern die eigene Verantwortung dafür zu erkennen. "Denn Klimaschutz ist das Gebot der Stunde – nicht irgendwann, sondern jetzt!"

Ökumenisches Projekt

Die Veranstalter von den evangelischen Kirchen haben gemeinsam mit der katholischen Kirche zum Pilgerweg aufgerufen. Unterstützt werden sie unter anderem vom Deutschen Naturschutzring, in dem sich deutschlandweit etwa fünf Millionen Mitglieder aus 100 Umweltvereinen und -verbänden zusammengeschlossen haben. Zur Pressekonferenz hatte man in die Räume der Naturschutzstation bei Münster-Hiltrup eingeladen. Dort soll den Pilgern auf ihrem Weg das Projekt "Fit für den Klimawandel" vorgestellt werden.

Nach dem Start am Sonntag (13.09.2015) in Flensburg erwarten die Veranstalter täglich etwa 300 Teilnehmer an den einzelnen Etappen. Zum Programm gehört neben Gottesdiensten, Gebeten und Meditationen auch die Auseinandersetzung mit Umweltproblemen entlang der Wegstrecke. So werden die Pilger auf ihrem Weg durch das Bistum Münster unter anderem an einem Diskussionsforum zum Thema Flugverkehr auf dem Flughafen Münster-Osnabrück teilnehmen. Aber auch gelungene Projekte für die Umwelt sollen thematisiert werden, wie etwa die Projekte der Klima-Kommune Saerbeck.

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Text: Michael Bönte | Foto: Michael Bönte
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