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07.12.2016
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Bei Katholikentagen - hier 2012 in Mannheim - öffnen regelmäßig auch Moscheen die Türen.

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Fünf Behauptungen - sachlich geprüft

FAKTENCHECK (4): Wie tolerant ist der Islam?

Auch Christen sorgen sich: Wie gefährlich ist der Islam? In einer Serie befasst kirchensite.de sich mit fünf gängigen Behauptungen gegen die Religionsgemeinschaft - und prüft sie sachlich.

Behauptung

Eigene Friedhöfe für Muslime, spezielle Schwimmzeiten, kein Schweineschnitzel in der Kantine: Der Westen fällt vor dem Islam in die Knie. Im Gegenzug werden Christen in islamischen Regionen verfolgt.

Nachgeprüft

In vielen muslimisch geprägten Staaten werden Minderheiten unterdrückt und teilweise verfolgt. Ganz so, wie es das Osmanische Reich einst zeigte: Minderheiten dulden, aber kleinhalten. In Deutschland hingegen können Muslime die ganze Freiheit des Rechts- und Sozialstaats genießen. Doch man darf nicht vergessen: Zu den Minderheiten in muslimisch-arabischen Ländern gehören nicht nur Christen, sondern auch andere Muslime wie Schiiten und Ahmadiyya-Anhänger sowie Kurden oder Hindus in Pakistan. Regierungen, Behörden oder Prediger stellen sich dort nicht nur gegen das Christentum.

Welchen Schluss sollen wir daraus für Deutschland ziehen? Die Benachteiligung oder gar die Verfolgung von Minderheiten kopieren? Dann gäben wir unsere Demokratie und den Rechtsstaat auf.

Der münstersche Islam-Theologe Mouhanad Khorchide geht noch einen Schritt weiter und fragt: "Ist es eine Niederlage vor dem Islam, wenn in Kantinen neben dem Schweinefleisch auch andere Alternativen angeboten werden oder wenn Muslime einen eigenen Friedhof bekommen? Oder kann es auch eine Bereicherung sein?"

Es ist eine Frage der Perspektive. Wer sich seiner eigenen Sache sicher ist, braucht keine Angst vor der Berührung mit dem Anderen zu haben. Die Angst vor der Übermacht des Islam ist unbegründet, wie auch Studien zeigen. "Nicht der Islam zwingt uns in die Knie, es sind die Terroristen, die Bilder der Attentate. Sie manipulieren uns, zwingen uns in die Knie", sagt Khorchide.

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Text: Kerstin Ostendorf, CAP | Foto: Michael Bönte
22.01.2015

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