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26.08.2016
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Xantener Dom.

Blick ins Innere des Xantener Doms.

Vesper am Donnerstag, Pontifikalamt und Festakt am Sonntag

Grundstein des gotischen Doms vor 750 Jahren gelegt

Xanten. Mit einem Pontifikalamt feiert die Propsteigemeinde St. Viktor am Sonntag (25.08.2013) die Grundsteinlegung des gotischen Doms in Xanten vor 750 Jahren. Um 10 Uhr zelebriert Münsters Bischof Felix Genn im Dom die Festmesse, teilte die Pfarrei am Montag (19.08.2013) mit.

Zum anschließenden Festakt im Dom wird auch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erwartet. Der Wiederaufbau des Doms nach dem Zweiten Weltkrieg wurde vom Land laut Angaben in besonderer Weise finanziell gefördert. Den Festvortrag hält Professor Reinhard Hoeps. Er lehrt am Institut für Katholische Theologie und ihre Didaktik der Universität Münster.

Neu gefasstes Papst-Wappen

An den Feiern nehmen auch der niederrheinische Regionalbischof Wilfried Theising, sein Vorgänger Heinrich Janssen, Weihbischof Everardus Johannes de Jong aus Roermond (Niederlande) und Wilfried Schumacher vom Bonner Münster St. Cassius und Florentius teil. Cassius und Florentius waren der Legende nach Märtyrer der Thebäischen Legion, so wie der heilige Viktor.

Am Donnerstag (22.08.2013), dem eigentlichen Jahrestag der Grundsteinlegung, segnet Weihbischof Dieter Geerlings aus Münster in der Vesper um 18 Uhr in Xanten ein neu gefasstes Wappen von Papst Franziskus. Es erinnert an die Erhebung des Doms zur päpstlichen "basilica minor" durch Pius XI. im Jahr 1937. Geerlings ist Xanten durch seine frühere Tätigkeit als niederrheinischer Regionalvikar verbunden.

Eintrag in einer Handschrift

Der 22. August gilt als Tag der Grundsteinlegung der hochgotischen Stiftskirche. Im Kalendarium des "Liber Albus", einer für das Stift Xanten unschätzbaren Handschrift, befindet sich an einem Seitenrand die Eintragung über den Beginn der Bauarbeiten für den Chorraum der Stiftskirche. Der Text lautet: "Anno d(o)mi(ni) MCCLXIII XI Kal(ende) septe(m)bris i(n) die Thimothei et Simphoriani i(n)choata e(st) nova (ed)ificatio chori sanc(cti) Victoris", deutsch: "Im Jahr des Herrn 1263, am 11. Tag vor den Kalenden des Septembers (22. August), am Tag des Timotheus und des Simphorian, wurde die Neuerrichtung des Chors des heiligen Viktors begonnen."

Der Westbau der heutigen Stiftskirche war bereits 1180 / 90 bis 1213 in Form einer Westchorhalle mit mächtigen Türmen am alten romanischen Vorgängergebäude entstanden. 1263 legte Propst Friedrich von Hochstaden den Grundstein des Doms, dessen Vorgängerbauten in der Mitte des vierten Jahrhunderts wurzelten. In Xanten entstand die größte gotische Basilika zwischen Köln und der Nordsee, die mit ihren Nebengebäuden 1550 fertiggestellt wurde.

Gotische Stilentwicklung

"Ähnlich dem Kölner Dom, der aus der Köln-Bonner Bucht emporragt wie ein baukünstlerisches Manifest gotischer Architektur, überstrahlt der Dom in Xanten die niederrheinische Ebene", sagt der frühere Landeskonservator im Rheinland, Udo Mainzer. Nach seiner Ansicht wurde die Idee des ersten Baumeisters in ihrer architektonischen Schlüssigkeit offenbar als so grandios empfunden, dass sie von seinen Nachfolgern während der zweiten Bauphase als verbindlich respektiert und vollendet wurde.

Der Innenraum beeindruckt durch kühne Geschlossenheit, die den Kirchenkörper trotz seiner abschnittsweisen Bauabfolge wie aus einem Guss anmuten lässt. Die Schritte des Baufortgangs lassen sich ablesen wie in einem Musterbuch gotischer Stilentwicklung. Von Ost nach West verändern sich die Gliederungselemente im Detail: Das Fenstermaßwerk verliert seine geometrische Teilung zugunsten einer stärker ornamentalen Struktur. Zum Abschluss stößt das Mittelschiff bis an die Front der quergelagerten staufischen Westchorhalle des frühen 13. Jahrhunderts vor, wo es sich mit einem großen Maßwerkfenster nach außen darbietet.

Über den Gräbern von Glaubenszeugen

Doch so bedeutend der Dom baugeschichtlich ist – für Propst Klaus Wittke steht das Pastorale im Mittelpunkt. Das Zitat aus dem ersten Petrusbrief, "Kommt zu ihm, dem lebendigen Stein", sei "nicht von ungefähr Motto des Jubiläumsjahres. Gerade bei den Gottesdiensten im Xantener Dom kann es die Gläubigen besonders berühren, dass diese Feiern über den Gräbern der frühen christlichen Märtyrer, Viktor und seiner Gefährten, aber auch über den Gräbern von Glaubenszeugen unserer Neuzeit gefeiert werden", sagt Wittke laut Angaben.

Neben der Leichtigkeit der Architektur beeindruckt den Seelsorger vor allem das Licht im Innern des Doms. Es mache die Kirche zu einem nach innen strahlenden Schrein, der die Gebeine des heiligen Viktor und eine Vielzahl weiterer bedeutender Reliquien beherbergt.

Videos zum Jubiläum

Von Montag (19.08.2013) bis Samstag (24.08.2013) begleitet kirchensite.de in Videos sechs Menschen in den Xantener Dom. Sie beschreiben, warum das gotische Gotteshaus ihnen eine Heimat ist.

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  5. Öffnet internen Link im aktuellen FensterBistumshandbuch: Heiliger Norbert

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.xantener-dom-2013.de

Text: Jürgen Kappel | Foto: Armin Fischer
19.08.2013

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