
Eindrucksvoller Moment bei der Zulassungsfeier zur Taufe: Bischof Felix legt jedem Einzelnen still die Hände auf.
Sonntag Zulassungsfeier in der Überwasserkirche in Münster
Zulassungsfeier zur Taufe mit 32 Erwachsenen
Bistum. Am ersten Fastensonntag (26.02.2011) lässt Bischof Felix Genn in einer feierlichen Vesper in der münsterschen Kirche Liebfrauen-Überwasser 32 Erwachsene aus 20 Pfarreien zum Empfang von Taufe, Firmung und Eucharistie zu.
Die so genannten Sakramente der Christwerdung spenden die Heimatpfarrer den Bewerbern in der Osternacht. Die Taufbewerber kommen aus allen Regionen des Bistums: aus Billerbeck, Bocholt, Delmenhorst, Duisburg, Friesoythe, Geldern, Goldenstedt, Kevelaer, Langförden, Moers, Münster, Recklinghausen, Reken, Sassenberg, Senden, Stadtlohn, Steinfurt, Vechta und Wildeshausen.
Sendschreiben der Gemeinden
Die Feier der Zulassung zur Taufe beginnt um 14.45 Uhr in der Turmkapelle von Überwasser. Dort stellen sich die Bewerber mit den Glaubensbegleitern aus den Pfarreien dem Bischof vor und übergeben Sendschreiben, in denen die Gemeinden um die Taufe der Bewerber bitten.
Im Anschluss ziehen die Taufbewerber mit dem Bischof um 15 Uhr in die Kirche. In der Vesper erwählt Genn sie zur Taufe, indem er jedem Einzelnen still die Hände auflegt. Zugleich sendet der Bischof die erwachsenen Täuflinge zurück in ihre Gemeinden, damit sie dort gemeinsam und bewusst durch die österliche Bußzeit auf die Taufe zugehen.
Christlichen Glauben und Lebensstil kennen lernen
In einer längeren Zeit der Vorbereitung (Katechumenat) haben sich die Frauen und Männer auf den Empfang der Sakramente vorbereitet. Im Katechumenat lernen die Taufanwärter unter Anleitung erfahrener Christen christlichen Glauben und Lebensstil kennen. Lebenserfahrungen werden dann im Gespräch mit dem Glauben in Verbindung gebracht. Dabei geht es um ein "Glaubenlernen" mit allen Sinnen – ausgerichtet an der Liturgie und am Leben. Mit der Zulassung zur Taufe beginnt die letzte intensive Phase der Vorbereitung auf den Empfang der Sakramente an Ostern.
Die Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen gewinnt in der katholischen Kirche in Deutschland eine immer größere Bedeutung, wie die Bischöfliche Pressestelle in Münster mitteilt: Mitte der neunziger Jahre empfingen bereits bundesweit fast 10.000 Katechumenen ab dem achten Lebensjahr das Taufsakrament. Das ist gegenüber 1970 die siebenfache Zahl, während im gleichen Zeitraum die Gesamtzahl der Kindtaufen von rund 370.000 auf unter 270.000 sank.
Anteil der Erwachsenentaufen
Gleichwohl liegt der Anteil der Erwachsenentaufen im Verhältnis zur Gesamtzahl bei etwa anderthalb Prozent. 1999 wurden von 243.000 Taufen fast 3.450 an "religionsmündige" Erwachsene (14 Jahre und älter) gespendet. Im Bistum Münster stieg die Zahl der erwachsenen Taufbewerber nach Angaben der Pressestelle von acht Personen in sechs Gemeinden (1995) auf 38 Bewerber in 26 Pfarreien (2011) an.
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Kirche von A bis Z: Katechumenat – Vorbereitung auf die Taufe
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Text: göc | Foto: Michael Bönte
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