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11.12.2018
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Bischof Felix Genn.

Bischof Felix Genn.

Im Jahresrückblick klare Worte zum Missbrauchsskandal

Weihnachtspost für rund 800 Missionare aus dem Bistum

Bistum. Die traditionelle Weihnachtspost des Bischofs ist unterwegs zu rund 800 Missionaren, Entwicklungshelfern und Auslandsfreiwilligen aus dem Bistum Münster in aller Welt. In einem achtseitigen Brief informiert Felix Genn über wesentliche Ereignisse aus dem Bistum und bekundet erneut seine Erschütterung angesichts der Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern in der katholischen Kirche.

Der Rückblick solle die Missionare "ausdrücklich hineinnehmen" in das Gebet und Leben der Heimatdiözese. Mit "Hochachtung und tiefer Dankbarkeit" wegen der Arbeit der Missionare übersenden Genn, sein Vorgänger Reinhard Lettmann und die Weihbischöfe "von Herzen" Segenswünsche zum Weihnachtsfest und für das Jahr 2011.

Es sei "unausweichlich", den Brief zu beginnen mit Gedanken "zu den abscheulichen Verfehlungen von Priestern und Ordensleuten, die in diesem Jahr in ihrer ganzen Hässlichkeit und mit enormer Wucht an den Tag getreten sind". Der Bischof schreibt, er sei "nachhaltig erschüttert" vom "Ausmaß von Verwüstung", das in "den Herzen und Seelen von jungen Menschen" angerichtet worden sei. Ihn bewegten "tiefe Beschämung und Schmerz über die schwerwiegenden Sünden Einzelner". Diener des Heilswerks Jesu hätten sich versündigt. Der heilige Kirchenlehrer Irenäus betone, die Ehre Gottes sei der lebendige Mensch. Genn schreibt, wenn er sehe, "wie diese Ehre Gottes mit Füßen getreten wurde, dann muss ich offen gestehen: Es ist für mich unfassbar und übersteigt meine Kraft."

Nichts entschuldigen, Buße tun

Der Bischof betont, er könne und wolle nichts entschuldigen, auch nicht stellvertretend für die Täter: "Wir können letztlich allein an die Barmherzigkeit Gottes appellieren, ihn um Vergebung, Reinigung und Heilung bitten." Alle in der Kirche seien gefordert, wahrhaft Buße zu tun. Es müsse alles Menschenmögliche getan werden, den Opfern zu helfen und neue Taten zu verhindern.

Im Jahresrückblick erinnert Genn unter anderem an den Tod von Weihbischof Josef Voß und den Wechsel von Franz-Josef Overbeck als Bischof nach Essen im Dezember, an die Eröffnung der bundesweiten Misereor-Aktion in Münster am ersten Fastensonntag, an die Begegnung des Bischofs mit 700 Ehrenamtlichen im März, an die Weihe der Weihbischöfe Dieter Geerlings, Christoph Hegge und Wilfried Theising Ende August sowie an die Seligsprechung des Glatzer Kaplans Gerhard Hirschfelder im September in Münster. Ein im Dialogverlag erschienenes Buch über den Seligen liegt als Weihnachtsgabe des Bischofs den Paketen an die Missionare bei. Da der Brief bereits vor einigen Tagen verfasst wurde, ist die Ernennung von Stefan Zekorn zum Weihbischof noch nicht erwähnt.

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Text: Jens Joest | Foto: Michael Bönte
09.12.2010

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