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23.05.2012
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Schule.

Die Gedanken, die Bischof Genn den Schülern mit auf ihren Weg geben möchte, hat er mit Bildern aus dem Fußball verknüpft.

Genn schreibt Fünftklässlern und Schülern der Klassen neun und zehn

"Bischofspost" klammert das Thema Missbrauch nicht aus

Bistum. "Ich kann nur hoffen, dass Du Dich, weil Du von diesen Vergehen gehört hast und wegen der verständlichen Enttäuschung, die damit verbunden ist, und vielleicht auch wegen der Wut über die Täter, nicht von Jesus Christus und der Kirche abwendest." Diese Hoffnung äußert Bischof Felix Genn in seinem Brief an die Schüler der neunten und zehnten Klassen, die die Schulen mit einem Abschluss verlassen. Die so genannte Bischofspost steht in diesem Jahr unter dem  Motto "Das Spiel beginnt...". Mit einem weiteren Brief spricht Bischof Genn die zukünftigen Schüler der fünften Klassen an.

In zwei Absätzen des Briefes an die Neunt- und Zehntklässler behandelt Genn das Thema Missbrauch: Er schäme sich dafür, dass einige Priester und Ordensleute, ihnen anvertrauten Kindern nicht mit Respekt begegnet seien. Die Misshandlungen könne und wolle er nicht entschuldigen. Aber er bitte "die Opfer von Herzen um Vergebung für das, was ihnen Mitarbeiter der Kirche angetan haben".

"Teamgeist" und "Fair Play"  nicht nur beim Fußball entscheidend

Gerade für den beginnenden neuen Lebensabschnitt wünscht Bischof Genn den Jugendlichen, dass sie auf Menschen treffen, die sie schützen, begleiten, unterstützen und die sie "ihr Wohlwollen und ihre Barmherzigkeit spüren lassen". Er erhoffe, dass jeder das Gefühl erfahre, gebraucht zu werden. Außerdem wünsche er, dass jeder eine zweite Chance bekomme, wenn einmal etwas schief laufe. Denn Gott brauche jeden Menschen.

Die Gedanken, die Bischof Genn den Schülern mit auf ihren Weg geben möchte, hat er mit Bildern aus dem Fußball verknüpft. So spiele der Zusammenhalt oder "Teamgeist" nicht nur auf dem Platz eine wichtige Rolle, und auch "Fair Play" sei nicht nur beim Fußball von entscheidender Bedeutung. In jeder Lebensgeschichte gebe es Enttäuschungen, Fehlentwicklungen, Verletzungen und Abbrüche, schreibt Genn. Gerade in Situationen in denen es schlecht laufe, in denen es bildlich gesprochen zum Foul oder Fehlpass komme, "brauchen wir Menschen, die nachsichtig und barmherzig mit unseren Schwächen und Fehlern umgehen".

Genn wünscht Fünftklässlern einen guten Start an den neuen Schulen

Bischof Genn wünscht den Jugendlichen Menschen, die ihnen auf Augenhöhe begegneten, die sie forderten und ihnen Mut zusprächen, die sie ernst nähmen und anerkannten. Er selbst habe vor gut einem Jahr, als er Bischof von Münster wurde, erfahren, wie wichtig es ist, Menschen zu haben, die einen bei einem Neuanfang unterstützen.  

Unter dem Motto "Auf Dich kommt es an" schreibt der Bischof auch an die neuen Fünftklässler, die nach ihren ersten vier Schuljahren die Grundschule verlassen. Für die Ängste und Wünsche der Grundschüler zeigt der Bischof Verständnis und versucht ihnen für Trennung und Neuanfang einige Worte mit auf den Weg zu geben. "Bis zu den Sommerferien gehörtest du in deiner alten Schule zu den Großen. Der Schulweg, der Schulhof, die Räume waren dir vertraut", schreibt ihnen Bischof Genn. Er wünsche ihnen nun, dass sie in ihren neuen Schulen offen aufgenommen werden.

Um erfolgreich zu sein, müssten alle zusammenspielen

In einer neuen Umgebung, einer neuen Klasse, sei es ein bisschen wie in einer neuen Fußballmannschaft, schreibt Genn. Um erfolgreich zu sein, müssten alle zusammenspielen und ihre unterschiedlichen Begabungen einbringen. Bischof Genn wünscht den Mädchen und Jungen, dass sie auf Menschen treffen, die ihnen vergeben, wenn sie Fehler gemacht haben und die ihnen helfen, sie beim nächsten Mal zu vermeiden.

In seinem ersten Jahr im Bistum Münster hätten die Menschen nicht auf ihn herabgeschaut, sondern ihn ernstgenommen und anerkannt. Diese Erfahrung wünsche er auch den Mäschen und Jungen bei ihrem Wechsel auf die weiterführenden Schulen.

Bischof Genn führt Tradition seines Vorgängers fort

Die Briefe an Schulabgänger und Fünftklässler hat bereits Bischof Reinhard Lettmann seit vielen Jahren verfasst. Bischof Felix Genn führt diese Tradition seines Vorgängers weiter. Im Jahr 2009 wurden etwas weniger als 30 000 Exemplare dieser Bischofspost über die Schulen an die Mädchen und Jungen verteilt.

Bestellung weiterer Exemplare:

Bischöfliches Generalvikariat Münster
Abteilung Schulpastoral
Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-Mailschulpastoralbistum-muenster.de
Tel: 0251 / 495304

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Felix Genn
  2. undefinedBischof Genn schreibt Schülern (15.06.2009)
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Kindesmissbrauch

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bistum-muenster.de

Text: Georg Thomas | Foto: Norbert Ortmanns
25.06.2010

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