
Seit 50 Jahren Priester: Bischof em. Reinhard Lettmann.
Lettmann feierte Goldenes Priesterjubiläum
Das Geheimnis des Glaubens verkündigen
Bistum. Mit einem festlichen Gottesdienst im St.-Paulus-Dom in Münster hat Bischof em. Reinhard Lettmann am Sonntag (01.03.2009) sein 50-jähriges Priesterjubiläum gefeiert. Am 21. Februar 1959 war er von Bischof Michael Keller in Münster zum Priester geweiht worden.
Lettmanns priesterlicher und bischöflicher Dienst sei ein Dienst "des Betens, des Eintretens für Gott, des Leitens und der Feier der Sakramente, vor allem der Eucharistie", sagte Diözesan-Adminstrator Weihbischof Franz-Josef Overbeck in seiner Predigt. Die Kennzeichen dieses priesterlichen Dienstes seien "das innere Geheimnis der Kirche und der Sendung des Priesters aus der Quelle der Heiligen Schrift, aus apostolischer Tradition und Verkündigung und im Strom des lebendigen Glaubens zu verstehen und zu leben", betonte der Weihbischof.
Den lebendigen Gott sichtbar machen
Das Wesentliche des priesterlichen Dienstes beschrieb Overbeck anhand der Heiligen Schrift: So sei der priesterliche Dienst ein Dienst an Christus; er steige "in das Drama des Menschlichen" hinab, kenne es selbst und nehme daran teil. Außerdem sei er "Verkündigung des Evangeliums, Predigt der Ankunft von Gottes Reich und Mahnung zu einem sittlichen Leben, das der Umkehr bedarf".
Das Beten gehöre in die Mitte priesterlicher Existenz, so Overbeck. Der Priester sei ein betender Mensch: "fürbittend, dankend, klagend, jubelnd, einstehend, mit lauter Stimme wie in Stille, gemeinsam und einsam". Zur priesterlichen Berufung gehöre es, den lebendigen Gott sichtbar zu machen: "in der Zeugenschaft der eigenen Person, in Predigt, Verkündigung, Feier der Sakramente, in den helfenden Diensten der Caritas und in der Nähe zum menschlichen Geschick".
Leiten und Eucharistie feiern
Der priesterliche Dienst sei außerdem ein Leitungsdienst. Dazu gehöre ein zweifacher Mut: der zur Demut und zur Sanftmut. Ein weiteres Kennzeichen sei die Feier des Geheimnisses der Eucharistie. Sie stehe im Mittelpunkt des priesterlichen Lebens und Dienstes, denn der Priester verkünde das Geheimnis des Glaubens.
Weihbischof Overbeck verwies zudem auf das Zweite Vatikanische Konzil, das Lettmanns Wirken geprägt habe: "Dein gesamtes priesterliches Leben ist gekennzeichnet von diesem für unsere Kirche so wichtigen Ereignis, das in Form und Inhalt die Kirche und unser Bistum bestimmt hat", sagte der Diözesan-Administrator. "Du hast dieses dein Leben ganz und mit aller Kraft der Kirche und dem Bistum Münster geschenkt. Dafür darf ich dir heute danken, mit dir dafür Gott loben."
Glückwünsche vom Papst
Zu Beginn des Gottesdienstes las Prälat Norbert Kleyboldt ein Glückwunschtelegramm von Papst Benedikt XVI. vor, der ebenfalls seine Glück- und Segenswünsche zum Priesterjubiläum übermittelte. Der Papst dankte dem emeritierten Diözesanbischof für dessen "gesegnetes Wirken im Bistum Münster" und seine "geschätzte Mitarbeit in Rom zum Wohl der ganzen Kirche". Die musikalische Gestaltung der Messe übernahm der Domchor Münster unter der Leitung von Domkapellmeister Andreas Bollendorf, der die "Krönungsmesse" von Wolfgang Amadeus Mozart und Mozarts Motette "Misericordias Domini" sang.
Am 21. Februar 1959 hatte der damalige Bischof von Münster, Michael Keller, insgesamt 30 Diakone zu Priestern geweiht. Neben Reinhard Lettmann war auch der emeritierte Bischof von Limburg, Franz Kamphaus, unter den Weihekandidaten. Wie die Bischöfliche Pressestelle in Münster mitteilt, hatte Lettmann bereits am Freitag (27.02.2009) mit den Mitgliedern seines Weihekurses im Dom Eucharistie gefeiert.
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Text: Almud Schricke | Foto: Almud Schricke
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