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11.12.2018
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Christian Baumgart (links) und Max Ewertz.

Christian Baumgart (links) und Max Ewertz.

Hilfe für Andheri

Seilspringen für den guten Zweck

Münster. Seilspringen ist nicht nur gesund, es kann auch Leben retten. Das wissen die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Paulinum in Münster nur zu gut. Wer dort die fünfte Klasse besucht, rettet durch die jährliche Seilspringaktion Leben von Kindern und Kranken aus dem indischen Andheri, die zu arm sind, um auf sich allein gestellt überleben zu können. Ihnen helfen vor Ort Schwestern der Gemeinschaft "Helpers of Mary", die verschiedene Einrichtungen zur Betreuung von Waisen, Kranken, Alten und Sterbenden führen.

Mehr als Taschengeld

Vermittelt werden die Kontakte von der Dülmener Hilfsorganisation "Andheri – Kinder- und Leprahilfe e.V.", die in 25 Jahren schon mehr als 250.000 Euro vom Paulinum für das Projekt erhalten hat. Die Andheri-Hilfe des Paulinums wurde angeregt durch den Vater eines Schülers, der in Indien tätig war, und den damaligen Schulgeistlichen Pater Pius Hunzelmann.

250.000 Euro sind kein Taschengeld, auch nicht, wenn es auf 25 Jahre verteilt wird. Doch Taschengeld ist es, das die Schülerinnen und Schüler des Paulinums immer wieder einsetzen, um diese Hilfe zu leisten. Zum Beispiel, wenn sie Schokoladen-Nikoläuse kaufen, um sie sich gegenseitig zu schenken. Etwa 1.200 Nikoläuse werden Jahr für Jahr von älteren Mitgliedern der Schülervertretung in den Pausen vermittelt und dann am 6. Dezember in den Klassen verteilt.

"Das Thema begleitet einen die ganze Schulzeit über", erzählt Philipp Witte (18) von diesem Engagement für Andheri. Auch Christian Baumgart (17) und Max Ewertz (16) arbeiten in der Schülervertretung mit und sorgen für einen regen Nikolaus-Umsatz. Neben der Nikolaus-Aktion gibt es in der Adventszeit ein Konzert, dessen Erlös dem Andheri-Projekt zugute kommt. Damit die Pauliner auch wissen, was es mit Andheri auf sich hat, sind die Zustände in dem Vorort der Millionenstadt Mumbai Thema des Erdkunde- und Religionsunterrichts und eines jährlichen Gottesdienstes.

Organisiert werden die Aktionen von den Lehrern Dieter Mechelhoff und Josef Croonenbroeck. Beide sind begeistert vom Einsatz der Schüler so vieler Generationen. Croonenbroeck, der Religion und Geschichte unterrichtet, erklärt: "Nicht nachzulassen im Engagement, ist für uns eine Herausforderung." Er hat eine Fotoausstellung im Foyer der Schule koordiniert, die anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Andheri-Hilfe des Paulinums die Projekte vorstellt.

Fotos zeigen die Arbeit der Schwestern in den verschiedenen Einrichtungen, kurze Texte erläutern die kaum vorstellbaren Zustände in Andheri. Die Stellwände sind für viele Schüler Anziehungspunkt während der Pausen.

Höhepunkt der Andheri-Hilfe ist Jahr für Jahr das Seilspringen. Die Fünftklässler geben am ersten Freitag im Dezember alles, um möglichst viele Seilsprünge zu schaffen. Denn die Sprünge werden bezahlt. Einen Betrag pro Sprung müssen die jungen Pauliner zuvor im Familien- und Freundeskreis einwerben. Dann müssen sie natürlich trainieren, damit in den zehn Minuten, die jeder springen muss, auch viele Sprünge zusammenkommen. Der Schnitt liege bei 600 bis 800 Sprüngen, weiß Josef Croonenbroeck.

Aber mancher habe auch schon mehr als tausend Seilsprünge geschafft, erzählen einige Sechstklässler. Konstanze Walter, Viola Kahler, Jakob Fröhlich und Luis Wilhelm haben ihr eigenes Seilspringen vor einem Jahr noch in lebhafter Erinnerung. Klare Sache, dass sie besser waren als die Lehrer. Die Klassenlehrer und Religionslehrer dürfen mitmachen. Alle werden mit passender Musik angefeuert und von Dieter Mechelhoff als Moderator. Auch die Schülerpaten der fünften Klassen haben ihren Part und kümmern sich um einen reibungslosen Ablauf.

Andere Programmpunkte wie Einlagen der Zirkus-AG umrahmen das Seilspringen, sodass es zum Fest wird. Jeder spornt jeden an, sich für Andheri total zu verausgaben. Das begeistert, und so schnell vergisst niemand dieses Erlebnis. Außerdem ist Seilspringen gesund – und rettet Leben.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedDie Zeit des Verschickens ist vorbei (03.12.2012)
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Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.andheri.de/duelmen

Text: Claudia Maria Korsmeier | Foto: Claudia Maria Korsmeier in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
10.12.2012

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