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14.11.2018
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Mit ihrer Kapelle wollen Josef und Bernhardine Belustedde Zeugnis für ihren Glauben abgeben.

Mit ihrer Kapelle wollen Josef und Bernhardine Belustedde Zeugnis für ihren Glauben abgeben.

"Marienkapelle zur Trösterin der Betrübten" in Lippramsdorf

Ein Ort des Friedens und der Ruhe

Haltern-Lippramsdorf. Zum Großteil ist der neue Hof der Familie Belustedde in Haltern-Lippramsdorf eine Baustelle. Noch leben Bernhardine und Josef Belustedde mit ihren beiden Kindern auf der alten Hofstelle nebenan. "Die habe ich vor 30 Jahren erworben, nachdem wir unsere alte Landwirtschaft in Marl verkauft haben", erklärt Josef Belustedde. Der Umzug der Familie ist Ende des Jahres geplant.

Fertig gestellt sind auf dem gegenüberliegenden Grundstück bislang Ställe und eine Kapelle. Aber es ist nicht irgendein kleines Kapellchen, das die Familie errichtet hat, sondern die Gnadenkapelle aus Kevelaer diente als Vorbild. "Uns war es wichtig, die Kapelle als Erstes auf dem Hof fertig zu haben", berichtet Bernhardine Belustedde. "Denn sie gibt uns Kraft, unser Bauvorhaben durchzuhalten."

Den Traum von einer Kapelle habe die Familie immer schon gehabt. "Vor 20 Jahren haben wir ein Hofkreuz aufgestellt", sagt Josef Belustedde. Seine Eltern wollten auf dem alten Hof in Marl immer schon ein Kreuz aufstellen. "Aber es fehlte das Geld. Als wir uns in Lippramsdorf eingelebt hatten, haben wir ein Kreuz errichtet. Es hat uns Segen gebracht", ist der Landwirt sicher. Für ihn ist es eine besondere Stelle auf dem Hof. "Ich habe vor dem Kreuz gebetet und geweint. Das Kreuz verfolgt mich und trägt mich", erklärt er.

Gründe, warum sich die Familie entschieden hat, auf dem neuen Hof eine sechseckige Kapelle mit einem Durchmesser von 7,50 Metern zu errichten, gibt es viele. Vor allem aber ist es der eigene Glaube, der die Familie zu diesem Schritt motiviert hat. "Und das ist für uns der wichtigste Grund: Wir möchten Zeugnis für unseren Glauben geben und den Menschen in der heutigen Zeit Mut machen, ebenfalls Zeichen zu setzen", erklärt Josef Belustedde.

Zudem habe es immer wieder Ereignisse gegeben, die die Familie in ihrer Entscheidung für die Kapelle bestärkt hätten. "Es passiert so vieles zwischen Himmel und Erde, so viele Zufälle kann es gar nicht geben." Dabei war es nicht einfach, anfangs eine Baugenehmigung zu erhalten. "Doch es hat sich herausgestellt, dass auf dem Grundstück früher schon eine Kapelle gestanden hat, die zum Annaberg gehörte", berichtet Josef Belustedde. Und weil es schon einmal eine Kapelle gab, durfte die Familie wieder eine Kapelle errichten.

Aber es gab auch ein Gelübde, das Josef Belustedde gemeinsam mit einem Freund abgelegt hat. "Am 70. Geburtstag meines Vaters haben wir gesagt, wenn er 100 Jahre alt wird, bauen wir eine Kapelle. Zwar ist mein Vater mit 97 Jahren verstorben, doch wir wollten beim Neubau des Hofs an dem Vorhaben festhalten. Leider ist mein Freund inzwischen auch verstorben und hat die Entscheidung, die Kapelle zu bauen, nicht mehr mitbekommen", bedauert der 59-Jährige.

Ein weiterer Grund für die Errichtung des für Haltern ungewöhnlichen Gebäudes ist eine Erkrankung von Bernhardine Belustedde. "Bei mir gab es Verdacht auf Lungenkrebs. Die Familie ist nach Kevelaer gefahren und hat für mich gebetet. Als wir später das Ergebnis der Untersuchung erhielten, waren wir erleichtert, denn die vermeintlichen Metastasen waren harmlose Gewebeveränderungen", berichtet die 49-Jährige. Immer wieder hätten die Wege die Familie nach Kevelaer geführt.

Bei der Ausstattung der Kapelle habe sich vieles ergeben. Pfarrer Martin Ahls habe beim Bistum Münster angefragt, ob dieses Ausstattungsgegenstände zur Verfügung stellen könnte. Die Familie konnte gegen einen Obolus eingelagerte Kirchenbänke erwerben, erhielt einen renovierungsbedürftigen Kreuzweg und Apostelleuchter aus einer inzwischen abgerissenen Kirche. "Die Ikone von der 'Mutter der immerwährenden Hilfe' hat uns das Bistum Münster zur Verfügung gestellt. Auch bei den Fenstern war man uns behilflich. Sie stammen aus Freckenhorst", berichtet Bernhardine Belustedde.

Mit einem großen Fest wird am Freitag (25.05.2012) die Fertigstellung der neuen "Marienkapelle zur Trösterin der Betrübten" in Lippramsdorf gefeiert. Künftig steht sie allen Menschen offen. "Sie soll ein Platz des Friedens und der Ruhe sein. Gruppen, die eine Andacht halten wollen, können das beispielsweise gern machen. Platz bietet die Kapelle für bis zu 25 Menschen", sagt Josef Belustedde. Auch eigne sich die Kapelle als Station einer Wallfahrt zum Annaberg.

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