
Hochschwanger ist Maria auf der Suche nach einer Bleibe.
Auf Spurensuche
Der Adventsgarten in der St.-Martin-Kirche
Beckum. Weiße Fahnen hängen von der Decke. Sie tragen Aufschriften wie "Jesus soll er heißen", "Bald kommt das Heil" und "Fürchtet euch nicht". An den Seiten hängen große farbige Tücher, hinter denen sich kleine Räume verbergen. Hier sind biblische Szenen, die von der Geburt Jesu erzählen, nachgestellt. In der Beckumer Kirche St. Martin haben Gläubige einen Adventsgarten eingerichtet. "Spuren aufnehmen, Spuren lesen, Spuren verfolgen und Spuren hinterlassen" lautet das Motto. Neun Stationen bieten Gelegenheit dazu, sich ruhig und besinnlich auf Weihnachten einzustimmen oder wie Pastoralreferentin Michaela Frings es nennt, "Gott in sich wachsen zu lassen".
Zeit der Erwartung
Den Anfang machen die prophetischen Weissagungen des Jesaja. Es folgt eine Szene, die dem heiligen Josef als Zimmermann gewidmet ist. Die Besucher sehen ihn bei der Arbeit an der Hobelbank, auf der viele typische Werkzeuge liegen. Im Hintergrund hängt ein besticktes Tuch, auf dem zu sehen ist, wie Jesus als Kind dem Vater beim Sägen hilft. Auf dem Boden daneben liegt Stroh. Darauf sind Zettel verteilt, auf denen Fragen formuliert sind wie: "Ein Kind vom Heiligen Geist? Mit wem war sie zusammen? Soll ich mich von ihr trennen?" Fragen, die Josef möglicherweise durch den Kopf gegangen sind, als er von der Schwangerschaft Marias erfuhr.
Ähnlich liebevoll sind die anderen Stationen eingerichtet: Ein Engel verkündet Maria, dass sie Gottes Sohn gebären wird. Danach befindet sie sich auf einem steinigen Weg, so wie es viele Menschen sind, die sich mit ihren Alltagssorgen wie Traurigkeit oder Krankheit Hilfe suchend an die Mutter Jesu wenden.
Das nächste Bild zeigt Maria, hochschwanger vor einer verschlossenen Tür. Es erinnert an ihre vergebliche Suche nach einer Bleibe kurz vor ihrer Niederkunft. Um den Altar herum erstreckt sich eine große Adventslandschaft mit einem leeren Stall: Jesus ist noch nicht geboren. Die Gläubigen erwarten ihn freudig.
"Wo sprechen wir heute von Engeln?" Mit dieser Frage beschäftigt sich die sechste Station. Nummer sieben ist Johannes dem Täufer gewidmet. Die beiden letzten Szenerien gehören zusammen: "Advent gestern und heute" lautet der Titel.
Zunächst ist eine einfache Wohnstube von früher zu sehen. Auf einer altmodischen Kommode liegen Backutensilien, daneben Nüsse und Plätzchen. Auf dem Tisch liegt ein Adventskranz, an der Wand hängt ein Adventskalender. Auf einem einfachen Tuch sind mit Stecknadeln 24 Bonbons angebracht. Das musste früher reichen.
Der nächste Raum dagegen ist modern gestaltet, der Tisch üppig dekoriert. In einer Ecke steht ein mit Lebensmitteln überquellender Warenkorb. Bescheidenheit hier, Überfluss dort: diese beiden Stationen regen zum Nachdenken an. Gelegenheit dazu bietet ein Raum der Stille, der den Abschluss des Rundgangs bildet.
Adventsgarten:
Der Adventsgarten kann bis zum Sonntag (18.12.2011) besichtigt werden, Führungen werden angeboten. Anmeldung bei Michaela Frings, Telefon 02521 8243410.
Mehr zum Thema in kirchensite.de:
Text: Marita Galka | Foto: Marita Galka in
Kirche+Leben
14.12.2011
Bistumspartnerschaft
Der Grundstein für eine Partnerschaft zwischen den Diözesen Tula in Mexiko und Münster wurde auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil in Rom gelegt.
Service für Sie
Spruch des Tages
Reden, Fragen, Antworten finden
Seelsorger/-innen
Heiligenlexikon in "kirchensite.de"
im
Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:
Kontakt
kirchensite-Redaktion:
redaktion
kirchensite.de
Lebenshilfe+Seelsorge:
Martin Weber
weber
kirchensite.de
Technik:
technik
dialogverlag.de













Newsticker für Ihr Web