
Weihbischof Hegge bei der Predigt auf der Jugendburg Gemen.
Festgottesdienst mit Weihbischof Hegge
"Tag der offenen Burg" in Gemen
Borken-Gemen. Ein "Tag der offenen Burg" lockte am Samstag (03.09.2011) zahlreiche Gäste in die Jugendburg Gemen bei Borken. Höhepunkt war ein Gottesdienst mit Weihbischof Christoph Hegge im Innenhof der Anlage, die seit 1946 Jugendbildungsstätte des Bistums Münster ist.
Den Ballturm sieht man schon von weitem, das Innere der Jugendburg Gemen kennen vor allem die, die hier beispielsweise Tage religiöser Orientierung erlebt oder an anderen Treffen teilgenommen haben. Aber auch die sind nur in die offiziellen Räume gekommen, den Rittersaal, den weißen Saal, die Tagungsräume im ersten Stock und natürlich die Michaelskapelle.
Führungen vom Keller bis zum Dachboden
Beim "Tag der offenen Burg" gab es Führungen vom Keller bis zum Dachboden. Außerdem bot der Heimatverein Führungen durch die Freiheit an. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) präsentierte sich ebenso wie andere Verbände, die regelmäßig die Jugendbildungsstätte besuchen. Im Burggelände wartete der Niedrigseilgarten auf Kletterer.
Am Abend feierten die Besucher gemeinsam Gottesdienst im Innenhof der Jugendburg. Mit Burgkaplan Stefan Hörstrup feierte Weibischof Hegge den Gottesdienst, unterstützt von der Hausband mit Neuen Geistlichen Liedern. Nach der Lesung gab es Einspielungen von Presseberichten über Menschen im Fokus der Öffentlichkeit, die offenbar oder scheinbar Schuld auf sich geladen hatten, die verurteilt oder vor allem durch die Medien und die Öffentlichkeit vor-verurteilt worden waren.
"Von Christus versöhnt und angenommen"
In seiner Predigt erinnerte Hegge an die ersten Christen, von denen die Bibel berichtet "sie waren ein Herz und eine Seele". "Wenn das so war, dann konnte man da auch über Schuld und Vergebung reden", so der Bischof. Heute gehe es darum, miteinander durchzubuchstabieren, was Christsein eigentlich ausmache. "Angesichts eigener Schuld und der anderer dürfen wir darauf vertrauen, dass wir von Christus versöhnt und angenommen sind". Christus habe die Versöhnung in die Welt gebracht.
Die Geschichte der Burg Gemen begann vor rund 900 Jahren, die ältesten heute bestehenden Gebäudeteile sind 600 Jahre alt; daran erinnert in der Südfront des Palas ein Türsturz mit Inschrift und Wappen aus dem Jahr 1411. Mit 230 Betten und 27 Gruppenräumen zählt die Jugendburg Gemen nach eigenen Angaben zu den großen katholischen Jugendbildungseinrichtungen in Deutschland – mit rund 24.000 Gästen und durchschnittlich 42.000 Übernachtungen jährlich.
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Text: mge, göc | Foto: mge
05.09.2011
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