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11.12.2018
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Geschmückten Pforte.

Unter der festlich geschmückten Pforte: Pater Matthias Brenken, Pater Martin Segers (Mainz), Bruder Manfred Grossardt, Weihbischof Wilfried Theising, Pater Pankraz Ribbert (Köln), Pater Wilfried Wanjek (Provinzial) und Pater Peter Schröder (von links).

Ein spirituelles Zentrum am Niederrhein

Monastische Tradition belebt

Hamminkeln-Marienthal. Es dauerte 180 Jahre, bis am 8. Mai 1986 durch vier Karmeliter wieder Geistliches und Leben im Marienthaler Kloster einkehrte. 1806 waren im Zug der Säkularisation das Kloster geschlossen und die Patres vertrieben worden. Das Wiederaufleben der klösterlichen Tradition vor 25 Jahren feierten der Konvent und die Kirchengemeinde St. Maria Himmelfahrt mit Regionalbischof Wilfried Theising aus Xanten. Mit der Neugründung des Konvents begann nicht nur das geistliche Leben am Ort aufzuleben. Damit war auch eine neue kulturelle Ära für die Region Niederrhein verbunden.

Kunst und Kultur

Das 1256 gegründete Marienthaler Karmeliterkloster entwickelte sich zu einem geistlichen Zentrum. In der jüngsten Vergangenheit wurde es durch die Kunst in der Klosterkirche, in dem Gebäude und auf dem Friedhof bekannt, die durch den Marienthaler Pfarrer Augustinus Winkelmanns inspiriert wurde. Heute leben Prior Pater Matthias Brenken, Pater Peter Schröder und Bruder Manfred Grossardt im Marienthaler Kloster.

Weihbischof Theising erinnerte in seiner Ansprache an die Tradition der Karmeliter: "Wir alle freuen uns, dass die Karmeliter hier sind", sagte der Regionalbischof, "dass die Türen offen sind, dass wir zusammen die Eucharistie feiern. Die Karmeliter sorgen in Marienthal dafür, dass die Frohe Botschaft immer wieder gesagt wird. Hier ist der Ort, an dem die Botschaft lebendig bleibt."

Daniel Hartmann, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, betonte, wie dankbar die Gemeinde für dieses lebendige geistliche Zentrum sei, das durch die Karmeliter in den 25 Jahren entstanden sei. "Wir sind froh, dass wir als kleine Pfarrgemeinde mit 1600 Gläubigen dank der Karmeliter eigenständig bleiben. Das Kloster bleibt ein lebendiges Kraftzentrum."

Auch persönliche Erinnerungen verbinden viele Gäste mit dem Karmeliterkloster: Da sind die legendären trockenen Büttenreden, die Pater Matthias immer zum Frauenkarneval hält, oder Bruder Manfreds selbst gemachter Eierpunsch zum Martinsmarkt, der es inzwischen zur Berühmtheit weit über Marienthals Grenzen hinaus gebracht hat.

Pater Wilfried Wanjek, Provinzial der Niederdeutschen Provinz der Karmeliter, erinnerte daran, dass schon vor 25 Jahren bei der Eröffnung die große Spiritualität zu spüren gewesen sei. "Die kontemplative Dimension des Lebens ist etwas Besonderes. Wir müssen Acht geben, dass wir unsere Mitte nicht verlieren."

Und er meint die Marienthaler, wenn er sagt: "Danke an alle, die uns an diesem Ort aufgenommen haben. Wir können unsere Spiritualität leben und an dem Segen andere teilhaben lassen."

Viele ehemalige Mitbrüder, wie Pater Lorenz van Rickelen, gebürtig aus Aldekerken, der von 1991 bis 1992 im Noviziat lebte und heute als Stadtjugendseelsorger im Mainzer Karmeliterorden tätig ist, erinnert sich bis heute gern an die Marienthaler Zeit und kommt immer wieder als Besucher an den Niederrhein. So auch zum 25-jährigen Jubiläum.

Pater Martin Segers, gebürtiger Niederländer und heute Prior des Karmel-Klosters zu Mainz, lebte seit der Klostergründung bis 2002 im Marienthaler Karmel. "Die 16 Jahre in diesem Kloster habe ich in guter Erinnerung. Wir sind überall freundlich aufgenommen worden." Pater Martin verfasste zwei Bücher über die Kirchenkunst: "Die Glaubenstür der Klosterkirche Marienthal" und "Der Friedhof in Marienthal".

Das Marienthaler Ehepaar Zielkowski und ihre drei Kinder sind stolz auf ihre Karmeliter: "Wir leben wie eine große Familie." Daniel, der 15-jährige Sohn, bestätigt: "Am Kloster trifft man sich." Tochter Tatjana (12 Jahre), die Messdienerin ist, und Sohn Manuel (8 Jahre) wurden im Kloster getauft. "Mein Vater liegt auf dem Klosterfriedhof begraben, wir haben in Marienthal geheiratet. Das Kloster gehört zu uns, wie wir zum Kloster", sagt Sabine Zielkowski.

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Text: Marie Nienhaus | Foto: Marie Nienhaus in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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