Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Aus den Regionen
21.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Pietà.

Verbrannt, verkohlt, zerstört und doch erhaben: So erlebt der Besucher in der St.-Regina-Kirche in Drensteinfurt die mit Blattgold verzierte Pietà.

Eine Pietà mit Brandschaden wurde mit Blattgold verziert

Getragen im Leid

Drensteinfurt. Zu Beginn fällt dem Besucher ein den Altarraum erfüllendes, buntes Licht auf, wenn er die St.-Regina-Kirche in Drensteinfurt betritt. Dann, wenn er sich den Mittelgang gehend dem Altar nähert, wird seine Aufmerksamkeit auf eine Skulptur gelenkt, die in der Mitte des Altarraums, unmittelbar vor dem verdeckten Kreuz, aufgestellt worden ist: die Gottesmutter Maria, die den gekreuzigten Jesus in ihren Armen hält. Ungewöhnlich dunkel, verkohlt wirkt die Oberfläche der Skulptur. Im Gegensatz dazu strahlt dem Besucher an einigen Stellen der Statue ein glänzender Goldton entgegen.

Es handelt sich um ein Projekt mit dem Titel "Getragen im Leid", das von dem Künstler Stefan W. Knor ins Leben gerufen worden ist und bis Ostern in der Pfarrkirche St. Regina zu sehen ist. Eine im Jahr 1904 von Balthasar Schmitt geschaffene Pietà aus Lindenholz ist bei einem Brand in den 1980er Jahren in der Paulus-Kirche in München schwer beschädigt worden.

Bis ins Jahr 2009 stand diese Holzskulptur unbeachtet auf dem Dachboden der Kirche, bis Stefan W. Knor diese entdeckte. Der Künstler sah in der Statue mehr als ein zerstörtes Kunstwerk, und er holte sich die Genehmigung, diese zu bearbeiten.

Durch das Auftragen von Blattgold auf der Pietà ist durch die Kombination mit dem verkohlten und rußigen Zustand ein Spannungsfeld von Verfall und Erhabenheit entstanden. Das schimmernde Blattgold steht dabei für die Anwesenheit Gottes, der trotz Zerstörung und Tod auch im Leid allgegenwärtig ist.

Von dem Projekt "Getragen im Leid" erfahren hat Pfarrer Matthias Hembrock, der durch einen befreundeten Pfarrer aus dem Bistum Aachen darauf aufmerksam gemacht wurde. Während der Adventszeit 2010 fand das Projekt bereits in dem Dorf Birgden im Kreis Heinsberg statt.

Mit drei Frauen aus der Drensteinfurter Gemeinde machte sich Hembrock auf den Weg in das Dorf nahe Aachen, um die Pietà persönlich in Augenschein zu nehmen. Dort kamen sie auch ins Gespräch mit dem Künstler Stefan Knor. "Wir waren sofort alle begeistert", erinnert sich Hembrock. Und so begannen die Planungen.

Nachdem sicher war, dass die Pietà nach St. Regina kommen würde, wurde in der Gemeinde die Entscheidung getroffen, das Projekt mit der Fastenzeit zu verknüpfen. Der Schwerpunkt sollte darauf liegen, die Fastenzeit als "besondere Zeit" zu gestalten, sagt Hembrock. Dazu sollte das Kunstprojekt, welches aus drei Elementen besteht, dienen.

Die Pietà, die Lichter-Installation und die Verhüllung durch zahlreiche Tücher bilden zusammen das Kunstwerk. Die langen weißen Tücher, die hinter der Pietà von der Decke herabhängen und das Kreuz verdecken, haben gleichzeitig den Effekt, dass der Blick der Besucher noch mehr auf die Skulptur gelenkt wird.

Verhüllte Statuen

Generell spielt die Verhüllung eine wichtige Rolle in der Fastenzeit. So sind auch zusätzlich zu den Stoffbahnen hinter der Pietà sechs Statuen in der St.-Regina-Kirche vollständig bedeckt. Eine Ernüchterung des Raums wird herbeigeführt, Kargheit erschaffen. "Die Verhüllung bewirkt eine Profilierung der Fastenzeit mit optischen Mitteln", erklärt Hembrock.

Und um das Potenzial der Pietà-Installation voll auszuschöpfen, wurde gemeinsam mit dem Liturgieausschuss ein Programm mit Gottesdiensten, Andachten und Konzerten auf die Beine gestellt. Ob alt oder jung, alle Gemeindemitglieder sollen die Chance bekommen, von der Pietà in der Pfarrkirche zu profitieren und diese kennen zu lernen. Auch ökumenische Abendgebete wurden organisiert.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Maria - Mutter Jesu
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Fasten- und Osterzeit

Text: Judith Wiesrecker | Foto: Judith Wiesrecker in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
21.04.2011

Aus der Region Borken

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Coesfeld

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Kleve

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Münster

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Oldenburg

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Recklinghausen

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Steinfurt

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Warendorf

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Wesel

... Nachrichten und Berichte.

Mittwoch ist Chatzeit

Am Mittwoch zwischen 20.30 und 21.30 Uhr im Chat: Diakon Holger Meyer.

Das aktuelle VIDEO...

Schwester Jacoba von den Mauritzer Franziskanerinnen: "Freiraum Kloster".

Marienmonat

Als schönster Monat des Jahres soll der Mai der "schönsten aller Frauen" geweiht sein. Maialtäre und Maiandachten entstammen einer barocken Frömmigkeitstradition.

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut.
Eduard Mörike

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand