
Auch das stürmische Wetter hielt die Schülerinnen nicht ab, den Kreuzweg auf der Halde zu gehen.
Start in die Fastenzeit
Ein etwas anderer Wandertag
Dorsten. Am Aschermittwoch machten sich 579 Schülerinnen und 32 Lehrkräfte der Realschule St. Ursula aus Dorsten gemeinsam auf den Weg. Ihr Ziel war der Haldenkreuzweg auf der Bergehalde Prosper Haniel in Bottrop. Hintergrund des "etwas anderen Wandertags" war, die Fastenzeit als Schulgemeinschaft auf eine besonder Art zu beginnen.
Schwester Paula
Der Kreuzweg war eingebettet in das Jubiläumsjahr anlässlich des 100. Geburtstags der Ursulinen-Schwester Paula (Tisa von der Schulenburg). Grafiken, die die Ordensfrau und Künstlerin gestaltet hatte, wurden auf Kupferplatten geätzt und sind Teil jeder Station auf diesem Kreuzweg. Ein kräftiger Wind fegte an diesem Tag über die Halde, der die Schülerinnen aber nicht von ihrem Vorhaben abhielt. An einigen Stationen hatten Zehntklässlerinnen etwas für ihre Mitschülerinnen der unterschiedlichen Jahrgangsstufen vorbereitet. Sie informierten über den besonderen Zusammenhang zwischen den Kupferstichen von Schwester Paula und den aufgestellten Arbeitsmitteln des Bergbaus, sie beteten mit ihnen oder bastelten gemeinsam Holzkreuze.
"Für die Ursulaschule ist das Gemeinschaftserlebnis in Verbindung mit dem Gedächtnis an Schwester Paula, Dorsten und dem Bergbau ein gelungenes Projekt", betonte Schulleiter Lambert Suwelack. Während des gemeinsamen Wortgottesdienstes, den Diakon Heinz Sprenger mit den Schülerinnen feierte, wurden die Seligpreisungen in Verbindung mit dem Berg thematisiert. Solidarisch zu handeln bedeute heute, miteinander zu leben und zueinander zu halten, überall dort wo Menschen zusammenleben. "Schließlich sind wir schon selig, weil wir spüren, dass das, was Jesus selig nennt, auch für uns wichtig ist. Wir wissen eigentlich, was glücklich macht. Wir müssen es nur tun", betonte Sprenger.
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Text: Michaela Kiepe | Foto: privat in
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