Kirchen-Schließung in Vreden
Langsamer Abschied vom Gotteshaus
Vreden. Im Rahmen der Veranstaltungen zur Verabschiedung von der St.-Marien-Kirche in Vreden hat der erste von sechs "Solidaritätssonntagen" stattgefunden – diesmal für die Bauerschaften Wennewick und Oldenkott. Die Sonntagsmesse aus Oldenkott wurde in die St.-Marien-Kirche verlegt, und die Christen aus Wennewick-Oldenkott wurden eingeladen, die Messe um 11 Uhr in dieser im Stadtbereich liegenden Kirche zu feiern.
Die Idee zu den "Solidaritätssonntagen" hatte ein Pfarrgemeinderatsmitglied aus einem Kirchdorf, der sagte: "Wenn die Mitglieder der früheren St.-Marien-Gemeinde demnächst in eine andere Kirche gehen müssen, dann sollen alle Gläubigen aus Vreden in die Marien-Kirche gehen." So könnten alle Vredener ein Zeichen der Solidarität setzen und spüren, "was es bedeutet, den Gottesdienst in einer nicht vertrauten Kirche zu feiern".
Der Pfarrgemeinderat der großen Pfarrei St. Georg hat diese Idee aufgegriffen und möchte mit den "Solidaritätssonntagen" das Bewusstsein fördern, dass die gesamte Gemeinde St. Georg ein Gotteshaus verliert und dass sich deshalb auch alle Gemeindeteile in die Gestaltung des Übergangs einbringen sollten.
Der Hauptgrund, dass die Marienkirche aufgegeben wird, sei kein Problem der ehemaligen Mariengemeinde allein. Denn der Grund sei der sinkende Kirchenbesuch der letzten Jahre und Jahrzehnte im gesamten Stadtgebiet, in allen Kirchdörfern und Bauerschaften, stellt der Pfarrgemeinderat fest.
Im Lauf der kommenden Monate finden auch die "Solidaritätssonntage" für die anderen Gemeindeteile statt. Dann wird jeweils die Sonntagsmesse aus Lünten, Ammeloe, Ellewick, Zwillbrock und St. Georg in die St.-Marien-Kirche verlegt. Dazu ergeht die Einladung, diese Sonntagsmesse mit eigenen Messdienern, Lektoren, Kommunionhelfern und Musikgruppen in St. Marien zu gestalten.
Die 1955 errichtete St.-Marien-Kirche wird Ende November profaniert. Über die weitere Verwendung wird derzeit diskutiert.
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