
Das Brustkreuz von Regionalbischof Christoph Hegge nimmt in seiner Symbolik auch Bezug auf die Gottesmutter Maria und die sieben Gaben des Heiligen Geistes. Der Bischofsring ist Zeichen der Treue und der Verbundenheit mit der Kirche.
Zur Symbolik des Bischofsrings und des Brustkreuzes von Bischof Hegge
Zeichen vollkommener Hingabe
Region Borken/Steinfurt. Im Verlauf der Liturgie der Bischofsweihe empfing Weihbischof Christoph Hegge die "Pontifikalien", die Insignien des bischöflichen Amtes. Neben dem Bischofsstab und der Mitra gehören dazu das Brustkreuz und der Bischofsring, der auch außerhalb von Amtshandlungen getragen wird. Die Symbolik von Ring und Brustkreuz werden im Folgenden erklärt.
Das Zentrum des Rings bildet das Kreuz, welches auf einer runden Platte schwebt. Das Rund steht für das Symbol der Vollkommenheit. Maria empfängt bedingungslos, in völliger Liebe und Hingabe an Gott, der unfassbaren Liebe, die sich in Christus verströmt. Dieses wird versinnbildlicht durch die gebogenen Linien der Ringschiene. "Wir sind mit dieser Liebe beschenkt worden, um immer wieder davon Zeugnis zu geben", erläutert Regionalbischof Hegge. Die Gnade, die Gott in Jesus Christus verströmt, wird in den Strahlen angedeutet, die von dem Kreuz ausgehen und in die Welt hinausstrahlen.
Das Brustkreuz nimmt in besonderer Weise die Gottesmutter Maria in den Blick: Maria glaubte der Liebe, sie sagte "Ja" zu dieser Liebe, "Ja" zu ihrer Empfängnis und damit "Ja" zum neuen Leben in und mit Christus. Diese Symbolik findet im Mittelteil ihren Ausdruck, dessen Zentrum der Kreuzstein bildet. Der Kreuzstein ist ein Stein, der von Natur aus die Form des Kreuzes hervorgebracht hat. Christus kommt in unsere Welt – die Struktur auf den Kreuzbalken deutet unsere Erde an. Gott ist Mensch geworden und geht seinen Weg bis zum Tod am Kreuz. "Die unfassbare Liebe geht von Gott aus. Es ist eine Liebe, von der Christus immer wieder Zeugnis gibt. Er gibt aus tiefstem Vertrauen heraus uns Menschen das Versprechen: 'Ich gehe hin und werde euch eine Wohnung bereiten'", sagt Hegge.
Der Geist wird kommen und den Menschen die sieben Gaben einhauchen. Diese sieben Gaben werden durch die sieben Diamanten symbolisiert, die im Zentrum angeordnet sind. So strömen die Liebe und die Gnade Gottes zu den Menschen und in die Welt hinaus. Diese Gnade ist symbolisch in den Strahlen dargestellt, die sich von dem Kreuz aus in alle vier Himmelsrichtungen ausbreiten.
"Wir sind eingeladen, uns von dieser Liebe beschenken zu lassen. So können wir selbst Zeugnis von der ewigen Liebe Gottes geben", sagt Hegge.
Angefertigt wurden die Insignien in der Goldschmiede-Kunst Telgmann in Kamen.
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Text: Johannes Bernard | Foto: pd in
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13.12.2010
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