Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Aus den Regionen
16.05.2012
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Ferdinand Schumacher.

Ferdinand Schumacher, Stadtdechant in Münster.

Weihnachtsgruß des Stadtdechanten Ferdinand Schumacher

Für den Mehrwert der Liebe eintreten

Münster. Zu den weihnachtlichen Bräuchen gehört nicht nur der Austausch von Geschenken, sondern auch der Bau und Besuch von Krippen. Einige Zeilen aus Paul Gerhardts Lied "Ich steh an deiner Krippe hier ..." können dazu anregen, dem Geheimnis der Geburt Christi näher zu kommen. Das Lied, das mystische Traditionen verarbeitet, ist als ein Gespräch mit dem menschgewordenen Sohn Gottes in der Krippe gestaltet. Wer sich den Text zu Herzen gehen lässt, wird schnell merken, dass es nicht um die Pflege weltloser Innerlichkeit geht, sondern um eine Begegnung mit der von aller Kleinmütigkeit befreienden Weite Gottes.

Da heißt es: "Da ich noch nicht geboren war, da warst du mir geboren." Ein geheimnisvolles Wort. Was bedeutet es? Dass es mich gibt, habe ich nicht sofort nach meiner Geburt, sondern erst später entdeckt. Was davor war, weiß ich aus Erzählungen meiner Eltern. Es ist schön, wenn ich spüren durfte, dass ich von ihnen gewollt und geliebt war. Ihre Rückendeckung half mir, dem Leben zu trauen und auf die eigenen Beine zu kommen.

Und wie zuvor meine Eltern für mich da waren, so ist Gott für uns da, bevor wir an ihn denken. Er ist da in dem Kind in der Krippe, darauf wartend, dass wir sein Ja zu uns entdecken und uns von seiner Liebe anstecken lassen. Gott hofft auf uns, dass wir an seinem großen Projekt, dem Kommen seines Reiches mitwirken.

"Ich lag in tiefer Todesnacht, du wurdest meine Sonne." Der Dichter hat einen realistischen Blick auf unsere Verhältnisse. Er spricht von einer Nacht, in der die zerstörerische Macht der Sünde herrscht. Gemeint ist nicht allein die Schuld des Einzelnen, sondern zuerst die Vergiftung der Lebensverhältnisse durch die Kälte menschlicher Beziehungen und durch die Vergötzung von Geld, Macht und Genuss. All das zerstört Leben; all das verdunkelt die Zukunft von Menschen. Und irgendeine dunkle Macht in uns lässt uns mittun, unser kleines Ich auf Kosten anderer breit zu machen.

Das Lied singt nun vor allem davon, dass die Macht der Sünde nicht das letzte Wort hat, dass in ihre Dunkelheit hinein die Sonne aufstrahlt, das Licht einer Liebe, die sich als stärker erwiesen hat als die Macht des Bösen. Die Liebe des menschgewordenen Sohnes Gottes hat die Kraft, alle Ausweglosigkeiten in Auswege zu verwandeln. Mit der Geburt des Kindes in der Krippe beginnt der Siegeszug der Liebe. Er setzt sich überall dort fort, wo Menschen den Panzer ihres Ichs aufbrechen lassen und für den Mehrwert der Liebe eintreten.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Advent und Weihnachten

Text: Ferdinand Schumacher | Foto: Archiv in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
21.12.2009

Aus der Region Borken

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Coesfeld

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Kleve

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Münster

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Oldenburg

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Recklinghausen

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Steinfurt

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Warendorf

... Nachrichten und Berichte.

Aus der Region Wesel

... Nachrichten und Berichte.

Beten mit Kindern

Gut, dass ich Freunde habe.

Neues Seelsorgekonzept

Im Bistum Münster wird derzeit ein neuer Diözesanpastoralplan erstellt. Er soll Schwerpunkte der Seelsorge benennen. Ein erster Entwurf steht zum Herunterladen bereit.

Glaubens-ABC

Marienverehrung: Magd des Herrn

Service für Sie

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web

Spruch des Tages

Schmerz und Freude liegt in einer Schale, ihre Mischung ist der Menschen Los.
Johann Gottfried Seume

Reden, Fragen, Antworten finden

im "Haus der Seelsorge" hat man ein offenes Ohr für Sie


Seelsorger im Mai:
Pfarrer Martin Weber.

Seelsorger/-innen

Haus der SeelsorgeHaus der Seelsorge

Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Lebenshilfe+Seelsorge: 
  Martin Weber
  weberkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand