
Domkapitular Rolf Lohmann (v.l.), Domkapitular Martin Hülskamp und der Arzt Hubert Westerhoff bei der Öffnung des Reliquienbehältnisses.
Im Wallfahrtsort Herzfeld wurde der Ida-Schrein geöffnet
Kirche in Indien bekommt Ida-Reliquien
Lippetal-Herzfeld. Während einer festlichen Andacht an Allerheiligen ist im Wallfahrtsort Lippetal-Herzfeld der Schrein der heiligen Ida geöffnet worden.
Anlass der Schreinerhebung war die Entnahme von Reliquien der heiligen Ida, die zum Beispiel für eine Kirche in Indien gebraucht werden. Diese soll der heiligen Ida geweiht werden, da sie mit Spenden von Herzfelder Bürgern errichtet wurde. Zur Öffnung des Schreins in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Ida waren der Offizial des Bistums Münster, Domkapitular Martin Hülskamp, Hildegund Brandt als bischöflich vereidigte Notarin aus Münster, Hubert Westerhoff aus Herzfeld-Kesseler als bischöflich vereidigter Arzt und Domkapitular Rolf Lohmann, Pfarrer von St. Ida, zugegen.
Nachdem im Festhochamt morgens der kostbare Reliquienschrein von Mitgliedern des Kirchenvorstands aus der Krypta in die Oberkirche getragen worden war, erfolgte am Nachmittag unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit in der Festandacht die Entnahme der Reliquien. Der kostbare Schrein, der 1882 unter Verwendung der Dachplatten des Schreins aus dem 16. Jahrhundert gefertigt und 1975/1976 restauriert wurde, stand festlich geschmückt vor dem Zelebrationsaltar in St. Ida. Domkapitular Lohmann übernahm das Aufschließen des Schreins, damit das Dach abgenommen werden und er das Behältnis mit den Reliquien der heiligen Ida entnehmen konnte. Nach dem Aufbrechen des bischöflichen Siegels legte Pastor Lohmann die Gebeine der Heiligen Ida auf den Altar.
Domkapitular Martin Hülskamp überprüfte den Schrein auf Vollständigkeit und entschied sich mit Hubert Westerhoff für die Entnahme eines kleinen Behältnisses mit Schädelknochen. Das letzte Mal wurde der Schrein am 5. Oktober 1983 geöffnet, davor 1924.
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