Anzeige:
Werbung

kirchensite.de | Online mit dem Bistum Münster: Nachrichten aus der Kirche, katholischer Glaube, Spiritualität, Heiligenlexikon, Veranstaltungen, Seelsorge, Fürbitte, Bibelarbeiten, Dossiers.

. . . . .
Seite: Aktuelles  >  Aus den Regionen
07.12.2016
Artikel drucken
Logo kirchensite.
Dominik Höink.

Der Musikwissenschaftler Dominik Höink forscht in der münsterschen Diözesanbibliothek. Dort liegen Autographe des Komponisten Georg Friedrich Händel.

Exzellenzcluster "Religion und Politik"

Das Oratorium "Judas Maccabaeus"

Münster. Im Jahr 1759 starb Georg Friedrich Händel in der englischen Hauptstadt London. 250 Jahre später zählen die Oratorien des Barockkomponisten deutscher Herkunft zu den am häufigsten aufgeführten Werken eines Musikers. Das Exzellenzcluster "Religion und Politik" an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wird im Rahmen einer Vortragsreihe mit anschließender Aufführung unter dem Titel "Gewalt – Bedrohung – Krieg" das 1746 komponierte Oratorium "Judas Maccabaeus" in Augenschein nehmen.

Die Allegorie alttestamentlicher Stoffe zu den politischen Barrieren des britischen Volkes zur Zeit Händels bildete das Fundament für jenes Oratorium, das noch über das 19. Jahrhundert hinaus neben dem weltberühmten "Messias" zu den größten Werken Händels zählte. Der Komponist verschränkte mit Bezug auf den Jakobitenaufstand im Jahr 1745 jene politische Sprengkraft dieser Tage mit der Lebenswirklichkeit des von ständigen Kriegswirren geplagten biblischen Volks Israel.

"Für unser Exzellenzcluster ist dieses Stück ein bedeutender Forschungsgegenstand", erklärt der 28-jährige Musikwissenschaftler Dominik Höink. Das Bistum Münster unterstützt als Kooperationspartner die Veranstaltungsreihe.

Nicht zuletzt ist es die Verbindung zu Münster, die dem Projekt in die Karten spielt: Dem münsterschen Domvikar Bernhard Quante ist es zu verdanken, dass im Jahr 1855 Bearbeitungen einzelner Chöre aus dem "Judas Maccabaeus" als Teil der kostbaren Bestände des Musiksammlers Fortunato Santini nach Münster kamen. Unter den Beständen, die in der Diözesanbibliothek archiviert sind, finden sich Originalhandschriften des Musiksammlers, der wie viele seiner Zeitgenossen die Stücke Händels bearbeitete, um sie schließlich in neuem Gewand aufführen zu können, und Autographe aus der Feder Händels.

Der Alttestamentler Johannes Schnocks referiert am Donnerstag (22.10.2009) im Liudgerhaus Münster ab 18.15 Uhr zum Thema "Vom frommen Rebellen zum gottgefälligen Heerführer – Judas und der Makkabäeraufstand in der Bibel und bei Händel".

Die Historikerin Iris Fleßenkämper stellt die gesellschaftspolitische (In-)stabilität Großbritanniens im 18. Jahrhundert in den Mittelpunkt ihres Vortrags. Gabriele Müller-Oberhäuser wird als Buchwissenschaftlerin und Anglistin die Tradition der Figur "Judas Maccabaeus" in der englischen Literatur beleuchten und das Umfeld Händels in London vorstellen: Donnerstag (29.10.2009) 18.15 Uhr Liudgerhaus.

Der Musikwissenschaftler Jürgen Heidrich spricht am Samstag (05.11.2009) (18.15 Uhr im Liudgerhaus) über die kompositorische Umsetzung des "Judas Maccabaeus".

Mit einem Abschluss der besonderen Art soll das Projekt schließlich zu einem Ende kommen. Der münstersche Kammerchor "Canticum novum" wird unter Leitung von Michael Schmutte und mit Unterstützung des Norddeutschen Barockorchesters sowie renommierten Solisten am Sonntag (15.11.2009), 17 Uhr, in der Mutterhauskirche der Franziskanerinnen das Oratorium "Judas Maccabaeus" aufführen.

Informationen zu den Veranstaltungen des Exzellenzclusters und Eintrittskarten für das Konzert gibt es bei Dominik Höink, Johannisstraße 1-4, 48143 Münster.

Text: Tim Schlotmann in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben | Foto: Tim Schlotmann
20.10.2009

Das Evangelium hören

Service für Sie

Facebook

RSS-Feed Topnews

Öffnet internen Link im aktuellen FensterNewsticker für Ihr Web


Anzeigen-Sonderthema


Heiligenlexikon in "kirchensite.de"

im Heiligenkalender können Sie nach Monaten blättern. Oder wählen Sie hier nach Buchstaben aus:

 

Kontakt

  kirchensite-Redaktion:
  redaktionkirchensite.de

  Technik:
  technikdialogverlag.de

Dialogversand