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11.12.2018
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St.-Anna-Kirche.

Die St.-Anna-Kirche in Hörstel-Dreierwalde bildet den Mittelpunkt des Dorfs. Aus der Ursprungszeit erhalten geblieben ist der fünfteilige Chorraum.

Festgottesdienst mit Bischof Felix Genn am 20. September

Dreierwalde feiert 500 Jahre St.-Anna-Kirche

Hörstel-Dreierwalde. Mit einer Festwoche begehen in diesen Tagen die Gemeindemitglieder des zu Hörstel gehörenden Dorfs Dreierwalde ihr Jubiläum "500 Jahre St.-Anna-Kirche". Das Dorf pflegt die kirchlichen Traditionen und bietet für alle Generationen Angebote für ein gutes Miteinander.

Was viele Dreierwalder an ihrem Ort lieben, sind die dörfliche Struktur und der ländliche Charakter. "Hier kann sich jeder geborgen fühlen in der Gemeinschaft vieler Vereine und funktionierender Nachbarschaften", sagt Erich Beck und erwähnt die vielen kirchlichen Verbände, die das Leben in Dreierwalde prägen: Kolping, KAB, Frauengemeinschaft, Landfrauen und Landjugend. "Dorf und Kirche sind in Dreierwalde eng miteinander verbunden", sagt auch Johannes Bäumer, der die Jubiläumsfeiern mitvorbereitet und seit der Gemeindefusion in der Stadt Hörstel vor zwei Jahren zu den so genanten Kuratoren gehört, die sich um die kirchlichen Liegenschaften in Dreierwalde kümmern.

In diesen Tagen feiert der Ort mit vielen Gottesdiensten, Vortragsabenden, Treffen für Kinder, Jugendliche, Senioren, Zusammenkünften der aus Dreierwalde stammenden Ordensschwestern und Geistlichen sowie einer Ausstellung das Kirchenjubiläum. Höhepunkt wird der Festgottesdienst am Sonntag (20.09.2009) um 9.30 Uhr mit Bischof Felix Genn sein, dem sich die Begegnung mit der Gemeinde und das Pfarrfest anschließen.

Dass die Dreierwalder so stolz auf ihr Gotteshaus und die kirchlichen Traditionen sind, hängt vielleicht auch mit der mühsamen Arbeit ihrer Bewohner in der Vergangenheit zusammen, denn Bau und Erhalt der Kirche waren mit Opfern verbunden. So schrieb Pfarrer Kuipers im Jahr 1750 über die soziale Situation des Dorfs: "Meine Pfarrei mit Namen Dreyerwald besteht nur aus 16 kleinen bäuerlichen Gütern, sieben Eigenwöhnern und 32 Pächtern. Eigenwöhner nenne ich die, welche, wenn sie auch ein wenig Land besitzen, doch ein dürftiges Leben führen, Pächter aber die, welche kein eigenes Land besitzen und im Sommer in den holländischen Grenzgebieten durch die Arbeit ihrer Hände etwas Geld verdienen, von dem sie den Winter hindurch mit den ihren leben."

Ein Sohn des Dorfs schrieb sogar Kirchengeschichte: Georg Hermes (1775 bis 1831) gehörte zu den führenden Theologen seiner Zeit. Seine Theologie, die er in Münster und Bonn lehrte, verband die Vernunft mit der Rechtfertigung des katholischen Glaubens und entzweite damals eine ganze Theologen-Generation. Papst Gregor XVI. setzte 1835 die Werke von Hermes auf den Index der verbotenen Bücher. Heute weiß man, dass Hermes mit seiner Lehre der Zeit voraus war.

Aufgearbeitet hat Erich Beck für das Jubiläum auch die persönlichen Daten der aus Dreierwalde stammenden Priester und Schwestern. Er erinnert an die Familie Wieschemeyer mit ihren neun Kindern: Fünf Töchter wurden in den 1920er und 1930er Jahren Ordensschwestern, zwei Söhne Priester, ein Sohn verstarb 1918 als Theologie-Student, der letzte Sohn musste auf dem Hof bleiben.

Kirchen- und Dorfgeschichte sollen noch lange zusammengehören, meint Johannes Bäumer. Daher legen die katholischen Verbände und Gemeindeausschüsse Wert auf die Integration aller Bewohner, besonders der Neuzugezogenen: "Kirche hat viel zu bieten, auch in heutiger Zeit. Wir geben Hilfen für die Weitergabe des Glaubens und unterstützen die Entscheidung zum Glauben."

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDokumentiert: Predigt von Bischoff Genn (20.09.2009)

Text: Johannes Bernard | Foto: Johannes Bernard in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
18.09.2009

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