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11.02.2012
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Rainer Killich.

Rainer Killich im logistischen Zentrum der Wallfahrt.

Nordwestdeutsche Ministrantenwallfahrt

Viele logistische Herausforderungen gemeistert

Kevelaer. Pausenlos klingelt das Telefon. "Das geht hier schon seit Wochen so", seufzt Rainer Killich, Geschäftsführer der Wallfahrtsleitung in Kevelaer. Doch es sind nicht nur die Telefonanrufe, die Killich kaum zur kontinuierlichen Arbeit kommen lassen. "Täglich kommen annähernd 100 E-Mails, die beantwortet werden wollen." Der Grund für den sprunghaften Anstieg der Anfragen ist die Nordwestdeutsche Ministrantenwallfahrt, die an diesem Samstag in Kevelaer stattfindet. Um aber hier keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: Killich ist begeistert, dass dieses kirchliche "Mega-Ereignis" in dem niederrheinischen Wallfahrtsort stattfindet.

Als der Anruf aus dem Generalvikariat vor fast zwei Jahren kam, ob sich Kevelaer vorstellen könne, diese Wallfahrt zu stemmen, haben Killich und Wallfahrtsrektor Stefan Zekorn sofort zugegriffen. "Wallfahrtsrektor Zekorn hat von Anfang an die Angebote für Kinder und Jugendliche in Kevelaer ausgebaut. Da war dieses Angebot eine einmalige Chance – ein Geschenk", sagt Killich und verweist auf die langjährige Erfahrung, die der Wallfahrtsort mit Großereignissen besitzt.

Gemeinsam mit der Stadt, der Wirtschaftsförderung und dem Kevelaerer Verkehrsverein bereitet die Wallfahrtsleitung die Wallfahrt für die Messdiener vor. "Wenn 10.000 Ministranten nach Kevelaer kommen, müssen zahlreiche logistische Herausforderungen gelöst werden", sagt Killich. Zum Beispiel die Frage der Übernachtung. Die Mädchen und Jungen aus dem Erzbistum Hamburg, dem Bistum Hildesheim und dem Offizialatsbezirk Vechta können nicht an einem Tag hin- und zurückfahren. Mindestens 600 Messdiener müssen eine Nacht in Kevelaer übernachten. "Begleitend zur Veranstaltung haben wir ein Zeltlager organisiert", sagt Killich. Der Malteser Hilfsdienst stellt 30 große Mannschaftszelte, das Technische Hilfswerk und die Stadtwerke sorgen für Strom und Wasser. Der Stadtbund der Kevelaerer Schützen kümmert sich um die Verpflegung. Die Aufgaben, die von Rainer Killich (Wallfahrt), Ruth Keuken (Wirtschaftsförderung) und Bernd Pool (Stadtverwaltung) gemeistert werden mussten, waren vielfältig: Die einzelnen Veranstaltungen mussten geplant werden, und mit der Polizei wurde ein Plan entwickelt, wie die sternförmige Prozession zum Kapellenplatz geführt wird. Es mussten mehr als 300 Meter Absperrgitter organisiert, mehr als 250 Busse nach Abschluss der Feiern zu den Abfahrtspunkten dirigiert sowie ein Caterer gefunden werden, der in der Lage ist, 4,2 Tonnen Nudeln zu liefern. Regelmäßig hat sich dieses Team getroffen, diskutiert, abgewogen und entschieden. "Am Anfang haben wir uns in größeren Abständen getroffen, jetzt mehrmals täglich."

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