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Seite: Aktuelles  >  Ein Betroffener: "Wut, Unverständnis, Traurigkeit"
29.07.2016
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Denkmal für den Auferstandenen – Mahnmal für den Geschändeten.
Denkmal für den Auferstandenen – Mahnmal für den Geschändeten.

Das Hofkreuz in Mettingen und Matthias Pielke

Ein Betroffener: "Wut, Unverständnis, Traurigkeit"

Mettingen. "Unvorstellbar", das war der erste Gedanke von Matthias Pielke, als er am 25. September vor dem Hofkreuz seiner Familie stand. Dort, wo seit 52 Jahren ein von Joseph Krautwald gestalteter Christus-Körper hing, Leere. Auf dem Boden vor dem Kreuz, ein Trümmerhaufen.

Ludger Pielke, Matthias 85-jähriger Vater, bemerkte am Mittag, dass etwas nicht stimmte: "Ich sah aus dem Küchenfenster und bemerkte Gegenstände unter dem Kreuz." Zuerst vermutete er dort die Gartengeräte seiner Frau Ida. Die war allerdings woanders. Also sah sich Ludger Pielke die Sache genauer an.

Der steinerne Körper der Christus-Figur war in zwei Teile zerbrochen. Arme und Beine lagen in unzähligen Stücken um das Kreuz. Jesu Kopf lag mit abgesplitterter Nase an der Rhododendron-Hecke.

Matthias Pielke.

"Der materielle Schaden steht auf der einen Seite", berichtet Matthias Pielke. Der Bildhauer hat einen Kostenvoranschlag über rund 6.000 Euro ausgestellt – vorausgesetzt, der Korpus kann überhaupt wieder rekonstruiert werden. Auf der anderen Seite steht der emotionale Wert, wie der 47-jährige erklärt: "Das Kreuz ist jetzt nur 52 und nicht 200 Jahre alt, aber man hat ja einen Bezug dazu."

Ida Pielke erzählt mit zitternder Stimme: "1960 erlitt unsere Tochter mit knapp zwei Jahren starke Verbrennungen an großen Teilen ihres Körpers." Und ihr Mann ergänzt: "Aus Dankbarkeit über die glückliche Gesundung haben wir dann das Kreuz aufgestellt."

"Ich fahre jeden Morgen daran vorbei. Es ist alltäglich geworden. Aber als ich die Zerstörung gesehen habe, wurde mir wieder bewusst, was mir das Kreuz bedeutet", sagt Matthias Pielke. "Da kamen ganz unterschiedliche Gefühle hoch: Wut, Unverständnis, Traurigkeit."

Dass Bildstöcke anderer Familien in der Umgebung ebenso zerstört wurden, verstärkt das Entsetzen der Pielkes. Bei einer Gemeindeversammlung wurde beraten, wie mit der Situation umgegangen werde. "Wir entschlossen uns zu einer Art stillen Protest", berichtet Matthias Pielke. Seither brennen jeden Abend Kerzen vor den zerstörten Denkmälern.

Doch in der Nacht zum ersten Advent, fielen auch die Kerzen dem Vandalismus zum Opfer. Aber Matthias Pielke ist sich sicher: "Wir lassen uns nicht unterkriegen. Solange wir noch Kerzen haben, werden wir immer wieder neue aufstellen."

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Text: Martin Schmitz | Fotos: Martin Schmitz in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
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