
- Im südlichen Teil des Offizialatsbezirks Oldenburg lebt und praktiziert ein vergleichsweise hoher Bevölkerungsanteil den katholischen Glauben.
Katholische Hochburgen in der Diaspora
Offizialatsbezirk Oldenburg
Im Jahr 1831 wurde der Offizialatsbezirk Oldenburg mit dem Bischöflich Münsterschen Offizialat in Vechta an der Spitze gegründet. Dies geschah infolge der nach dem Wiener Kongreß von 1815 notwendig gewordenen Anpassung der kirchlichen Bezirke an die neuen politischen Grenzen.
Am 5. Januar 1830 war vom Staat, damals (Groß-)Herzogtum Oldenburg, und vom Verhandlungsführer der katholischen Kirche, dem Fürstbischof von Ermland mit Sitz in Oliva (heute Gdansk / Polen), als Rechtsgrundlage der "Vertrag zur Regulierung der Diözesanangelegenheiten der katholischen Einwohner des Herzogtums Oldenburg", die so genannte "Convention von Oliva", unterzeichnet worden.
Starkes christliches Profil
Die staatskirchenrechtlichen Verhältnisse im Offizialatsbezirk Oldenburg, Grundlage des Bischöflichen Offizialates in Vechta, wurden in den folgenden Jahrzehnten bis heute wiederholt bestätigt. Nicht zuletzt hat die Convention in dem 1965 zwischen dem Bundesland Niedersachsen und dem Heiligen Stuhl abgeschlossenen Niedersachsenkonkordat ihren Niederschlag gefunden.
Nicht nur in kirchlichen Kreisen Deutschlands stehen die Landkreise Cloppenburg und Vechta nach wie vor in dem Ruf katholischer "Hochburgen". Verblassender Glanz vergangener Zeiten? Tatsache ist, dass die Kreise Cloppenburg und Vechta ein starkes christliches Profil haben: Ein vergleichsweise hoher Bevölkerungsanteil lebt und praktiziert den katholische Glauben.
Persönliche Glaubenszeugnisse
Mannigfache persönliche Glaubenszeugnisse einzelner Christen, zahlreichen Kirchen und ein lebendiges christlichem Brauchtum prägen das Bild. Im Offizialatsbezirk Oldenburg leben heute von Wangerooge bis Damme rund 270.000 Katholiken in zurzeit 64 Gemeinden, die in acht Dekanate aufgeteilt sind: Wilhelmshaven, Oldenburg, Delmenhorst, Friesoythe, Cloppenburg, Löningen, Vechta und Damme.
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Text: Karin Wollschläger | Foto: Archiv
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