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29.06.2016
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Weihbischof Heinrich Timmerevers zollte den Fluthelfern in Asien großen Respekt.

Weihbischof Heinrich Timmerevers beim Neujahrsempfang

Dank und Respekt den Fluthelfern

Vechta. Nachdenklichkeit bestimmte den Beginn des diesjährigen Neujahrsempfangs des Weihbischofs. Zum Auftakt berichtete er, wie die Flutkatastrophe in Asien sich für ihn persönlich veränderte: vom Fernsehbild zur Wirklichkeit.

"Eben erst waren es noch Bilder einer Katastrophe. Jetzt auf einmal merkte ich, wie sich einer von uns zur Hilfe in diese Katastrophengebiete schicken lässt." Ganz still wurde es da unter den rund 150 Gästen im Saal des Antoniushauses. Als Weihbischof Heinrich Timmerevers von einem Anruf am Silvesterabend erzählte. Militärpfarrer Georg Pützer aus Bockhorn sei am Apparat gewesen. Er müsse einen Termin absagen, weil er am 2. Januar mit Soldaten aus Varel und Leer nach Sumatra starten werde, um dort ein Feldhospital für Flutopfer zu errichten. Er selbst werde für die seelsorgliche Betreuung und Begleitung des Hilfe-Personals vor Ort sein. "Das war für mich ein ganz merkwürdiger Augenblick", erinnert sich Heinrich Timmerevers.

Einen ersten Lagebericht von Pfarrer Pützer hat er schon erhalten. Von einer Katastrophe, die unvorstellbare Ausmaße habe. "Das sprengt unsere Vorstellungskraft", sagte der Weihbischof. Und rief seine Gäste zu Dank und Anerkennung für Helferinnen und Helfer auf. "Für das, was sie in diesen Tagen dort leisten".

Schnelle Antwort auf die Frage nach dem "Warum" solcher Katastrophen könne es nicht geben. "Aber der Christ kann Hilfe finden in dem Glauben, dass jedes Menschenleben in Gottes Hand ist."

Mit dem Blick nach Asien eröffnete Weihbischof Timmerevers seine Ansprache zum traditionellen Neujahrsempfang. Die Sicht auf die Entwicklungen in der Kirche vor Ort bestimmte den zweiten Teil.

Etwa zur Zukunft der Gemeindestruktur. Die Pläne des Offizialates hätten "Zustimmung, partielle Zustimmung, Zustimmung unter Bedingungen und auch Ablehnung ausgelöst." So werde man weiter an der praktischen Umsetzung arbeiten. Für das kommende Jahr sieht Weihbischof Timmerevers drei Ereignisse im Mittelpunkt: Erstens: das Bistumsjubiläum unter dem Motto "Eine Liebesgeschichte - 1200 Jahre Bistum Münster".

Zweitens: die Seligsprechung Kardinal von Galens. "Dies haben wir lange erwartet, nicht wenige haben dafür gebetet. In diesem neuen Jahr werden wir es erleben."

Drittens: das Weltjugendtreffen Mitte August in Köln. Dazu hatte eine Gruppe von Jugendlichen aus den Vorbereitungsteams Aktionen auf dem Neujahrsempfang vorbereitet.

Der BDKJ-Vorsitzende Stefan Schute aus Lindern führte in das Thema ein, weitere junge Leute gaben persönliche Stellungnahmen ab. Anschließend mischten sie sich unter die Gäste des Neujahrsempfangs, um sie nach Erwartungen an den Weltjugendtag zu befragen.

Erste Neuigkeiten gab es auch zur Frage, aus welchen Nationen Gäste ins Oldenburger Land kommen werden. Jugendvikar Hartmut Niehues berichtete von einer Konferenz in Köln, wo er erste Kontakte geknüpft habe. Genaue Ergebnisse mochte er zunächst noch nicht nennen. Hartmut Niehues rechnet jedoch fest mit jungen Leuten aus Rumänien, Polen, Litauen, Afrika und wahrscheinlich auch aus Südamerika.

Text und Foto: Michael Rottmann in "Kirche+Leben", 12.01.2005

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