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27.03.2017
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Aus dem kirchensite.de-Archiv
"Time out" – um bewusst in der Gegenwart zu leben, das Wesentliche zu bedenken. Was jedoch ist das Wesentliche?

Bibelarbeit im August 2004

Vom Vertrauen

1. Einführung

Vielfach ist heute von Krisen die Rede: Wirtschafskrise, Wertekrise, Glaubenskrise...Viele Menschen stellen die Frage nach dem Sinn, nach dem, was bleibt und dem, was trägt, auf neue Weise. Die herkömmlichen Antworten scheinen nicht mehr zu überzeugen, die Verheißungen der Leistungs- und Konsumgesellschaft erweisen sich nicht selten als leere Versprechen. Neue Antworten tun Not. Die Suche nach Spiritualität bricht vielerorts neu auf. Das Bewusstsein um die Notwendigkeit eines Umbruchs ist bei vielen Menschen spürbar. Das Haben allein reicht nicht aus. Was macht Leben aus?

Manche Dinge kann man nicht kaufen..., so beginnt ein bekannter Werbeslogan unserer Tage. Die Zeit verrinnt unaufhörlich. Wir können sie nicht festhalten, wir können sie nur gestalten. Doch was zählt im Leben? Was ist wirklich wichtig im Leben? Und wer bestimmt das? Von wem lassen wir uns bestimmen? Hektik und Stress sind Schlagwörter unserer Zeit. Wie groß ist die Sehnsucht nach Ruhepausen! "Time out" – um bewusst in der Gegenwart zu leben, das Wesentliche zu bedenken. Was jedoch ist das Wesentliche? Um vieles machen wir uns Gedanken, nicht wenige Fragen unseres Alltags betreffen die Zukunft und mit ihr Fragen der Sicherheit. Versicherungen werben uns an jeder Ecke als Kunden. Die Angst keinen Arbeitsplatz zu bekommen oder eine lieb gewonnene Arbeit zu verlieren bedrängt uns, wir machen uns Sorgen um unser Alter, um unser Hab und Gut, verlieren wollen wir nichts, dafür nehmen wir selbst einen enormen Geburtenrückgang in Kauf – gibt es ein höheres Gut?

Summa summarum: Mehr als uns bewusst ist, bestimmt das Geld unsere Gedanken. "Wer das Geld hat, hat die Macht." "Geld regiert die Welt." "Bringst du Geld, so findest du Gnade; sobald es dir mangelt, schließen die Türen sich zu." (J.W. Goethe, Reineke Fuchs) "Geld ist nicht alles; aber es hat einen Riesenvorsprung vor allem, was danach kommt." Dies sind nur wenige Sprichwörter, die aber hinlänglich bekannt sind und uns die enorme Bedeutung des Geldes in unserem Alltag und unserem Denken vor Augen führen. "Geld verdirbt den Charakter – vor allem, wenn man keins hat" (Peter Ustinov) – hier klingt schon ein kritischer Unterton an. Ein chinesisches Sprichwort weist uns jedoch noch deutlicher auf unsere oft beschränkte Sicht hin: "Eine Viertelstunde ist mehr wert als tausend Goldstücke." Wie weit lassen wir die Diktate der Wirtschaft zu Wort kommen? Was bestimmt, was prägt unser Leben? Verschafft Geld Orientierung und Halt im Letzten?

Rembrandt: Der reiche Narr

Bibelarbeit August

Rembrandt, Der reiche Narr (Der Geldwechsler), Holztafel, 32x42cm, 1627, heute in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

Zu sehen ist ein alter, reicher Mann. Mit leicht geöffnetem Mund könnte er sich selbst zusprechen: "Liebe Seele, du hast einen großen Vorrat für viele Jahre; habe nun Ruhe; iss, trink und habe guten Mut!" (Lk 12,19). Doch Reichtum bewahrt nicht vor dem Tod, Vorrat kann das Leben nicht absichern. Die Selbstberuhigung wackelt bedrohlich. Der Blick des Mannes ist konzentriert auf die Münze gerichtet, die er ins Kerzenlicht hält. Die Nacht, die sich um ihn breit macht, nimmt er nicht wahr: "Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann gehören, was du angehäuft hast?" (Lk 12,20). Türme von Folianten, Geld und Schuldscheinen kreisen den Reichen ein. Aber es ist ein labiles System. Die Sicherungsmechanismen drohen zusammenzubrechen.
Dieses Bild interpretiert die Erzählung vom reichen Kornbauern (Lk 12,16-21). Sie steht unmittelbar vor dem Bibeltext, mit dem sich diese Bibelarbeit näher beschäftigt, und ist von daher für das Gesamtverständnis mitzudenken.

2. Der Bibeltext: Von der falschen und der rechten Sorge (LK 12,22-32)

Und er sagte zu seinen Schülern: "Seid nicht besorgt um euer Leben und fragt nicht: Was sollen wir essen und womit uns kleiden? Leben ist mehr als Nahrung, der Leib mehr als Kleidung. Seht doch die Raben, unter den Himmeln: Sie säen nicht, ernten nicht, haben weder Speicher noch Scheunen; Gott ist es, der sie bewahrt. Und ihr – wie viel mehr seid ihr wert als die Vögel! Und dennoch, könnt ihr mit euren Sorgen euer Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern und euch größer machen als ihr seid? Wenn ihr aber nicht einmal das Allergeringste vermögt: warum macht ihr euch Sorgen: heute für dieses und morgen für jenes? Seht die Lilien auf dem Feld, und schaut zu, wie sie wachsen. Sie spinnen nicht, sie weben nicht, und doch, sage ich euch, sah nicht einmal Salomon, in all seinem Glanz, so schön wie eine einzige Lilie aus. Wenn aber Gott selbst die Gräser – das Unkraut, das heute blüht und morgen verbrannt wird! – so prächtig kleidet – wie viel mehr dann euch. Wie klein ist doch euer Vertrauen! Fragt nicht, wie die anderen Völker der Welt, die ungläubigen: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Habt keine Furcht, sondern bedenkt: euer Vater weiß, was ihr braucht, und darum sucht zuerst nach seinem Königreich. Dann wird euch alles gegeben. So klein eure Herde auch ist: euer Vater hat euch auserwählt und will euch sein Königreich schenken. Gebt hin, was ihr besitzt, und seid barmherzig. Näht einen Beutel, der nicht zerfasert. Bergt euren Schatz, den Reichtum, der niemals versiegt, in den Himmeln, wohin kein Dieb kommt und wo keine Motte ihn frisst. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.

(nach der Übersetzung von Walter Jens, Die vier Evangelien, Stuttgart 22002)

3. Auslegung

Als Lukas sein Evangelium schreibt, lagen die Ereignisse um Jesus von Nazareth schon ca. ein halbes Jahrhundert zurück. Lukas hat Jesus selbst wohl nicht mehr kennen gelernt. Aber er hatte Menschen vor Augen, denen Jesus etwas bedeutete und die versuchten, seine Botschaft im Alltag zu leben. Dies gestaltete sich zuweilen schwierig. Die Lebensverhältnisse waren andere geworden. Zahlreiche Gemeinden sind außerhalb Galiläas und Jerusalems in den größeren Städten des Römischen Reiches entstanden. Die Worte Jesu mussten neu übersetzt werden, zumal im Jahr 70 n. Chr. Jerusalem und der Tempel zerstört worden waren. Viele Einwohner Jerusalems waren ermordet oder in die Sklaverei vertrieben worden. Das Zentrum jüdischer Identität war zerstört. Eine schwierige Zeit der Neuformierung begann. In dieser Zeit des Umbruchs wurde die Messiasfrage in aller Radikalität gestellt, auf beiden Seiten.

Und in diese Zeit hinein wird gesagt: "Sorgt euch nicht!". Es ist eine Mahnung, die nicht neu ist. Sie begegnet in der griechischen Philosophie und in der jüdischen Weisheit. Sie sah das Leben als Mühsal mit viel Bitterkeit (vgl. Sir 40,1-11). Auf Hillel, einen jüdischen Lehrer zur Zeit Jesu, geht das Wort zurück: Viele Güter, viele Sorgen. So ist dieses Mahnwort kein neues, erfährt jedoch eine neue Aktualität und Brisanz. Es stellt geradezu eine Provokation dar. Nahrung, Kleidung und Wohnung galten in der Antike als die Güter, die notwendig zum Leben erforderlich waren, um die sich die Menschen gesorgt haben. Doch, worum sich der Mensch sorgen soll, das ist das Reich Gottes (V. 31).

Dem Menschen kommt ein höherer Wert zu als Nahrung und Kleidung, das wird deutlich herausgestellt. Zwei zentrale Begriffe sind es, die hier mit Nahrung und Kleidung in Verbindung gebracht werden: Leben und Leib. Es ist bemerkenswert, dass der griechische Begriff "psyché" mit "Leben", nicht mit "Seele" wiedergegeben wird; für das deutsche Wort "Leib" steht im Griechischen "soma" – ein Zusammenspiel, das wir heute z. B. in der Psychosomatik wieder finden. Das Begriffspaar "Leben-Leib" meint den ganzen Menschen, und dies auch in der zugespitzten Aussage des Textes, der Angstfreiheit. Diese wurzelt im Vertrauen auf den Schöpfer.
Dies wird deutlich hervorgehoben in der Metapher der Raben. Als aasfressende Tiere galten die Raben im Alten Testament als unrein und gehörten daher nicht zu den essbaren Tieren (vgl. Lev 11,5; Dtn 14,14). Doch sind sie es, die den Propheten Elija mit Brot und Fleisch versorgen (1 Kön 17,4.6) und denen von Gott ihre Nahrung zukommt (Ps 147,9), ohne dass sie Speicher oder Scheunen anlegen. So verhalten sie sich diametral zum reichen Kornbauern, der allein für sich sorgt, keinen Gedanken an Gott oder seine Mitmenschen hat. Die Pointe der Rabenmetapher liegt darin, dass sie gerade als unreine Tiere doch zum positiven Beispiel für Gottvertrauen werden. Sie legen keine Vorräte an. Dies wäre auch ein Zeichen für Misstrauen gegenüber Jahwe.

Der ganze Text spricht direkt oder indirekt vom Vertrauen in Jahwe. Dem Menschen ist es nicht möglich, sein Leben auch nur um einen Bruchteil einer Sekunde zu verlängern. Als Geschöpf Gottes ist er Teil der Schöpfung. Seine Zeit ist ihm vom Schöpfer gegeben. Sie liegt in seinen Händen. Der Mensch kann über seine Zeit nicht verfügen. Es ist eine Zeit, über die der Mensch nicht in Resignation fallen soll, sondern die er im Glauben dankbar annehmen kann.

Ein weiterer Vergleich aus der Natur macht dem Menschen Mut, sein Sorgen um Essen und Kleidung nicht in den Vordergrund zu schieben, sich nicht davon bestimmen zu lassen, sondern vielmehr seine Kraft für die Suche nach dem Reich Gottes einzusetzen. Auch die Lilie auf dem Feld trägt nicht aus eigenen Stücken bei zu ihrer Schönheit, sie wird ihr von Gott gegeben. Salomo wird in all seiner Herrlichkeit, die sprichwörtlich geworden ist, mit einer Lilie verglichen. Und doch wird die ganze Pracht Salomos geringer geschätzt als die Lilien des Feldes. Dies sind jedoch vergängliche Pflanzen, Blumen, die im Feuer enden – gemäß dem Usus, trockenes Gras dafür zu verwenden, die Brotöfen in Gang zu halten. Dies erinnert an die Kürze des Lebens, an die Unverfügbarkeit der Zeit und die Plötzlichkeit des Todes.

Diese Bilder stammen aus der Lebenswelt der Menschen, die zur lukanischen Gemeinde gehören, es sind vertraute Bilder, die sie jedoch noch nicht im Glauben erfassen können. "Kleingläubige" nennt Lukas sie, niedergedrückt durch Sorgen, ohne Vertrauen in den nächsten Tag, in das zum Leben Notwendige. Diese Sorge ist jedoch nicht notwendig. Vielmehr soll sich der Blick der Menschen auf Gott richten. Dieser wird vertraut als Vater beschrieben, "euer Vater". Dies setzt eine persönliche Beziehung zwischen den Glaubenden und Gott selbst voraus. Es ist eine so intime Beschreibung, dass die Anklänge an das Vater-unser-Gebet unüberhörbar sind.
Lukas erkennt die Gefahr, dass die Sorge ums Überleben, die Sorge um Geld und andere irdische Schätze unser Herz und so unser Leben in seinen Entscheidungen gefangen nimmt und Gottes Wille in den Gedanken der Menschen keine Rolle mehr spielt. Dabei ist Lukas jedoch keiner, der radikale Armut preist oder die tägliche Sorge der Menschen banalisiert. Doch er schärft in seiner Eindringlichkeit und Deutlichkeit das Bewusstsein und die Unterscheidung zwischen von übertriebener und rechter Sorge, besser Suche genannt. Die Suche nach dem Reich Gottes und seine Realisierung stehen für Lukas im Zentrum seiner Theologie.

4. Bibelarbeit

Sich einfinden

Gesänge aus Taizé 2003 Nr. 50: Nada te turbe

Alternativ: Gehet nicht auf in den Sorgen dieser Welt

"Niemals halten wir uns an die Gegenwart. Wir nehmen die Zukunft vorweg, als käme sie zu langsam, als wollten wir ihr Kommen beschleunigen; oder wir erinnern uns der Vergangenheit, um sie festzuhalten, da sie rasch entschwindet: Torheit, in den Zeiten umherzuirren, die nicht unsere sind, und die einzige zu vergessen, die uns gehört, und Eitelkeit, denen nachzusinnen, die nichts mehr sind, und die einzige zu verlieren, die besteht, nämlich weil es die Gegenwart ist, die uns gewöhnlich verletzt. Wir verbergen sie vor uns, weil sie uns bekümmert; uns wenn sie uns freundlich ist, bedauern wir, sie entschwinden zu sehen. Wir versuchen, sie für die Zukunft zu halten, und sind gesonnen, über Dinge, die nicht in unserer Macht sind, an einem Zeitpunkt zu verfügen, von dem wir keine Gewähr haben, dass wir ihn erleben. Wer seine Gedanken prüft, wird sie alle mit der Vergangenheit und der Zukunft beschäftigt finden. Kaum denken wir je an die Gegenwart, und denken wir an sie, so nur, um hier das Licht anzuzünden, über das wir in der Zukunft verfügen wollen. Niemals ist die Gegenwart unser Ziel; Vergangenheit und Gegenwart sind unsere Mittel; die Zukunft allein ist unser Ziel. So leben wir nie, sondern wir hoffen zu leben, und so ist es unvermeidlich, dass wir in der Bereitschaft, glücklich zu sein, es niemals sind."
"Die Stoiker lehren: Kehre bei dir selber ein; dort findest du Ruhe; und das ist nicht wahr. Die anderen lehren: Geh hinaus; suche das Glück in der Zerstreuung; und das ist nicht wahr: Krankheiten kommen. Das Glück ist weder außer uns, noch in uns; es ist in Gott, und sowohl außer als in uns."

(aus: Stiehm, Lothar (Hrsg.), Die Liebe zum Leben nicht aufgeben – Ein Pascal-Brevier, Gerlingen 1996, 42f.)

Die Heilige Schrift lesen

Lk 12,22-32: Von der falschen und der rechten Sorge

Das Wort Gottes still meditieren:

"Wilfried Ingram war zu einem Besuch bei Knights eingeladen. Herr Knight, der vor kurzem einen Schlaganfall erlitten hatte, wirkte auf ihn wie ein Unbekannter. In seinem Blick und seinen Gesichtszügen bemerkte der Besucher im Gegensatz zu früher, da er ihm unangenehm und fanatisch erschien, etwas Gütiges und Leidendes, und ganz hinten in seinen großen, schwarzen Augen neben unermesslicher Traurigkeit eine Art Erstaunen. "Ich habe mich ziemlich rasch erholt", sagte Knight. "Dabei hatte ich einen Augenblick lang geglaubt, es sei recht ernst; ich hatte, was man als eine Vorahnung, eine Vorwarnung bezeichnet... Das Licht zum Beispiel. Das Licht ist schön. Ich hatte es für etwas ganz Gewöhnliches gehalten; das war falsch: wenn man anfängt, es zu beobachten, es von Stunde zu Stunde zu verfolgen, dann begreift man, dass es dazu beauftragt ist, uns vielerlei Dinge sehen zu lassen, und dass man unbedingt hinsehen, genau beobachten muss... Ich betrachte, soviel ich kann", sagte er. "Etwa im Garten: jedes Blatt. Selbst nachts... Vielleicht haben Sie diesen Seelenzustand nie durchlebt. Nichts um einen herum hat sich verändert. Dennoch fragt man sich, wieso man diesem und jenem auch nur die mindeste Bedeutsamkeit hat beimessen können. Es gibt keine Unruhe, nichts Bedrohliches mehr..."

(aus: Julien Green, Jeder Mensch in seiner Nacht, Köln 1960, 202-205)

Wir müssen wieder sehen lernen. Auf die Frage: "Wozu bist auf Erden?" antwortete der griechische Philosoph Anaxagoras (500-428 v. Chr.): "Zum Schauen – von Sonne, Mond und Himmel." Hierauf sagt Josef Pieper: "Es ist kaum anzunehmen, dass diese Antwort die physischen Himmelskörper gemeint habe und nicht vielmehr das Ganze von Welt und Sein."

(aus: Josef Pieper, Glück und Kontemplation, München 1957, 102)

"Seht die Lilien an: sie weben nicht und nähen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, um wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen" (Lk 12,27f).

Über das Evangelium sprechen:

"Sorgt euch nicht!", ist eine Mahnung, die nicht nur die Menschen der damaligen Zeit, sondern auch uns heute wachrüttelt, die eine Reaktion einfordert. Diese Mahnung provoziert den Menschen, der ringen muss, seinen alltäglichen Bedarf zum Leben zu decken und sie provoziert den Menschen, der sich allzu leicht und gern verfängt in den Sorgen des Alltags. Der Text rät uns, unser Sinnen und Streben auf Größeres hin auszurichten. Was ist gemeint? Wie können wir die Rede vom Reich Gottes inhaltlich füllen?

Das Evangelium ins eigene Leben übersetzen:

Worum sorgen wir uns? Was prägt unser Leben, unsere Gedanken? Worum streiten wir uns? Können wir noch etwas anfangen mit dem Begriff "Reich Gottes"? Verändert es uns oder sind wir schon viel zu sehr in unserer je eigenen Welt gefangen? Wie können wir daraus ausbrechen? Der Vorwurf "Kleingläubige" ist harsch. Das sind nicht die Zweifler, sondern es sind die, die mit Gott in ihrem je persönlichen Leben nicht mehr rechnen. Rechnen wir mit Gott?

Das Leben ins Gebet nehmen

EG 630: Fürchte dich nicht

Ein Gott heißet das, dazu man sich versehen soll alles Guten und Zuflucht haben in allen Nöten; also dass einen Gott haben nichts anderes ist, denn ihm von Herzen trauen und glauben. Wie ich es oft gesagt habe, dass allein das Trauen und Glauben des Herzens macht beide, Gott und Abgott. Woran du nun dein Herz hängst, das ist eigentlich dein Gott. (Martin Luther)
Ihr nennet Mich Licht – so sehet Mich doch.
Ihr nennet Mich Weg – so folget Mir doch.
Ihr nennet Mich Leben – so suchet Mich doch.
Ihr heißet Mich schön – so liebet Mich doch.
Ihr heißet Mich die Liebe – so folgt doch der Bahn,
denn wenn ihr Mich liebt, habt ihr alles getan.
(Inschrift im Dom zu Lübeck)

GL 291: Wer unterm Schutz des Höchsten steht

5. Weiterführende Literatur

Amery, C., Global Exit. Die Kirchen und der Totale Markt, München 2002

Bovon, F., Das Lukasevangelium, 3 Bd., Zürich – Düsseldorf – Neukirchen-Vluyn 1989.1996.2000

Kath. Bibelwerk e. V. (Hg.), Lukas entdecken. Lese- und Arbeitsbuch zum Lukasevangelium, Stuttgart 1997

Kosch, D. et al. (Hgg.), Jesus im Alltag begegnen. Lebenssinn und Lebensstil nach Lukas, WerkstattBibel 1, Stuttgart 2001

Kremer, J., Lukasevangelium (Neue Echter Bibel. NT 3), Würzburg 1988

Löning, K., Das Geschichtswerk des Lukas. Bd. I: Israels Hoffnung und Gottes Geheimnisse, Stuttgart 1997

Pokorny, P., Theologie der lukanischen Schriften, Göttingen 1998

Schürmann, H., Das Lukasevangelium, 2 Bd. (Herders Theologischer Kommentar zum Neuen Testament III/1.2a), Freiburg – Basel – Wien 2000

Söding, Th., Das Lukas-Evangelium – Anregungen zum Lesejahr C, Würzburg 2003

Dipl.-Theol. Esther Brünenberg (August 2004)
Katholisches Bibelwerk im Bistum Münster
in Kooperation mit
kirchensite – online mit dem Bistum Münster
(www.kirchensite.de)

Bibelarbeit im August zum Download...

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