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29.08.2016
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Heiliger Johannes der Täufer

24. Juni

Heiliger Johannes der Täufer

Lebensdaten:

Geboren etwa ein halbes Jahr vor Christi Geburt in Ain Karim bei Jerusalem, gestorben um 30, vermutlich in Jerusalem.

Vita:

Johannes war der Sohn von Zacharias und Elisabeth, einer Verwandten der Gottesmutter Maria. Rund ein halbes Jahr vor Christi Geburt erblickte Johannes das Licht der Welt, obschon Elisabeth bis dahin unfruchtbar gewesen war. Zuvor war Zacharias bei einem Besuch im Tempel der Erzengel Gabriel erschienen, der die baldige Schwangerschaft der hoch betagten Elisabeth angekündigt hatte. Zacharias konnte das nicht glauben, und verlangte ein Zeichen als Beweis, dass Gabriel Recht habe. Daraufhin nahm ihm dieser die Stimme und kündigte an, erst, wenn das Kind geboren sei, würde Zacharias wieder sprechen können. So geschah es.

Über das Leben des Johannes zwischen seiner Geburt und seinem etwa dreißigsten Lebensjahr ist wenig geschrieben. In jenem Alter machte er sich auf, um am Ufer des Jordan, in Jerusalem und in der Wüste das Kommen des Messias anzukündigen. Viele Juden hörten auf seine Worte und ließen sich von ihm Taufen. Eines Tages befand sich auch Jesus unter den Taufbewerbern. Johannes wollte ihn zunächst nicht taufen, denn er meinte, nicht Jesus müsse von ihm die Taufe empfangen, sondern umgekehrt. Jesus aber bestand darauf. Daraufhin sprach Johannes über Jesus den Satz, den wir auch heute noch in der Heiligen Messe verwenden: "Das ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt."

Der Messias, den die Juden erwarteten, und den Johannes zu verkünden schien, war in der Vorstellung vieler Bürger in erster Linie ein weltlicher Heilsbringer. König Herodes Antipas fürchtete deshalb, die Prophezeiungen des Johannes könnten ihn um seinen Thron bringen, zumal dieser auch noch öffentlich anprangerte, dass Herodes seine erste Ehefrau verlassen und die Gemahlin seines Bruders geheiratet hatte. Deshalb ließ der König Johannes in der Festung Machairas festsetzen, er traute sich jedoch zunächst nicht, ihn hinzurichten. Auf einem Geburtstagsbankett, das zu seinen Ehren abgehalten wurde, wollte er Salome, die Tochter seiner zweiten Frau Herodias, als Dank für einen schön vorgetragenen Tanz, einen Wunsch erfüllen. Das Mädchen, angestachelt, von ihrer Mutter, wünschte sich jedoch, das Haupt des Johannes auf einer Schale. Da gab Herodes Antipas den Befehl zur Enthauptung des Täufers. Salome jedoch übergab später die Schale mit dem Haupt an ihre Mutter.

Brauchtum:

Der Johannestag war bereits im Mittelalter ein wichtiger Feiertag, der mit Wallfahrten, Volksfesten und Prozessionen begangen wurde. Ein wichtiger Brauch ist dabei das Johannisfeuer, das am Vorabend des 24. Juni abgebrannt wird. Zusätzlich gibt es regional den Johannestanz um oder über das Feuer, um "böse Geister" auszutreiben. An dieser Tradition wird deutlich, dass das Fest des 24. Juni ursprünglich nichts mit dem Heiligen zu tun hatte, sondern ein heidnisches Fest war, das zur Sonnenwende begangen wurde. In manchen Regionen wird auch das Johanniskraut zu Kränzen gebunden und geweiht, ein Gewächs, das gegen Blutungen und offene Wunden, aber auch gegen Magen- und Leberkrankheiten hilfreich sein soll. Schließlich gibt es noch den Brauch, dass man am Johannestag Wasserspender und Brunnen besonders festlich schmückt.

Namensbedeutung:

Johannes ist hebräisch und heißt "Der Herr ist gnädig".

Namensableitungen:

Von "Johannes" lassen sich folgende Namen ableiten: John, Johnny, Jonny, Hans, Hannes, Johann.

Darstellung:

Dargestellt in einem Mantel aus Kamelhaar mit Kreuzstab, Lamm und Taufschale.

Patron:

Johannes der Täufer ist Patron der Lämmer, Schafe, Haustiere, Hirten, Färber, Gerber, Kürschner, Schneider, Sattler, Bauern, Winzer, Gastwirte, Fassbinder, Musiker, Sänger, Tänzer, Kinobesitzer, Architekten, Steinmetze, Maurer, Zimmerleute, Kaminkehrer, Schmiede, der Weinstöcke, der Abstinenten. Gegen Epilepsie, Kopfweh, Schwindel, Kinderkrankheiten, Heiserkeit, Angst und Hagel. Er ist weiterhin Patron von Malta, Burgund, Florenz, Amiens und der Provence sowie der Karmeliter und der Johanniter.

Text: Thomas Mollen, Juni 2004

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