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01.10.2016
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Aus dem kirchensite.de-Archiv
Gespräche mit und über die Canisianer konnten die Gäste des Festaktes zum 150-jährigen Bestehen der Brüdergemeinschaft hören.

Canisianer feierten ihr 150-jähriges Bestehen

Der Gottes-Freundschaft ein Gesicht gegeben

Münster. Ein "Heiligenschein" leuchtet ihnen nicht ums Haupt. Eine Ordenstracht tragen sie ebenfalls nicht, feiern dagegen können sie. Und dennoch sind die "Canisianer" Brüder – Ordensbrüder. Seit 150 Jahren geben sie auf ihre offene und menschennahe Art Zeugnis von ihrem Leben, das "verwurzelt ist in Gott".

Mit mehr als 200 Gästen beging die Gemeinschaft dieses Jubiläum am Pfingstmontag (31.05.2004) und blickte mit Bischof Dr. Reinhard Lettmann sowohl zurück als auch voraus. – Voraus in eine Zukunft, in der sich die derzeit 44 Ordensmänner weiterhin der Not stellen wollen, "dort, wo sie am größten ist".

"Betend, offen für Gottes Geist und bereit, Zeugnis vom Evangelium zu geben" – wie sich in den biblischen Pfingsttagen die junge Kirche gezeigt habe, so lebe und wirke die einst in Kevelaer gegründete Brüdergemeinschaft bis heute. Der Diözesanbischof – vom Ordensleiter Bruder Ludwig Rensing als "oberster Canisianer" begrüßt – dankte in seiner Festpredigt den Männern, die sich seit jeher auf einem "weiten Feld" für die Frohe Botschaft Christi einsetzten und "der Freundschaft Gottes zu den Menschen ein Gesicht – ihr Gesicht" gäben.

Als betende Gemeinschaft stärkten sie ihre Brüderschaft und seien sich gegenseitig mit vielfältigen Begabungen "wertvoll", so Lettmann, der sich - in Tradition der münsterschen Bischöfe – mit der Ordensgemeinschaft stark verbunden fühlt, ist doch sein Fahrer und Begleiter selbst ein "Canisianer".

Gespräche auf dem roten Sofa

Und er ist es, weil er für andere Ordensgemeinschaften "zu stolz gewesen" sei, erzählte Bruder Burkhard Kloster lachend bei einem launigen Festtalk im münsterschen Canisiushaus, seit 50 Jahren die "geistige Heimat" der Gemeinschaft. Statt langer Festreden stellten sich die Brüder hier in fröhlicher Rederunde – sympathisch moderiert von WDR-Journalistin Bettina Feldhaus ihren Gästen vor. Besser: Sie ließen sich vorstellen, denn auf dem roten Sofa nahmen vor allem Menschen Platz, die als "Nicht-Canisianer" ohne beschämt rote Wangen sagen konnten, "was wir selbst nie zu sagen gewagt hätten", betonte Bruder Ludwig.

"Die Canisianer sind eine sehr frohe Gemeinschaft", lobte denn auch der Kameliterpater Prof. Dr. Michael Plattig und unterstrich den Kontakt dieser Brüder zu den Menschen. Auch seien sie – ohne ihre Identität aufzugeben – stets wandlungs- und daher lebensfähig gewesen, betonte er mit Blick auf das niedrige Durchschnittsalter des Ordens.

Jedem Menschen mit Würde begegnen

"Sie haben einfach verinnerlicht, dass man jedem Menschen mit Würde begegnet, egal, wie er aussieht." Ingeborg Roel, seit 25 Jahren ehrenamtlich im Recklinghausener "Gasthaus" aktiv, fasziniert diese "innere Einstellung" der Brüder. In dem auf Canisianer-Initiative eröffneten Backsteinbau gelte die Devise: "Komm´ erst mal rein", ganz gleich wie dreckig oder betrunken du bist, welche Geschichte dein Leben auch immer schrieb. Wer Hilfe brauche, werde eingelassen. Diese Menschen bedingungslos willkommen zu heißen, sei nur an Tagen schwierig, an denen eigene Grenzen spürbar würden, erklärte Bruder Christophorus Reinecke. Schwerer sei, ertragen zu müssen, dass Hilfe nicht angenommen werde – "warum auch immer".

In Mexiko, wo Canisianer in der Mission tätig sind, wird sie angenommen. Seit Jahrzehnten, dankend. "Und das ist nicht nur eine materielle Hilfe." Johannes Laubrock, 1992 erster Zivildienstleistender auf dieser Station, konnte miterleben, wie integriert die Brüder dort in die Gesellschaft seien. Nur so – und nicht als helfende "Fremdkörper" – könne man auch Glauben weitergeben.

Geschwisterlichkeit

Den Glauben an Gott, in "dem wir im Miteinander verwurzelt sind", betonte Angelika Koopmann, die mit ihrer Frauengemeinschaft "Charles de Foucauld" regelmäßig zu Gast im münsterschen Canisiushaus ist und hier spüren dürfe: "Wir gehören dazu." Derartige gelebte christliche Geschwisterlichkeit, auch mit anderen Orden, sagte Bruder Christophorus stellvertretend, wünsche er sich für weitere 150 Jahre Brüdergemeinschaft der Canisianer.

Text und Foto: Kerstin Heil, 31.05.2004

Lesen Sie außerdem über die Canisianer in "kirchensite":
- Porträt: Da, wo Menschen sie brauchen
- Geschichte der Canisianer
- Stichwort: Canisianer

Die Canisianer im Internet:
www.canisianer.de

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