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23.07.2016
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25. Februar

Heilige Walburga von Heidenheim

Lebensdaten

geboren um 710 in England, gestorben am 25. Februar 779 in Heidenheim

Vita

Walburga von Heidenheim wirkte im 8. Jahrhundert als Glaubensbotin in Deutschland. Um 710 wird Walburga als Tochter eines vornehmen angelsächsischen Geschlechts geboren: ihre Eltern sind Richard von Wessex und Wunna, ihre Brüder der heilige Willibald und der heilige Wunibald. Walburga wächst im Kloster Wimborne auf und erhält dort ihre Ausbildung. Von ihrem Onkel, dem heiligen Bonifatius, wird Walburga schließlich gebeten, als Glaubensbotin nach Deutschland zu gehen.

Um 750 erfüllt Walburga ihm diesen Wunsch und reist gemeinsam mit Lioba und Thekla nach Deutschland. Sie tritt zunächst in das Kloster Tauberbischofsheim ein, bevor sie etwa zwei Jahre später in das von ihren Brüdern gegründete Doppelkloster Heidenheim geht. Nach dem Tod ihres Bruders Wunibald im Jahr 761 übernimmt Walburga die Leitung dieses Klosters. Als Äbtissin errichtet sie dort die neue Abteikirche. Unter Walburgas Führung wird das Kloster zu einem bedeutenden religiösen Zentrum.

Walburgas Wirken ist stets durch ihre große Überzeugungskraft und Frömmigkeit geprägt: sie trägt viel zur Verbreitung des christlichen Glaubens unter der zum Teil noch heidnischen Bevölkerung bei. Legenden berichten von verschiedenen Wundern und Heilungen, die auf Walburgas Gebet hin geschehen.

Einmal soll ein todkrankes Mädchen wieder gesund geworden sein, nachdem Walburga es besucht und für sie gebetet hatte. Walburga stirbt am 25. Februar 779 in Heidenheim. In der heute evangelischen Klosterkirche in Heidenheim sind die Gräber von Walburga und ihrem Bruder Wunibald erhalten. Die Reliquien der Heiligen wurden jedoch schon 870 nach Eichstätt in die Sankt-Walburga-Kirche übertragen. Heute werden Reliquien der Heiligen noch an zahlreichen anderen Orten Europas verehrt.

Brauchtum

Walburga wird an vielen verschiedenen Orten verehrt, so tragen eine Vielzahl von Kirchen und Kapellen ihren Namen. Es gibt den Baruch, sogenanntes Walburgis-Öl als Heilmittel in alle Welt zu verschicken. Bei diesem Öl handelt es sich um flüssigen Niederschlag, der auf der Steinplatte der Grabstätte Walburgas in Eichstätt entsteht. Die sogenannte Walpurgisnacht, die Nacht auf den ersten Mai, in der Hexen und andere Zauberwesen ihr Unwesen auf dem Blocksberg treiben sollen, wird manchmal fälschlicherweise mit der heiligen Walburga in Verbindung gebracht.

Namensbedeutung

Walburga bedeutet "die Herrschende und Schützende" (althochdeutsch).

Namensableitungen

Von 'Walburga' lassen sich folgende Namen ableiten: Walburgis, Walpurga, Walpurgis, Wally, Walli.

Darstellung

Walburga von Heidenheim wird als Äbtissin im schwarzen Ordenskleid mit Stab und Regelbuch abgebildet. Manche Darstellungen zeigen sie auch mit einem Ölfläschchen. Des Weiteren wird sie mit drei Ähren abgebildet, weil sie einer Legende nach ein Kind vor dem Hungertod rettete. Andere Darstellungen zeigen sie gemeinsam mit verschiedenen anderen heiligen Familienmitgliedern. Zepter, Apfel und Krone weisen auf ihre adlige Abstammung hin.

Patronin

Walburga von Heidenheim ist Patronin der Diözese Eichstätt, der Wöchnerinnen, Bauern, Haustiere, bei Husten, Hundebiss und Tollwut. Walburga wird angerufen gegen Augenleiden und für das gute Wachstum von Feldfrüchten.

Text: Heike Harbecke, Februar 2004

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