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28.07.2016
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Der Echte Nummer eins: Bischof Nikolaus mit Mitra, Bischofsstab und Chormantel.

Der Schoko-Nikolaus kann verkünden

"Kiek, dat is verkehrt!"

Dinslaken / Cloppenburg. Der Nikolaus war im Grunde keiner mehr: Mit dem Heiligen Bischof von Myra hatte der rauschbärtige, rotbemützte und pausbäckige Mann von den Vereinsweihnachtsfeiern und aus der Fußgängerzone nichts mehr gemein. Auch die Schokoladenversion erinnerte nicht mehr jenen Heiligen, der vor etwa 1.700 Jahren mit vielen Legenden in die Geschichte einging und Anlass für eine Vielzahl von Bräuchen bis in die heutige Zeit war. Und eben das war Anlass für Pfarrer Bernhard Schmedes und Pastoralreferent Markus Gehling, den Kern des 6. Dezembers in Form eines "echten" Nikolauses aus Schokolade wieder ein wenig ins Gespräch zu bringen.

"Die 'Nikolas', die verkleideten Dressmans und die völlig verfremdeten Nikoläuse in den Regalen der Supermärkte gingen uns auf die Nerven, und wir haben gesagt: Jetzt müssen wir was tun", erinnert sich Schmedes, der zu dieser Zeit als Kaplan noch mit Gehling in der St.-Marien-Gemeinde in Dinslaken zusammenarbeitete. 1998 war es, als sich die beiden auf die Suche nach einem Schokoladen-Hersteller begaben, der den Nikolaus noch in seiner historischen Echtheit darstellte: als Bischof mit Mitra, Bischofsstab, Chormantel…

Fündig wurden die Beiden bei einer Firma im Süddeutschen, die ihre Zielgruppe vor allem in den Niederlanden gefunden hatte. "Bei aller Liberalität der Holländer ist ihnen der echte Nikolaus sehr wichtig", erklärt das Schmeede. Nicht so den nordwestdeutschen Verbrauchern, denen es nun den echten Nikolaus schmackhaft zu machen galt. Im ersten Jahr wanderten etwa 750 Stück über Dinslaken in einige Gemeinden des Bistums. Ein Jahr später waren es schon über Tausend, von denen Schmedes einen Teil über seine neue Pfarrgemeinde St. Augustin in Cloppenburg auch in den Offizialatabezirk Oldenburg mitbrachte.

“Schokonikolaus“

Der Echte Nummer zwei:
…mit Albe und Messgewand.

 

Zwei Ideen hätten sie bei ihrem Engagement verfolgt, erinnert sich Gehling: "Zu einen sollte der religiöse Hintergrund des Nikolaustages wieder ins Bewusstsein rücken, zum anderen sollten Spenden, die mit dieser Aktion eingenommen wurden, Entwicklungsprojekten zufließen." Damit würde der Nikolaus auch heute noch dem sozialen Engagement gerecht, von dem in vielen Legenden um die historische Gestalt berichtet wird.

"Das ist nichts Weltbewegendes", weiß Schmedes. Aber doch ein "kleiner missionarischer Ansatz": "Wie eine Neuevangelisierung im Kleinen: Wir füllen den Nikolaustag mit seinem echten Inhalt und setzen damit bei dem ein oder anderen weitere Gedanken in Gang." Ein modernes "Abfallprodukt", das rückwärts wirke: "Die Menschen stellen sich die Frage, warum es jetzt einen Bischof aus Schokolade in der Hand halten und keinen Weihnachtsmann und werden darüber für den eigentlichen Hintergrund des Tages sensibilisiert."

Dass diese Gedanken weiterwirkten, habe er in seiner Gemeinde erleben können: "Eine Großmutter berichtete mir, dass sie ihren Enkeln und Kindern zum ersten Mal wieder die Geschichte des Heiligen Nikolaus erzählen konnte." Und vor den Geschäften in Cloppenburg, in denen der Weihnachtsmann als Nikolaus verkauft würde, blieben heute auch mal die Menschen stehen: "Kiek, dat is verkehrt!"

Im Jahr 2003 waren es schon mehr als 2.000 Exemplare, die den Weg über Dinslaken und Cloppenburg ins Bistum Münster fanden: 150 Gramm Vollmilchschokolade – das ist herkömmlich. Aber eben in zwei neuen Hüllen: "Liturgisch korrekt gekleidet", erklärt Gehling. "Einmal mit Chormantel und Albe, einmal mit Messgewand."

In den nächsten Jahren soll weiter aufgestockt werden – immer mehr Gemeinden könnten sich der Idee anschließen. Etwa 15 sind es derzeit, doch Gehling hat das Gefühl, dass es in katholischen Kreisen mittlerweile "durchaus 'in' ist, den echten Nikolaus zu verschenken". Vielleicht könnte in diesem Fall Konsum und Verkündigung sogar zusammenlaufen: "Die Geschäftswelt sollte das wirtschaftliche Potential engagierter Katholiken nicht unterschätzen." Er hätte nichts dagegen, wenn demnächst der echte Schokoladennikolaus, der im Einkauf in diesem Jahr gerade Mal 90 Cent gekostet hat, auch in den Regalen der Supermärkte seinen Platz finden würde. Denn auch dort gehöre der heilige Bischof hin: Verkündigung mitten unter den Menschen.

Weitere Informationen zum Schokoladennikolaus:
Markus Gehling
Mühlenstraße 11
46562 Voerde
Tel.: 0 28 55/92 35 12

Weitere Informationen im Internet:
- www.bischof-nikolaus.net

Text: Michael Bönte, 06.12.2003

Lesen Sie außerdem in "kirchensite":
- Nikolaustag in St. Nikolaus in Münster-Wolbeck
- Heiligen-Kalender: Heiliger Nikolaus von Myra
- Kirche von A bis Z:Nikolaus
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