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27.03.2017
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Aus dem kirchensite.de-Archiv
Treffen von Abraham und Melchisedek.

Bibelarbeit im September 2008

Der Segen des Melchisedek

(Gen 14,18-20)

Einführung

"Ein gesegnetes neues Jahr" wünschen wir uns. Beim Abschied rufen sich Menschen "Gottes Segen" zu. Was für ein Segen!, ist ein dankbarer Ausruf. "Gottes Segen auf all Deinen Wegen" ist ein bekannter Geburtstagswunsch in Liedform. Von einem segensreichen Wirken ist zuweilen die Rede. Kein Gebet, kein Gottesdienst endet ohne die Bitte um den Segen Gottes. Mit Gottes Segen unterwegs zu sein – ein Wunsch des Menschen, der in Gebeten und Liedern seinen Ausdruck findet. Das Gegenteil vom Segen ist der Fluch. Keiner will unter dem Fluch stehen. Gesegnet will der Mensch sein – und Segen bringen? Allein eine biblische Kategorie? Segenswünsche sind auch heute unter den Menschen oft und zahlreich. Der Segen hat stets etwas mit Lebensverbesserung, Lebensintensivierung, aber auch mit Schutz, Geborgenheit, Begleitung und Kraft zum Handeln zu tun. Der Mensch vertraut sich hier der größeren Kraft Gottes an. Heute gewinnen kirchliche Segenshandlungen wieder an Bedeutung. Das Interesse am Segen Gottes ist groß. Vor allem bei den besonderen Anlässen des Lebens möchten die Menschen den Segen Gottes für sich und insbesondere für ihre Kinder. Darin sehen sie vor allem den Schutz Gottes. Schutz und Geborgenheit sind vor allem auch den Menschen Heilsbegriffe des christlichen Glaubens, denen das biblische, personale Gottesbild fremd geworden ist und die die Fragen nach Schuld und Erlösung, Kreuz und Auferstehung und Nachfolge nur noch am Rande stellen.

In diesem Zusammenhang wird es umso wichtiger zu fragen, welche theologische Bedeutung der Segen hat, welcher Sinn im biblisch in den entscheidenden Situationen des Lebens zugesprochen wird. Die biblische Überlieferung zeigt, dass für das Neugeborene Segenswünsche ausgesprochen werden. Selbst einige Namen enthalten den Segen Gottes. Der Hochzeitssegen ist von umfassender Bedeutung. Er beinhaltet Wünsche für Nachkommenschaft, Wohlstand und ein langes Leben. Besonders wichtig wird der Segen in den Grenzsituationen des Lebens, vor allem in der Stunde des Todes, in der er an die Nachkommen weitergegeben wird. Bekannt ist aber auch der alltägliche Segensgruß, der Reise- und Abschiedssegen. Der Segen wird über Haus, Stadt und Tempel erbeten, aber auch über das Land und die Erde. Das Judentum kennt einen Segen für den Shabbat. Einmalig und für unseren Sprachgebrauch fremd gibt es auch alttestamentliche Belegstellen dafür, dass die Menschen Gott segnen.

Das deutsche Wort "segnen" hat seine Wurzel im lateinischen "signare". Dies bedeutet "abzeichnen", "besiegeln". Wird der Mensch gesegnet, so wird er bezeichnet mit einem heiligen Zeichen und erhält so Anteil an der schützenden und heilenden Kraft der göttlichen Macht, die in diesem Zeichen gegenwärtig ist. Das Hebräische sagt "barak", das Griechische "eulogein", das Lateinische "benedicere". Es meint jeweils das "Gut-heißen" dessen, was erschaffen ist: Mensch, Tier und Erde. Die Antwort des Geschöpfs liegt im dankbaren Lob des Schöpfers. Segnen und gesegnet werden ist ein Beziehungsgeschehen. Es setzt Personalität und Kommunikativität voraus. Die Zuwendung Gottes zum Menschen drückt sich im Segen zeichenhaft aus (durch Handausbreiten, Handauflegen, Kreuzzeichen oder Salbung). Im Segen wird an den Ursprung der Schöpfung erinnert und an das Gute des Ursprungs: "Er sah, dass es gut war." Subjekt des Segens bleibt Gott, der Schöpfer. Menschen können jedoch zum Mittler des Segens werden. So wird Abraham durch seinen Glauben und die Treue zu seiner Berufung ein Segen für andere (vgl. Gen 12,2f.; vgl. auch Gal 3,8f.). Aaron segnet im als Aaronssegen (vgl. Num 6,23-27) bekannt gewordenen Segen das Volk im Namen Gottes. Im durch Menschen vermittelten Segen wird das gut-heißende (bene-dicere, eu-logein) Schöpfungswort Gottes in die Gegenwart hinein lebendig gehalten. Der folgende Text nimmt diesen menschlich, priesterlich vermittelten Segen in den Blick.

Bibeltext: Gen 14,1-24

Es geschah in den Tagen Amrafels Königs von Schinear, Arjochs Königs von Elafsar, Kdor-Laomers Königs von Elam und Tidals Königs von Gojim:
die machten Krieg mit Bara König von Sodom, Birscha König von Gomorra, Schinab König von Adma, Schemeber König von Zbojim und dem König von Bala, das ist Zoar.
Im Tale Sfiddim, das ist nun das Salzmeer, verbanden sich diese alle.
Zwölf Jahre waren sie Kdor-Laomer dienstbar gewesen und im dreizehnten Jahr hatten sie sich empört,
im vierzehnten Jahr aber kam Kdor-Laomer und die Könige, die mit ihm waren,
sie schlugen die Refaer in Aschtrot-Karnajim, die Suser in Ham, die Emer in der Ebene von Kirjatajim und den Choriter in ihrem Gebirge Sfeïr bis El Paran, das an der Wüste ist.
Dann kehrten sie um und kamen nach Rechtsspruch-Quell, das ist Kadesch,
und schlugen alles Gefild des Amalekiters und den Amoriter auch, der in Chazazon-Tamar saß.
Da fuhren aus der König von Sodom, der König von Gomorra, der König von Adma, der König von Zbojim und der König von Bala, das ist Zoar,
und rüsteten Kriegsmacht gegen sie im Tale Sfiddim,
gegen Kdor-Laomer König von Elam, Tidal König von Gojim,
Amrafel König von Schinear und Arjoch König von Elafsar,
vier Könige das gegen jene fünf.
Das Tal Sfiddim aber ist: Erdpech, Grube an Grube;
als nun der König von Sodom und der von Gomorra flohen, warfen sie sich hinein,
die Übrigen flohen ins Gebirg.
Jene aber nahmen sie mitsamt seiner Habe, den Brudersohn Abrams, und gingen davon, der war ja in Sodom ansässig.
Ein Entronnener kam und meldete es Abram dem Ebräer, der wohnte an den Steineichen Mamres des Amoriters, des Bruders von Eschkol und Bruders von Aner, die waren Abrams Bundesmeister.
Als Abram hörte, dass sein Bruder gefangen war, schüttete er seine Eingeweihten, seine Hausgeborenen aus, dreihundertachtzehn, und folgte bis Dan.
Hier teilte er sich wider sie in der Nacht, er und seine Dienstleute, und schlug sie und verfolgte sie bis Choba, das links von Damaskus ist.
So brachte er alle Habe zurück, und auch Lot seinen Bruder und dessen Habe brachte er zurück und die Weiber auch und das Volk.
Da fuhr der König von Sodom ihm entgegen, nachdem er zurückkehrte vom Schlag gegen Kdor-Laomer und gegen die Könige, die mit ihm waren, ins Tal Schawe, das ist das Königstal.

Malki-Zedek aber, der König von Salem, führte heran Brot und Wein,
Priester war der dem Hohen Gott,
und segnete ihn und sprach:
Gesegnet, Abram, dem Hohen Gott,
Stifter von Himmel und Erde!
Und gesegnet der Hohe Gott,
der deine Dränger in deine Hand geliefert hat!
Er aber gab ihm den Zehnten von allem.

Der König von Sodom sprach zu Abram:
Gib mir das Menschenwesen, die Habe nimm dir.
Abram sprach zum König von Sodom:
Ich hebe meine Hand zu IHM, dem Hohen Gott,
dem Stifter von Himmel und Erde:
wenn von Faden bis Schuhriem, wenn ich nehme aus allem, was dein ist,...!
Ohne mich!
Nur was die Knappen verzehrten,
und den Anteil der Männer, die mit mir gegangen sind,
Aner, Eschkol und Mamre,-
die lass ihren Anteil nehmen.
(Die Schrift. Die Fünf Bücher der Weisung. Verdeutscht von Martin Buber, gemeinsam mit Franz Rosenzweig)

Hintergrund

In zwei Funktionen wird Melchisedek vorgestellt, als König und Priester. Um den priesterlichen Segen jedoch geht es. In seiner priesterlichen Funktion spricht Melchisedek den Segen über Abraham. Dies lässt nach der Bedeutung des Priestertums im Alten Testament fragen.

Die Ursprünge des alttestamentlichen Priestertums befinden sich im Dunkel der Geschichte. Erste priesterliche Funktionen finden sich bei den Sippenhäuptern im Clanverband, so bei Altargründungen und der Anrufung des Gottesnamens (vgl. Gen 12,8; 35,7). Aus der Richterzeit sind Lokalheiligtümer mit zugehörigem Kultpersonal bekannt, so die Heiligtümer von Schilo, Dan oder Bet-El. Die Anfänge der Samuelerzählung finden sich bei der Priesterfamilie Elis in Schilo. Der biblische Bericht erzählt aber auch von sakralen Opferhöhen in Rama, Gibea oder Gibeon, die in der Königszeit vor allem mit der Tätigkeit der Leviten in Verbindung gebracht werden. Den Beginn priesterlicher Tätigkeit markiert dabei nicht das Opfern, sondern die Orakelbefragung.

Als Institution ist von der Priesterschaft erst zu Beginn des Königtums auszugehen. Bekannt ist, dass zu besonderen Anlässen auch der König selbst kultische Aufgaben übernehmen konnte (1 Kön 12,33). Zur Einführung eines Opferkultes kommt es zur Zeit Davids, als er mit der Übernahme des einst jebusitischen Heiligtums in Jerusalem den Opferkult initiierte (2 Sam 24,25). Überliefert ist zudem, dass der Oberpriester Zadok von David nicht nur übernommen, sondern auch mit einer religionspolitischen Führungsposition ausgestattet wurde. Von ihm leitet sich das zadokidische Priestertum ab, das über Jahrhunderte in Juda führend bleiben sollte. Der Zusammenbruch des Nordreiches Juda im Jahr 722 v. Chr. brachte in der Folge viele Priester und Leviten nach Jerusalem, in der Hoffnung auf eine Anstellung am Jerusalemer Heiligtum. Die Kultzentralisation Joschijas, die mit der Zerstörung der Höhenheiligtümer einherging, verstärkte die Problematik der Situation erneut. Noch stärker jedoch stellt sich die Frage nach Funktion, Aufgabe und Rolle der Priester mit dem Ende des Ersten Tempels 586 v. Chr. und in der nachfolgenden nachexilischen Zeit. In der Zeit der Entmachtung des Königtums tritt nun eine andere Führungsgestalt in Erscheinung: die des Hohepriesters. Bis ins 2. Jh. v. Chr. Hinein leitet sich das Hohepriestertum aus der Linie Zadoks ab, bis das Amt nach einer strengen Hellenisierungspolitik Antiochus IV. Epiphanes und der Ermordung Onias III. durch die Hasmonäer übernommen wird (vgl. 1 Makk 14,41f.). In Reaktion darauf entsteht in Qumran die Gemeinschaft einer heiligen Jahwe-Gemeinde unter priesterlicher Führung. Die Entmachtung des Hohepriesters durch Herodes konnte jedoch den Einfluss hohepriesterlicher Macht für die Zeit Jesu nicht mindern. Zwei Priesterfamilien sichern sich im Gegenzug eine besondere Stellung, die Familie der Boethusianer und die Familie des Hannas. Beide stellen ohne Rücksicht ihre jeweiligen Machtinteressen in den Vordergrund, was zur Folge hat, dass die sadduzäische Priesterelite und die Hohepriesterfamilien in Verruf geraten. Eine große Zahl weiterer Priesterklassen verrichtete jedoch normal und regelmäßig ihren Tempeldienst.

Im Neuen Testament sind nur wenige Personen genannt, die mit dem jüdischen Priestertum in Verbindung gebracht werden. Zacharias wird bei der Geburtsankündigung des Täufers als Priester vorgestellt (vgl. Lk 1,5). Aus der Urgemeinde wird vom Zuzug einer großen Schar von Priestern berichtet (vgl. Apg 6,7). Die neutestamentlichen Bezugnahmen bleiben spärlich.

Was zeichnete jedoch das jüdische Priestertum aus? Dies bleibt nicht zuletzt hinsichtlich des Priesteramtes Christi interessant. In älterer Zeit war die Tradition vorherrschend, Priester in ihr Amt einzusetzen. Seit dem Exil jedoch kristallisierte sich immer stärker ein exklusives männliches Erbpriestertum heraus. Die Priesterfamilien, die sich auf Levi, Aaron oder Zadok zurückführen, tradieren ihr Amt innerhalb der Familie. Eines haben die Priester gemein, was sie auszeichnet: Ihre priesterliche Existenz zeigt sich in ihrer Befähigung zur Vermittlung zwischen dem Heiligen und dem Profanen, zwischen Gott und Mensch. Dies setzt eine besondere Heiligkeit des Priesters voraus (Lev 21,6), die den Priester der profanen Welt enthebt. Ein Priester soll vor allem rein sein und zwischen rein und unrein unterscheiden. Dies betrifft alle Alltagsvollzüge des Menschen von den Zeiten bis zu den Speisen, vom Umgang mit Tieren, mit Menschen, mit Gott selbst.

Die Institution der Priesterschaft lenkt den Blick aber auch auf die Person. Drei Namen sind es, die für die Geschichte Israels im Blick auf das Priestertum wichtig werden: Melchisedek, Levi und Aaron. Sie zählen zu den führenden Priestergestalten des Alten Testaments. Wer waren diese drei Priester? Was wissen wir über sie? Was berichtet das Alte Testament über sie? Und was erfahren wir durch sie über das Priestertum der Zeit?

An verschiedenen Stellen berichtet das Alte Testament von den Leviten. In Ri 17f. findet sich die Erwähnung einer Anstellung eines "Leviten" aus Bethlehem. Die Leviten werden von Mose aufgefordert, das am Sinai von Jahwe abgefallene Volk zu bestrafen (vgl. Ex 32,26-29). Hier verkörpern die Leviten die Gruppe von Menschen, die Jahwe die Treue erweisen. So scheint es sich um Jahwe-Verehrer zu handeln – so ihr Charakteristikum – , weniger um einen eigenen Stamm, wie vielfach angenommen wurde.

Bis zum 7. Jh. v. Chr. wurde die Gruppe der Leviten mit den Höhenheiligtümern in Verbindung gebracht. Ihre Zerstörung durch Joschija brachte die Leviten nach Jerusalem, wo sie jedoch mit dem etablierten Priestertum des Jerusalemer Tempels in Konkurrenz gerieten. Wie stark die Leviten von nun an zwischen Ablehnung und Integration standen, schildern die Priesterschrift, die Chronik sowie der Prophet Ezechiel. Schließlich werden die Leviten zum niederen "Klerus" gerechnet. Zwar wurden ihnen noch Dienste ganz unterschiedlicher Art am Tempel zugeschrieben, doch büßten sie den Quellen zufolge in ihrem priesterlichen Selbstbewusstsein schwer ein.

Die deuteronomistische Redaktion schildert jedoch eine volle Gleichberechtigung der Leviten. Sie nennen sie sogar Priester-Leviten. Überraschend ist jedoch, dass die Leviten zusammen mit den Witwen, Waisen und Fremden genannt werden (vgl. Dtn 26,12f.). Von der Zehntgabe sollen sie leben. Dies jedoch geht auf eine frühe Tradition zurück, nach der Levi, die Gründer- und Bezugsgestalt der Leviten, anders als seine Brüder keinen Anteil an Land und Erbbesitz haben sollte. Als sein Erbe gilt ausschließlich Jahwe (vgl. Dtn 10,9). So nennt Mose in seinem Segen über die Stämme die Aufgaben der Leviten explizit: "Sie wachen über deinen Bund. Sie lehren Jakob deine Rechtsvorschriften, Israel deine Toraweisung. Sie legen Weihrauch auf(...) legen das Ganzopfer auf deinen Altar." (Dtn 33,9f.) Num 3,11f. geht noch einen Schritt weiter und verleiht den Leviten eine exklusive Sonderrolle, wenn es sie als Erstlingsgabe bei Jahwe bezeichnet. So bringen sie nicht nur Opfer dar, sondern werden selbst zum Opfer Israels an Jahwe (vgl. Hebr 7,27).

In einer Kritik an den Priestern erinnert der Prophet Maleachi an den Levi-Bund. Leben und Frieden bedeutet er für Levi (vgl. Mal 2,8). Das enge Bindungsverhältnis der Leviten zu Jahwe spiegelt sich auch hierin. Mit Levi ist der Beginn des Priestertums in Israel gesetzt. Dies bestätigt auch das apokryphe "Testament der zwölf Patriarchen", das zwar von einer doppelten Führungsrolle in Israel spricht, das Königtum jedoch dem Priestertum unterordnet: "Juda spricht: Mir gab der Herr das Königtum, jenem (Levi) das Priestertum. Und er ordnete das Königtum dem Priestertum unter" (TestXII. Jud 21,2f.). Weiterhin wird Levi als Urpriester und Segensmittler beschrieben.

Neben dem "Testament der zwölf Patriarchen" nennt auch das "Jubiläenbuch" Levi als priesterliche Gründungsgestalt (Jub 30,18 u.a.). Hier wird Levi als "Priester des höchsten Gottes" vorgestellt. Daneben gilt er aber auch als großer Toramittler. Die Qumrantexte unterscheiden zwischen Priestern und Leviten. Beide werden als "heilig" und "Söhne eines ewigen Kreises" bezeichnet. Levi wird zudem zusammen mit Israel, Aaron und den zwölf Stämmen auf dem Kampfschild gegen das Böse in der Endzeit genannt (1 Q M 5,1). Es fällt jedoch auf, dass die theologischen Konnotationen im Vergleich zu den kanonischen Texten deutlich abnehmen. Im Neuen Testament ist die Bedeutung der Leviten marginal. Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter wird ein Levit erwähnt, der jedoch am Verletzten vorbeigeht (vgl. Lk 10,32). In der Apg wird der Levit Josef Barnabas genannt (vgl. Apg 4,36). Über eine mögliche priesterliche Rolle gibt der Text jedoch keine Auskunft. Unter den Vorfahren Josefs werden zwei Personen mit Namen Levi genannt (Lk 3,24.29). Über mögliche Bezüge zum Priestertum wird jedoch nichts ausgesagt. Mk 2,14 par Mt 9,9 erwähnt den Zöllner Levi, Sohn des Alfäus. Ein Bezug zum levitischen Priestertum Israels ist aber auch hier nicht erkennbar.

In Hebr 7,4-10 wird Levi im indirekten Vergleich zu Aaron und Melchisedek genannt. So spricht Hebr 7,9  davon, dass Levi "noch in des Vaters Lenden, in Abraham den Zehnten" entrichtet. Hier dürfte wohl eine Anspielung auf Gen 14,18-20 liegen, wo  Abraham Melchisedek den Zehnten entrichtet. Der Hebräerbrief, der stark in Parallelen und Typologien argumentiert, dürfte auch hier die typologische Überlegenheit Melchisedeks über Abraham im Blick haben. Schließlich begegnet in der Offenbarung des Johannes der Stamm Levi mit 1200 Bezeichneten. Eine mögliche priesterliche Funktion spielt aber auch hier keine Rolle.

Levi ist eine der führenden, aber nicht die einzige priesterliche Gestalt Israels. Aaron, auch Zadok sind bekannt, und Melchisedek. Die priesterlichen Gruppierungen, die sich auf diese Gründergestalten zurückführen, standen lange in Konkurrenz zueinander. So verschreiben sich die großen Literaturwerke des Alten Testaments, die Priesterschrift und das Deuteronomistische Geschichtswerk, unterschiedlichen priestertheologischen Konzeptionen. Das Deuteronomium nennt die "Priesterleviten", die Priesterschrift die "Söhne Aarons", Ezechiel "die Söhne Zadoks", der Chronist schafft Verbindungslinien.

Das Profil Aarons als Priester kristallisiert sich erst spät in der Geschichte Israels heraus. Spiegeln vorexilische Texte in weiten Zügen ein ambivalentes Aaronbild, das sich primär in einem Spannungsverhältnis zu Mose manifestiert (vgl. Ex 17,10ff.) und ohne priesterliche Zuschreibungen bleibt, so zeigt die Priesterschrift im Gegenzug eine deutliche priesterliche Profilierung. Als typische Formel begegnet "Aaron und seine Söhne". So weist die Nachbearbeitung der Sinaiperikope Ritualvorschriften auf, die eine priesterliche Existenz sowie priesterliche Handlungen voraussetzen. Zudem ist in dem Begegnungszelt wohl der Beginn der Institution des Priestertums zu sehen.

Ex 29,5ff. beschreibt die Weihe Aarons durch Mose nach göttlicher Anordnung. Die Priesterschrift verbindet darüber hinaus die Offenbarung des Priesteramtes mit der Präsenz Jahwes im Heiligtum, indem am Ende der Offenbarung des Priesteramtes der Einzug Jahwes in den Tempel geschildert wird. Gottes Wohnungnehmen unter dem Volk ist so unweigerlich mit Aarons Priesteramt verbunden. Das aaronitische Priestertum rückt so auch in eine unmittelbare Nähe zum Exodusgeschehen und zum Sinaibund. Der Einfluss des aaronitischen Priestertums wird zunehmen größer bis hin zur Bekleidung des hohepriesterlichen Amtes, eine Entwicklung, die nicht ohne Rivalität zum zadokidischen Priestertum Jerusalems verlief. Die hierokratische Herrschaftsstruktur im Israel der nachexilischen Zeit misst dem Hohepriester eine hohe Führungsrolle zu, ehe ab der Zeit der Hasmonäer im 3. Jh. v. Chr. die hohepriesterliche und die politische Autorität ineinander übergehen.

Für die nachexilische Zeit ist die Rolle des Hohepriesters jedoch nicht hoch genug einzuschätzen. So wird ihm eine besondere Heiligkeit zugeschrieben, die seine Stirn exponiert schmückt, erkennbar für alle: "Heilig für Jahwe" (Ex 28,36). Mit dieser Heiligkeit einher geht eine hohe religiöse Verantwortung für das Volk. Dies spiegelt sich auch in der Einhaltung besonderer Reinheitsmaßnahmen sowie in der Erwähnung der zwölf Stämme-Namen auf dem Brustschild wieder. Dem Hohepriester werden in der Spätzeit Israels auch messianische Attribute beigemessen. Der Hohepriester lebt in einem "ewigen Bund" (Sir 45,15), als "Fürst des Hauses Gottes" (2 Chr 31,11) wird er bezeichnet. Bekannt ist vor allem die rituelle Handlung des Hohepriesters in der großen Sühneliturgie des Versöhnungstages (vgl. Lev 16). Als einziger hat er einmal im Jahr Zutritt zum Allerheiligsten des Tempels und darf den Namen Jahwes aussprechen. Er vollzieht den Blutritus an der Sühneplatte und spricht das stellvertretende Sündenbekenntnis für das Volk, das seinen Höhepunkt in der Entsündigung durch den Sündenbock erfährt. Der Hohepriester wird hier zum Mittler mit soteriologischer Funktion (vgl. Hebr 7). Das aaronitische Priestertum wird neutestamentlich ausschließlich im Hebräerbrief eingeholt. Die Berufung Christi zum Hoheprieser wird mit dem jüdischen Hohepriester parallelisiert, indem beider Berufung auf die Initiative Jahwes zurückgeführt wird (Hebr 5,4). Christi Priesteramt wird in der Folge jedoch gegen das levitische sowie das aaronitische Priesteramt abgegrenzt und in die Ordnung Melchisedeks gesetzt (vgl. Hebr 7,11.17).

Auslegung

Was erfährt der Leser neben Levi, Zadok und Aaron schließlich über Melchisedek? Nur wenige biblische Belege führen zu seiner Gestalt, und doch hat er Gewicht in der jüdischen und christlichen Tradition. Eingeführt wird Melchisedek im Abrahamzyklus (Gen 12-25) in Gen 14,18-20 als König von Salem und Priester des Höchsten Gottes. Innerhalb des Textgefüges von Gen 14 muten die Verse über Melchisedek fremd an. Unvermittelt und kontextlos tritt Melchisedek auf die Bühne. In knappen Worten wird ihm hohe Bedeutung beigemessen. Er scheint zunächst eine Begegnung zu unterbrechen. So steht Abraham dem König von Sodom gegenüber (Gen 14,17), dessen Worte zu Abraham noch ausstehen. Nach dem Zug der Ostkönige gegen das Jordantal und der Befreiung Lots durch Abraham stehen die Verhandlungen über die Beute im Raum. In der Begegnung Abrahams mit dem König von Sodom liegt der ältere Schluss von Gen 14.

Der Dialog zwischen Abraham und dem König von Sodom beginnt unvermittelt. Ohne Gruß ergeht die Aufforderung an Abraham, dem König von Sodom die aus der Hand des Feindes befreiten Bewohner Sodoms zurückzugeben. Die Beute, seien es materielle Dingen oder Menschen, stand dem Sieger zu. Dies war Abraham. Der König von Sodom schlägt einen diplomatischen Weg ein: Ein Verzicht auf die materiellen Dinge der Kriegsbeute soll die Freigabe der Bürger von Sodom bewirken. Abraham verzichtet jedoch mit Nachdruck darauf. Durch einen feierlichen Eid bei Jahwe verleiht er seinem Verzicht Gewicht. Im Schwurgestus erhebt er seine Hand zu Jahwe, der die Gottesprädikation "Höchster Gott, Schöpfer des Himmels und der Erde" (Gen 14,22) trägt. An dieser Stelle sei darauf verwiesen, dass im feierlichen Schwur Abrahams der "höchste Gott" mit Jahwe identisch ist. In der Begegnung Abrahams mit Melchisedek wird diese Gottesprädikation erneut Erwähnung finden. In seinem Verzicht auf die materielle Beute kommt zum Ausdruck, dass nicht das Geringste, vom Faden bis zum Schuhriemen, Abraham gehören soll.

Auch ein Grund hierfür wird genannt: Abraham will sich dem König von Sodom in keinster Weise verpflichten. So galt die Kriegsbeute, die Abraham den besiegten Feinden hätte können, als rechtmäßiger Besitz des Königs von Sodom. Der Verzicht auf die materielle Kriegsbeute zeigt so die Souveränität Abrahams. Eine Vermehrung eigenen Reichtums war nicht in seinem Interesse. Vielmehr wird Abraham hier zur Vorbildfigur, der sich für Gerechtigkeit, Freiheit und Unversehrtheit der Menschen im Land einsetzt. Denn als Intention Abrahams, in den Feldzug der Könige einzugreifen, wird die Befreiung seines "Bruders" Lot und all derer, die zu ihm gehören, aus der Hand des Königs Amrafels genannt. Einzig den Bundesgenossen Abrahams, Aner, Eschkol und Mamre, ohne die die Befreiungsaktion nicht möglich gewesen wäre, soll der volle Anteil der Kriegsbeute gelten.

In diese Situation hinein fügt der Text die Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek ein. Der König von Sodom wird zum Betrachter dieser Szene. Vieles spricht für einen nachträglichen Einschub der Melchisedek-Episode (Gen 14,18-20), zumal der König von Sodom nach dem Abschluss der Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek ohne Bezugnahme auf diese zu seinem Anliegen kommt. Auffällig ist zudem, dass innerhalb von Gen 14 die Melchisedek-Verse die einzigen mit einer theologischen Konnotation sind. Für die Integration in die Abrahamerzählung ist das nicht ohne Bedeutung, handelt doch das Folgekapitel Gen 15 von Gottes Bund mit Abraham. Auch die Sprache verweist auf einen sakralen, ja institutionellen Kontext, der in der Welt des biblischen Abraham nicht beheimatet war. So setzt das Priestertum ein Ortsheiligtum voraus, dieses wiederum eine Stadtkultur, deren früheste Belege in der Geschichte Israels mit der Königszeit Erwähnung finden, in der die Jebusiterstadt Jerusalem zur Hauptstadt des davidischen Reiches wird (2 Sam 5,9).

Wer ist nun dieser König, dessen Königlichkeit schon Bestandteil seines Namens ist: Melchi-sedek = mein König ist Gerechtigkeit? Vorgestellt wird er als König von Salem. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist Jerusalem gemeint (vgl. Ps 76,3). Mit Salem gibt der Text eine altertümliche Fassung des Stadtnamens Jerusalem wieder, eine Formulierung, die sich in den Gesamtduktus von Gen 14 gut einfügt. Unüblich ist jedoch die Verbindung Abrahams mit Jerusalem. Andere Orte wie Sichem, Bethel und Hebron werden stärker mit ihm in Verbindung gebracht. Auch der Negev, Gerar und Beersheba werden als Abraham-Orte überliefert. Jerusalem jedoch zählt nicht zu diesen Städten. Die Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek wird im Schawetal lokalisiert, das ein Glossator mit dem Königstal in Verbindung bringt. Eine genaue Verortung bereitet Schwierigkeiten. Einzig die Angabe aus den "Antiquitates" des Flavius Josephus, das Königstal befinde sich zwei Stadien von Jerusalem entfernt (Ant. VII 10,3), lässt auf eine nähere Umgebung Jerusalems schließen. Zudem hat sich Abschalom im Königstal nach 2 Sam 17,18 ein Denkmal errichten lassen. Die Vermutung liegt nahe, dass das Königstal sich in der Nähe des Kidrontals, in der Nähe der Davidsstadt unweit des Tempels von Jerusalem liegt.

Die räumlichen Angaben treten jedoch hinter der Begegnung Abrahams mit Melchisedek zurück, zumal Jerusalem erst spät für die Geschichte Israels an Bedeutung gewinnt. Die kurze Begegnung ist von einem Geschehen geprägt, das wie ein Leitbegriff die Szene durchzieht: der Segen. Dreimal wird das theologisch zentrale Wort "Segen, segnen" (hebr. baruk) genannt. Melchisedek segnete Abraham (Gen 14, 19). Er sprach: Gesegnet sei Abraham (Gen 14,19)... und gepriesen sei der Höchste Gott (Gen 14,20). Ein doppelter Segen ist hier formuliert. In der geschickt gewählten Reihenfolge, zunächst Abraham und dann Gott als Gesegneten zu preisen, gelingt es dem Text, der Segnung Abrahams von der Segnung Gottes her ihre inhaltliche Bestimmung zu geben. Die Auslieferung der Feinde an Abraham wird im Horizont des göttlichen Segens begriffen. Die klare Hinordnung der Segensformulierung auf die im Vorfeld erzählten kriegerischen Auseinandersetzungen und die Auslieferung der Feinde zeigt erneut, dass die Segenshandlung sowie die Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek wohl ein späterer Einschub ist.

Dies wirft auch ein neues Licht auf die Auseinandersetzung zwischen Abraham und den Feinden im Zuge der Befreiung Lots. Betont die ursprüngliche Erzählung Entschlossenheit, Mut, schließlich auch Großherzigkeit und Stolz Abrahams, so zeigt die Begegnungsszene zwischen Abraham und Melchisedek in der Segensfürbitte, dass gerade der Segen des Höchsten Gottes den Sieg Abrahams über die Ostkönige ermöglicht hat (Gen 14, 20). Dies ist ein gänzlich neuer Aspekt unter den segensreichen Abrahamverheißungen. Unter einer segensreichen Verheißung versteht das Alte Testament zunächst und zuvorderst Fruchtbarkeit und Wachstum. Gen 12,2 nimmt dieses Segensverständnis für Abraham auf, indem ihm verheißen wird, dass er zu einem großen Volk werden wird. In engem Zusammenhang mit der Verheißung der Nachkommenschaft, aber nicht als Segen bezeichnet, wird in der Folge die Verheißung des Landes an Abraham ergehen. Im Rahmen der Melchisedek-Episode besteht das Segensgut im Sieg über die Feinde. Dieser neu definierte Segen wird Abraham jedoch nicht von Jahwe, sondern von einem Priester zugesprochen. Ein priesterlich vermittelter Segen ist der älteren Abrahamüberlieferung jedoch sonst fremd, selbst in der Priesterschrift findet sich keine Parallele zum Melchisedek-Segen.

Melchisedek vertraut Abraham dem Segen Gottes an. Es handelt sich so weniger um eine Segenshandlung, sondern vielmehr um eine Bitte um den Segen für Abraham durch Jahwe. Die eigentliche Segenshandlung wird damit Jahwe übertragen. Der unmittelbare Segen Jahwes an Abraham ergeht an ihn in Gen 12,2 in der Verheißung der Volkwerdung. Und doch ist die Bitte um Segen für Abraham, erbeten von einem Menschen, einem König und Priester, gerade in dieser priesterlichen Funktion von besonderer Wirkkraft, verweist nicht zuletzt auch die Stadt Salem (Jerusalem), mit der Melchisedek in Verbindung gebracht wird, gerade in der Fürbitte und im Jahwebekenntnis auf den Jerusalemer Tempel und den dort amtierenden Hohenpriester. Ihm galt das Vorrecht, den Segen Jahwes für Israel zu erbitten (vgl. Num 6,22-27). Der Segen, den Melchisedek für Abraham erbittet, ist der Segen des Höchsten Gottes zu, des El Eljon. El ist die Gottesbezeichnung des westsemitischen Hochgottes El. Eljon galt lange Zeit als Beiname dieses Gottes El.

Neuere Erkenntnisse zeigen jedoch, dass es sich vermutlich um eine eigenständige Gottheit handelte, deren Verehrung vor allem aus dem syrischen Raum des 1. Jht. v. Chr. bekannt ist. In Gen 14,18-20 ist diese ehemalig eigenständige Gottesbezeichnung Gottesattribut: El Eljon ist aus Verfassersicht nicht zuletzt im Zusammenhang mit Gen 14,22 kein anderer als Jahwe. Hierin zeigt sich die Kunst des Verfassers, mit Hilfe der literarischen Konstruktion den Leser jenseits der Frage historischer Realitäten zum Jahwe-Bekenntnis zu führen. Dem heidnischen Priester Melchisedek jedenfalls dürfte Jahwe nicht vertraut gewesen sein. Ebenso wenig dürfte ihm bewusst gewesen sein, dass er im El Eljon, dem Höchsten Gott, Jahwe, den Gott Israels, verehrte. So zeigt der Redaktor von Gen 14, dass im Segen des Höchsten Gottes letztlich der Segen Jahwes über Abraham liegt, zumal der El Eljon mit Gen 14, 20 das Attribut "Schöpfer des Himmels und der Erde" trägt.  So spiegelt sich in der literarischen Kunst und Leistung eine zentrale theologische Aussage. Indem der Redaktor die Figuren Abraham und Melchisedek je von ihren ursprünglichen Kontexten löst, gelingt ihm ein Sprung in zentrale israelitische Geschichte und Kultpraxis hinein: so verstanden ist in der Melchisedek-Szene ein Hinweis auf das sakrale Priestertum nicht zu übersehen.

Von den davidischen Königen ist bekannt, dass sie auch priesterliche Funktionen ausüben konnten (1 Kön 8,14-61). Darüber hinaus rückt auch Jerusalem als Ort des späteren Tempels ins Blickfeld des Betrachters. Der Tempel Jerusalems gilt als einziger legitimer Ort der Verehrung des Gottes Israels (vgl. Dtn 12,4.7) und zugleich als einzig legitime Opferstätte. Aus diesem Grund konnte Melchisedek keine Opferhandlung zugeschrieben werden, wenngleich seine Funktion als König und Priester dies erwarten ließe. Auch die dargebrachten Gaben, Wein und Brot, rufen beim Leser die Vorstellung von Opfergaben wach. Eine Opferhandlung oder ein Opfermahl erzählt der biblische Text jedoch nicht. Vielmehr wird der Eindruck erweckt, Abraham werde diese Gaben wie einem Gast als Speise und Trank angeboten. Melchisedek rückt so in die Rolle des Gastgebers, allerdings eines priesterlichen und königlichen. Der Segen, den Melchisedek unmittelbar nach der Herausgabe von Brot und Wein über Abraham spricht, ist auch von den Gaben nicht zu trennen.

Die Antwort des Abraham auf die Bitte des Priesters für ihn sowie die Darreichung der Gaben ist die Entrichtung des Zehnten. Die Entrichtung des Zehnten galt in Israel als kultische Einrichtung (Dtn 12,6.11.17). Freilich ist dies keine Einrichtung der Zeit Abrahams, sondern spiegelt in der Übertragung der Szene in exilisch-nachexilische Zeit die Praxis des Zweiten Tempels in Jerusalem. Geschickt gelingt es dem Redaktor, in der Schilderung der Gabe des Zehnten durch den Patriarchen Abraham zugleich den Anspruch der Priesterschaft am Tempel von Jerusalem zu wahren. Die Zehntgabe ist aber auch Ausdruck der Dankbarkeit und Frömmigkeit des Abraham, der in dieser religiösen Institution dem Höchsten Gott, Jahwe, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, Ehre erweist. Der Lohn liegt für Abraham demnach nicht in den materiellen Gütern, die ihm der König von Sodom anbietet, sondern allen im Segen Jahwes.

Diesen wenigen Versen in Gen 14,18-20 wäre jedoch wenig Beachtung geschenkt worden, wenn nicht zwei andere Textstellen Melchisedek mit dem messianischen Priester und König in Verbindung gebracht hätten und nicht zuletzt eine lange frühjüdische Melchisedek-Tradition bestehen würde. Die beiden biblischen Erwähnungen finden sich in Ps 110,4; Hebr 7. Der Psalm besingt die Einsetzung des davidischen Königs auf dem Zion, dem erstaunlicherweise priesterliche Aufgaben zugesprochen werden. Von den Königen Jerusalems ist nur selten eine priesterliche Funktion überliefert (1 Kön 8,62-64). Bekannt ist diese Doppelrolle als Priester und König eher aus Kanaan. Die theologische Aussage, die in Ps 110, 4 in der Zuschreibung des inthronisierten Herrschers durch das Priestertum des Melchisedek Gewicht erhält, gewinnt umso mehr an Bedeutung, wird der Herrscher, des Inthronisation der Psalm besingt, nicht meinem gegenwärtigen davidischen König, sondern vielmehr mit dem kommenden Messias-König in Verbindung gebracht. Die Melchisedek-Figur würde dann aus ihrem Kontext in der Genesis gelöst, um messianische wie eschatologisch gedeutet zu werden. Dies freilich setzt voraus, dass Gen 14,18-20 die ältere, Ps 110,4 die jüngere Textversion ist. Hierüber besteht keine Klarheit.

Melchisedek findet jedoch nicht nur alttestamentlich Erwähnung, sondern hat eine lange Tradition in frühjüdischen apokryphen, vor allem apokalyptischen Schriften. Im Genesis Apokryphon herrscht keine Unklarheit mehr über den Ort Salem. Vielmehr wird dieser Ort explizit mit Jerusalem angegeben. Die in der alttestamentlichen Tradition "Brot und Wein" genannten Gaben des Melchisedek werden durch die Bezeichnung "Speise und Trank" ersetz. Zudem ist es nicht mehr eine Gabe allein für Abraham, sondern für Abraham und die Männer, die mit ihm unterwegs waren. Der Aspekt der Bewirtung der Gäste rückt in den Vordergrund, und die Vermutung, es könnte sich um ein Opfer handeln, wird gänzlich vermieden, zumal Melchisedek als heidnischer Priester diese Gaben herausbringt, und Abraham als Urvater Israels nur sein Gast, nicht aber Teilnehmer einer heidnischen Opferhandlung sein kann.

Im Jubiläenbuch wird ausschließlich die Begegnung genannt, Melchisedek findet jedoch keine namentliche Erwähnung mehr. Die Zehntgabe wird nicht durch Abraham geleistet, sondern durch einen Sklaven seines Hauses, ausdrücklich nicht an Melchisedek, sondern an den Herrn bei Abram und seinem Samen. Die Bitte  um den Segen entfällt.

Eine hohe Bedeutung erhält Melchisedek in den Texten von Qumran. Als eschatologische Figur wird ihm eine enge Verbindung mit den Engeln zugeschrieben. Er gilt auch als himmlische Gestalt, die im Endkampf die Führung übernehmen werden. Für die Zeit nach dem Endkampf wird Zion vom Gottgesalbten die Herrschaft des Melchisedek verkündet.

Das slavische Henochbuch, eine jüdische Apokalypse, kennt Melchisedek als protologische und geschichtliche Figur. Melchisedek ist demnach der Sohn der Sopanima, der sehr betagten Frau des kinderlosen Bruders Noachs, Nir. Vaterlos wurde Melchisedek empfangen, nach dem Tod der Mutter geboren, und als Dreijähriger mit dem Siegel des Priestertums neben der toten Mutter sitzend von Nir und Noach gefunden. Nir und Noach sahen darin die Erneuerung des Priestertums durch Gott. Weiter kündigt Gott Nir an, Melchisedek werde in der Sintflut nicht umkommen, sondern vielmehr ins Paradies entrückt und zum Haupt aller Priester werden. 40 Tage nach seiner Geburt wird Melchisedek von Michael ins Paradies entrückt. Sieben Jahre nach seiner Rückkehr auf die Erde wird ein gerechter Mann ihn in seinem Versteck finden und ihn herausführen, so dass er der erste Priester und König der Stadt Salem sein wird. Dieser gerechte Mann wird mit Abraham identifiziert, dem so die Aufgabe zukommt, Melchisdek seine priesterliche und königliche Funktion erst zu ermöglichen. Abraham wird hier nicht mehr wie in der biblischen Tradition als Befreier Lots, sondern vielmehr als Befreier Melchisdeks gesehen.

Das slavische Henochbuch erfuhr jedoch auch eine christliche Bearbeitung. Es kam nun zu deutlichen Akzentverschiebungen. So wird Melchisdek als Haupt aller angesehen, als großer Hoherpriester, Wort Gottes und Kraft, der große Wunder vollbringt und herrlicher sein wird als alle Gewesenen (slHen 71,34b). Ein Blick in Hebr 7,17: "Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung des Melchisedek" zeigt im Blick auf das Verständnis Jesu Christi die Parallelen. So finden frühjüdische Melchisedek-Traditionen in der christlichen Frühzeit weite Verbreitung.

Das Neue Testament nennt Melchisedek mit Hebr 7 als Typ des ewigen Hohenpriesters Christus. Hervorgehoben wird zunächst sein Name, "König der Gerechtigkeit." In seiner Funktion als "König von Salem" wird in der Bezeichnung "König des Friedens" neben der Gerechtigkeit auch der Friede explizit betont. Gerechtigkeit und Friede zählten zum geistigen Fundament der messianischen Zeit. Hebr 7,3 fährt fort "ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum, ohne Anfang seiner Tage, ohne Ende seines Lebens, ähnlich dem Sohne Gottes, bleibt er Priester in Ewigkeit." Diese Vorstellung dürfte auf Gen 14,18-20 zurückgehen, denn auch hier fehlen nähere persönliche Angaben. Der Hebräerbrief deutet dies typologisch. In freier Parallele zu Ps 110,4 sieht der Hebräerbrief Melchisedek allein aufgrund des Fehlens genealogischer Angaben als "Priester in Ewigkeit". Weiterhin wird er im Hebräerbrief als eine Gestalt gesehen, die das levitische Priestertum bei weitem übertrifft, und dies vor allem deswegen, weil Melchisedek, der weder Israelit noch Levit war, vom Segensträger Abraham den Zehnten erhielt (Hebr 7,4-7). Melchisedek galt dem Hebräerbrief weit mehr als ein menschliches Vorbild, vielmehr galt er als Antizipation des wahren Priesters auf ewig. Hier liegt aus Sicht des christologisch argumentierenden Hebräerbriefes eine Identifizierung des Melchisedek mit Christus nicht mehr fern. Allein die Formulierung "ähnlich dem Sohne Gottes" (Hebr 7,3) lässt eine Vorbildfunktion des Melchisedek für Christus vermuten. Als wirklicher Gottessohn gilt jedoch nicht Melchisedek, vielmehr steht er im Dienst des einen und wirklichen Sohnes Gottes, Christus.

Die Melchisedek-Figur bleibt jedoch auch in der nachbiblischen Zeit prominent. Die Schriftauslegung der frühen Kirchen kennt vielfältige Bezugnahmen. Justin, der Märtyrer kommt im 2. Jh. n. Chr. in seinem bekannten "Dialog mit dem Juden Trypho" auf Melchisedek zu sprechen. Melchisedek wird als Priester des Allerhöchsten genannt und als Priester der Unbeschnittenen. In typologischer Überhöhung ist Jesus der ewige Priester, der Beschnittenen wie der Unbeschnittenen. Melchisedek gilt bei Justin als erster Typos Christi. Die typologische Interpretation wird später fortgeführt. So heißt es bei Clemens von Alexandrien, dass Melchisedek Abraham Brot und Weit als Typos der Eucharistie darbringt. Auch Cyprian sieht in der Darbringung der Gaben bei Melchisedek eine Vorbildung des Mysteriums des Opfers des Herrn. Dieses Verständnis findet selbst in den Römischen Messkanon Eingang, im Wortlaut:"...die heilige Gabe, das reine Opfer deines Hohenpriesters Melchisedek".

Bibelarbeit

Sich einfinden

Was erhoffen wir uns, wenn wir um den Segen Gottes bitten? Worin zeigt sich der Segen Gottes? Was macht einen gesegneten Menschen aus? Wie lässt sich Segen weitergeben? Wie kann der Mensch zum Segen werden? Welche Segenstexte sind uns vertraut? Welche Segensformulierungen sprechen uns an?

Den Bibeltext lesen:

Gen 14

Über den Bibeltext sprechen:

Die kurze Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek enthält eine reiche Bildsprache sowie theologische zentrale Aussagen. Richten wir unseren Blick zunächst allein auf die Begegnungsszene: Welche charakteristischen Züge tragen die beiden biblischen Figuren? Wie treten sie einander gegenüber? Als Leitwort ist der Segen auszumachen. Was beinhaltet er? Wer spricht ihn über wen? Welche Bedeutung erhält er? Wer ist Melchisdek? Was ist über ihn bekannt? Ein Blick in die Rezeptionsgeschichte des Alten und Neuen Testaments, aber auch der nachbiblischen Geschichte eröffnet zahlreiche neue Blicke nicht nur auf die "historische" Figur des Melchisdek, wie er in Gen 14,18-20 gezeichnet wird, sondern insbesondere auf seine Deutung im Angesicht des Christusereignisses. Interessant ist aber auch die Überlegung, an welchem Ort sich die Begegnung ereignet und  schließlich die Frage, wer den Segen in welcher Funktion erbittet. Was wissen wir über das Priestertum der Zeit? In einem zweiten Schritt betrachten wir das Umfeld des kurzen Begegnungstextes. In welchen literarischen Horizont ist die Erzählung eingebunden? In welchen zeitlichen Horizont hinein spricht sie? In welche Zeit hinein lässt sich ihre Entstehung vermuten?

Den Bibeltext ins eigene Leben übersetzen

Eine der wenigen, in jedem Fall eine der ältesten bildlichen Darstellungen der Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek findet sich in Santa Maria Maggiore in Rom (440 n. Chr.), der ersten Kirche mit einem ausgebauten Bildprogramm und dem ältesten erhaltenen Mosaikzyklus des Christentums. Die Langhausmosaike sind alttestamentlichen Szenen, der Triumphbogen ist der Kindheitsgeschichte Jesu gewidmet. Über die Auswahl und Zusammenstellung der Bildmotive lässt sich heute nichts Gesichertes mehr sagen, auch nicht darüber, ob das Bildprogramm bildliche oder textliche Vorlagen kannte.

Auf der linken Seite des Langhauses finden sich sechs Bilder der Abrahamerzählung und fünfzehn der Jakoberzählung, auf der rechten Seite des Langhauses gibt es zwölf Mosaike der Moseerzählung und neun der Josuaerzählung – eine untypische Auswahl alttestamentlicher Bildmotive. Das erste Bild der Abrahamerzählung widmet sich der Begegnung zwischen Abraham und Melchisedek (siehe: http://employees.oneonta.edu).

Das Bild lässt in mehrfacher Hinsicht eine Dreiteilung hervortreten: In der linken Bildhälfte ist Melchisedek zu erkennen, in der Mitte Gott und seine Gaben, in der rechten Bildhälfte Abraham und seine Bundesgenossen. Alle sind einander zugewandt, alle sind in Bewegung. Melchisedek erscheint sehr groß im Bild. Sein Attribut ist der Brotkorb. Die Hinweisgebärde Gottes richtet sich auf Melchisedek. Abraham ist hoch zu Ross dargestellt und mit der gnädigen Schutzgebärde eines Herrschers. Drei Hintergrundfarben prägen das Bild: der Himmel ist symbolisch blau dargestellt, in ihm befindet sich Gott mit wehendem Gewandbausch, auch Wolken symbolisieren den Himmel. In der Mitte des Bildes schimmern die Getreidefelder golden, hineingehoben in die Mitte der Felder hält Melchisedek seine Brotgaben hervor. Der Boden des Bildes ist grün gehalten. Auf ihm steht der übergroße Kelch des Melchisedek. Auf ihm stehen auch die Füße der Menschen und die Hufe des Pferdes.

Die Bildlinien reichen im Dreieck von Gott im Hinweisgestus der rechten Hand auf Melchisedek, seine Darbringungsgeste führt zu Abraham, dessen rechte Hand wiederum aufwärts zum Himmel.

Eines der Brote, die Melchisedek darbringt, trägt je nach Blickwinkel entweder das Kreuzeszeichen oder das Christus-Chi.

Auf einen Bezug des Abrahammosaiks zur Eucharistie deutet auch die räumliche Platzierung des Bildes hin. So befindet sich innerhalb des Abrahamzyklus in unmittelbarer Nähe zum Altar, zum Ort der Feier der Eucharistie. Die Liturgie erinnert an die Passionsgeschichte, während der Triumphbogen dies unerwähnt lässt. In der Mitte des Triumphbogens jedoch erscheint die Hetoimasie, der leere Thron mit Petrus und Paulus als Seitenfiguren. Es dürfte sich um den Thron für den königlichen Hohenpriester "nach der Ordnung des Melchisedek" handeln.

Auffallend ist, dass der aus dem nomadischen Umfeld stammende Abraham von Soldaten in römischer Rüstung umgeben und er selbst wie ein siegreicher römischer Kaiser dargestellt ist. Er trägt jedoch die Tunika und die Sandalen des Zivilisten. Melchisedek trägt priesterliche Kleidung.

Unter der Hetoimasie findet sich die Spenderinschrift Xystus Episcopus Plebi Die. Wer aber ist das eigentliche Gottesvolk? Rom kannte die "Aeneis" des Vergil und "Ab urbe condita" des Livius, die die Vor- und Frühgeschichte der eigenen Volkwerdung beschrieben. So dürften einem gebildeten Betrachter die Parallelen zwischen der Begegnung von Abraham und Melchisedek und Aeneas mit Dido aufgefallen sein: Auch dort wird den Fremden aus dem Osten Speise und Trank dargebracht. Wie Melchisedek ruft Dido den höchsten Gott für die Fremden an: "Jupiter, dich ja nennt man den mächtigen Hüter des Gastrechts, diesen Tag, o lass ihn den Tyrern freudig und Trojas Fremdlingen sein, lass seiner noch unsere Enkel gedenken." Dazu erhebt sie jedoch den Wein, nicht das Brot. Zwei Kulturen begegnen sich. Der christliche Betrachter sieht den überdimensional groß dargestellten heidnischen Melchisedek, wie er Abraham und die von Osten kommende neue Kultur als Gäste empfängt. In Segensgestus der Abraham-Melchisedek-Begegnung deutet das Bild auf die erste Volkwerdung des Gottesvolkes Israel hin. Die Nähe des Bildes zum Triumphbogen mit der Kindheitsgeschichte und de Hetoimasie verweist auf die zweite christliche Volkwerdung des Gottesvolkes. Auch für den römischen Betrachter gilt neben der ersten Volkwerdung, die er in der Parallele des Bildes zur Dido-Aeneas-Begegnung erkennt, die zweite, jetzt christliche Volkwerdung.

Weiterführende Literatur:

  • Fabry, H.-J., Altes Testament und Priesterbild, BiLi 63 (1990) 37
  • Leuenberger, M., Segen und Segenstheologien im alten Israel. Untersuchungen zu ihren religions- und theologiegeschichtlichen Konstellationen und Transformationen, AThANT 90, Zürich 2008
  • Hamp, V., Melchisedek als Typus, in: Schmuttermayr, Georg (Hg.), Weisheit und Gottesfurcht. Aufsätze zur alttestamentlichen Einleitung, Exegese und Theologie, St. Ottilien 1990, 202-216
  • McConville, J. G., Abraham and Melchizedek. Horizons in Genesis 14, in: Hess, R. u.a. (Hgg.), He swore an Oath. Biblical Themes from Genesis 12-50, Grand Rapids 1994, 93-118
  • Nel, J., Psalm 110 and the Melchizedek Tradition, JNWSL 22 (1996) 1-14
  • Niehr, H., Der höchste Gott. Alttestamentlicher Jahwe-Glaube im Kontext syrisch-kanaanäischer Religion des 1. Jahrtausends v. Chr., BZAW 190, Berlin 1990
  • Obermann, A., An Gottes Segen ist allen gelegen – eine Untersuchung zum Segen im Neuen Testament; mit einem Ausblick auf kirchliches Segenshandeln heute, BThS 37, Neukirchen-Vluyn 1998
  • Öhler, M. (Hg.), Alttestamentliche Gestalten im Neuen Testament. Beiträge zur Biblischen Theologie, Darmstadt 1999
  • Ruppert, L., Genesis. Ein kritischer und theologischer Kommentar. 2. Teilband: Gen 11,27-25,18, fzb 98, Würzburg 2002
  • Schenke, H.-M., Die jüdische Melchisedek-Gestalt als Thema der Gnosis, in: Tröger, Karl-Wolfgang (Hg.), Altes Testament – Frühjudentum – Gnosis. Neue Studien zu "Gnosis und Bibel", Gütersloh 1980, 111-136
  • Scharbert, J., "Gesegnet sei Abraham vom Höchsten Gott"? Zu Gen 14,19 und ähnlichen Stellen im Alten Testament, in: Groß, Walter u.a. (Hgg.), Text, Methode und Grammatik, FS Wolfgang Richter, St. Ottilien 1991, 387-401
  • Söding, Th., "Hoherpriester nach der Ordnung des Melchisedek" (Hebr 5,10). Zur Christologie des Hebräerbriefes, in: Kampling, Rainer (Hg.), Ausharren in der Verheißung. Studien zum Hebräerbrief, SBS 204, Stuttgart 2005, 63-109

Dipl.-Theol. Esther Brünenberg, September 2008
Katholisches Bibelwerk im Bistum Münster (www.bibelwerk.de)
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