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21.08.2017
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Bischof Reinhard Marx

Bistümer:

Bei Missbrauch durch Priester konsequenter handeln

Bonn. Die katholischen Bistümer Trier, Osnabrück und Hildesheim haben sich für ein konsequenteres Handeln bei sexuellem Missbrauch durch Priester ausgesprochen. Die Kirche habe das Ausmaß des Missbrauchs lange unterschätzt, sagte der Trierer Bischof Reinhard Marx in der Donnerstagsausgabe (25.07.02) der Koblenzer "Rhein-Zeitung".

Die Diözesen müssten jedem Verdachtsfall nachgehen und dürften nichts vertuschen oder verheimlichen. Zwischen Pädophilie und Zölibat bestehe jedoch kein ursächlicher Zusammenhang. Es sei falsch, die Missbrauchsfälle als Anlass für eine Diskussion über den Zölibat zu nehmen, so der Oberhirte. Pädophilie habe nichts mit der kirchlichen Sexualmoral zu tun.

Klare Leitlinien zum Umgang mit pädophilen Priestern in allen deutschen Diözesen forderten der Generalvikar des Bistums Osnabrück, Theo Paul, und der Leiter der Hauptabteilung Personal/Seelsorge im Hildesheimer Generalvikariat, Domkapitular Werner Holst. In Osnabrück gebe es bereits seit mehreren Jahren ein "geklärtes Vorgehen" in entsprechenden Fällen, so Paul.

Innerhalb von 24 Stunden werde mit dem verdächtigen Geistlichen und dem Opfer ein Gespräch mit der Bistumsleitung vereinbart. Eltern hätten dabei auch die Möglichkeit, rechtlichen Beistand mitzubringen. Darüber hinaus biete das Bistum den Opfern unentgeltlich therapeutische Hilfe an, sagte der Generalvikar.

Versäumnisse eingeräumt

Im Bistum Hildesheim sind laut Holst in den vergangenen 20 Jahren fünf bis sechs Missbrauchsfälle durch Geistliche bekannt geworden. "Der Schutz des Opfers hat für uns den absoluten Vorrang", betonte Holst. Bei bestehendem Verdacht werde sofort eine Untersuchung eingeleitet. Die Bistumsleitung bestehe darauf, dass sich der Täter selbst anzeige oder durch Dritte angezeigt werde. Der betroffene Geistliche müsse sich den strafrechtlichen Konsequenzen seines Verhaltens stellen und dürfe bei Rückkehr in den priesterlichen Dienst "auf keinen Fall mehr Kontakt zu Kindern haben". Holst räumte jedoch Versäumnisse in den vergangenen Jahren ein. Die bloße Unterbringung des Täters in einem Kloster reiche nicht aus, so Holst.

Text und Foto: KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH, 25.07.02

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