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24.05.2017
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"Ein Kind ist uns geboren ..."

Bibelarbeit im Dezember 2006

"Ein Kind ist uns geboren …"

 (Jes 9,5)
Ein Zeichen der Hoffnung für alle Menschen

1. Hinführung

Nichts Freudigeres gibt es in Zeitungen als Hochzeits- und Geburtsanzeigen. Dass zwei Menschen sich trauen, Ja zueinander zu sagen, ist schon eine gute Nachricht. Vollends positiv wird dieses Ja, wenn ihm das Glück eines neugeborenen Kindes beschert wird. Mag auch die Welt als noch so schlecht empfunden werden – wer begrüßt es nicht, dass Kinder geboren werden? Nicht nur in Deutschland, wo es zu wenig Kinder gibt, auch in anderen Regionen, wo sich mit dem Bevölkerungswachstum enorme Probleme entstellen. Aber wie immer sich besorgte Bevölkerungspolitiker äußern: Wie hartherzig müsste man sein, um nicht auf der Seite der Kinder zu stehen und die Geburt eines Kindes nicht als ein Wunder der Schöpfung zu betrachten?

Das Weihnachtsfest ist das Geburtsfest des Messias, des Christus. So feiern es Christen, die den Namen dieses Messias Jesus tragen. Die Hirten von Bethlehem hören als erste die Frohe Botschaft von Gottes Ehre im Himmel und der Menschen Frieden auf Erden (Lk 2,14). Sie erhalten diese Botschaft von den Engeln, die ihnen ein einfaches menschliches Zeichen geben, dass ihr Gesang die Wahrheit trifft: "Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend" (Lk 2,12).

Wie kann den Hirten ein Kind zum Zeichen werden, dass die messianischen Hoffnungen Israels jetzt erfüllt werden? Nicht ohne die radikal positive Bedeutung, die nach der Bibel jedes Menschenkind in Gottes Augen hat: Dass es Leben gibt auf Erden, menschliches Leben, ist nach der Heiligen Schrift kein Zufall, sondern Gottes Plan; und das Leben der Menschen ist kein Experiment, das Gott mit ihnen anstellt, um sie zu testen, sondern ein Geschenk, das angenommen sein will, um weitergegeben zu werden. Den Hirten von Bethlehem konnte das Kind in der Krippe aber nur deshalb ein Zeichen des messianischen Retters werden, weil sie auch in ihrer Bibel, unserem Alten Testament, das Bild eines Kindes erkennen konnten, dem messianische Kraft eignet.

Jesaja, der nach der biblischen Überlieferung dieses Bild geschaut hat, geht mit seiner Vision an den tiefsten Punkt der Geschichte Israels – das Zerbrechen aller Erwartungen an eine heilbringende Politik der Könige Israels; und er schwingt sich von dort aus zum höchsten Punkt der Prophetie auf – der Ansage eines ganz neuen Anfangs, den Gott macht, um seinen Heilswillen zu verwirklichen: mit der Geburt eines Kindes.

Intensiver kann das Menschsein kaum beleuchtet werden, als dass die Geburt eines Kindes zum Zeichen für die Verwirklichung umfassenden Heiles wird. Das ganze Menschenbild ist davon zutiefst geprägt. Die Menschen müssen von ihrer Schuld erlöst werden; aber der Erlöser trägt selbst das Bild eines Menschen.

2. Der Text Jes 9

1Das Volk, das im Finstern geht, sieht ein großes Licht;
die im Land des Schattens wohnen, über ihnen leuchtet Licht.
2Du machst groß das Volk,
du machst groß seine Freude.
Sie werden sich freuen vor dir, wie man sich freut in der Ernte,
wie man jauchzt beim Verteilen der Beute.
3Du hast das Joch ihrer Last und die Stange auf ihrer Schulter und den Stecken des Treibers zerbrochen, wie am Tage von Midian.
4Denn jeder Stiefel, der dröhnend einherstampft,
jeder Mantel, in Blut gewälzt, wird verbrannt, ein Fraß des Feuers.
5Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn  ist uns geschenkt.
Die Herrschaft ruht auf seinen Schultern,
und man wird seinen Namen nennen:
Wunder-Weiser, starker Gott, ewiger Vater, Friedensfürst.
6Groß ist seine Herrschaft und des Friedens ist kein Ende
auf dem Throne Davids und in seinem Königreich,
gefestigt und gestützt durch Recht und Gerechtigkeit
von nun an bis in Ewigkeit.
Der Herr der Heere – in seinem Eifer wird er es tun.

3. Der Kontext

Die Verheißung des Lichtes für das Volk, das im Dunkel lebt, gehört nach dem Jesajabuch zum ersten großen Auftritt des Propheten nach seiner Berufung (Jes 6), Er tritt dem König von Jerusalem entgegen, der in riskante Kriegsvorbereitungen verwickelt ist. König Ahas setzt auf eine heimliche Koalition mit der damaligen Supermacht Assur. Sie soll ihm helfen, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, die ihm seine schwachen Feinde aus der Nachbarschaft, der jüdische Bruder aus dem Nordreich und der Nachbar aus Syrien, umlegen wollen. Der Prophet will Ahas davon abbringen, sich und sein Volk ins Unglück eines militärischen Abenteuers zu stürzen; er warnt vor einem Stellvertreterkrieg gegen Judas schwache Feinde, der nur Assur nützen würde. Jesaja rät dem König, auf Zeit zu spielen und so Jerusalem aus dem drohenden Bruderkrieg herauszuhalten, aber auch Assur keine Handhabe zu bieten, Juda zu seiner Einflusszone zu erklären.

Um seine Friedensbotschaft zu unterstreichen, stellt der Prophet dem König drei Kinder vor Augen. Kinder sind immer schon die stärksten Argumente gegen den Krieg, weil sie weit mehr als "Argumente" sind: Sie sind lebendige Wesen mit einer Zukunft, die ihnen die Mächtigen nicht verbauen dürfen.

Das erste dieser Kinder ist ein leiblicher Sohn des Propheten. Er trägt den symbolischen Namen: Schear-Jaschub, zu deutsch: Ein Rest kehrt um (Jes 7,3). Das Kind, das diesen Namen trägt, ist eine eindringliche Warnung an den König: Kehr um, sonst gehst du zugrunde. Die politischen Spielchen, die Ahas, von falschen Beratern umgeben, spielt, wird sein Volk ins Unglück führen. Das Kind symbolisiert mit seinem Namen aber noch mehr: Es weist auf den Starrsinn des Königs, der sich durch Jesaja nicht von seinem Holzweg wird abbringen lassen. Der Prophet schaut auf sein Kind und weiß: Er kann nicht auf den König, nicht aufs Militär, nicht auf die Mehrheit, er muss auf eine Minderheit, einen Rest, er muss auf sein Kind setzen.

Das zweite der Kinder heißt "Immanuel" – Gott mit uns. Jesaja prophezeit, eine junger Frau – nach der griechischen Version: eine Jungfrau – werde ein Kind empfangen und einen Sohn gebären und ihm seinen Namen geben, der lautet: Gott mit uns. Dieses Kind, Immanuel, wird zum Zeichen der Nähe Gottes zu seinem Volk. Diese Nähe, nur Gott allein, wird Israel retten – und an dem Kind Immanuel, das als Kind des Friedens mitten im Krieg geboren werden wird, kann der König erkennen, worauf er seine Politik gründen soll: auf die Anerkennung Gottes und die daraus folgende Anerkennung der Menschen, besonders der Kinder (Jes 7,14).

Das dritte der Kinder ist wieder eines des Jesaja und seiner Frau, einer Prophetin. Es trägt gleichfalls einen Symbolnamen: "Maher Schahal Hasch Bas", zu deutsch: Schnelle Beute – rascher Raub (Jes 8,1-4). Jesaja bezieht diesen Namen auf das Ende der Könige von Damaskus und des Nordreiches, vor denen Jerusalems König zittert: Noch bevor das Kind "Mama" und "Papa" sagen kann, wird Assur den kleinen Herrschern den Garaus gemacht haben. Der schreckliche Name könnte also eigentlich ein Glücksname für Jerusalem sein – und spiegelt doch nur die grausame Realität eines kommenden Krieges und eines schlauen Königs, der sich in seiner eigenen Schlinge fangen wird.
Die drei Kinder personifizieren in einer geschichtlich entscheidenden Stunde das ganze Drama des Gottesvolkes:

  • Israel hört nicht auf seinen Gott:
     "Schaher Jaschub" – "Ein Rest kehrt um".
  • Gott besiegt die Feinde Israels –
     "Maher Haschal Hasch Bas" – "Schnelle Beute – rascher Raub".
  • Gott ist mit Israel:
    "Immanuel" – "Gott mit uns".

Das zweite Kind, das Kind in der Mitte, ist das geheimnisvollste. Wer ist Immanuel? Wer ist die junge Frau, seine Mutter? Ob Jes 7-9 eine literarische Einheit bildet oder später zusammengestellt und dem Propheten in den Mund gelegt worden ist, bleibe dahingestellt. Im vorliegenden Bibeltext kann kein Zweifel sein, dass das Kind, das nach Jes 9 geboren werden wird, kein anderes als das ist, dessen Geburt nach Jes 7 verheißen wird: der Immanuel.

4. Die Verheißung

Der Name Immanuel kommt nicht von ungefähr. Er ist auch nicht nur in einem ganz allgemeinen Sinn ein Hinweis auf den Beistand Gottes. Er ruft vielmehr gezielt die Erinnerung an die Verheißung wach, die ein Vierteljahrtausend zuvor der Prophet Nathan König David gegeben hat, der bangt, ob er auch einen Nachfolger bekommen werde, der seine Königslinie, die Dynastie des Hauses David fortsetzen werde. Der Prophet tritt auf den König zu und sagt ihm als Wort Gottes (2Sam 7,12.14):

12Wenn deine Tage erfüllt sein werden
und du dich zu deinen Vätern schlafen legst,
werde ich dir einen Nachkommen erwecken.
und ihm das Königreich bereiten.
13Er wird meinem Namen ein Haus bauen,
und seinen Thron werde ich befestigen bis in Ewigkeit.
14Ich werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein.

In erster Näherung zielt die Verheißung auf Salomo, wie sich herausstellen wird, den Sohn Davids mit Bathseba, der Witwe des Urija. Salomo wird David als König nachfolgen und in Jerusalem den Tempel errichten, dessen Bau David versagt bleiben wird.

Doch die Verheißung reicht weiter. Es geht um eine fortwährende Herrschaft. So wird das Nathanswort in zweiter Näherung je neu aktualisiert: immer dann, wenn in der Folge der Generationen ein neuer Davidide den Königsthron besteigt. Die Vergegenwärtigung der prophetischen Nathanverheißung ist besonders in Krisenzeiten wichtig. Jesaja scheint sie vorzunehmen. Zwar hat es nie einen König mit dem Namen Immanuel auf dem Thron Davids gegeben. Aber diese Leerstelle könnte gerade das Problem sein, das Jesaja aufdeckt. Wenn die Geschlechterfolge Könige wie Ahas hervorbringt – was ist dann Nathans Verheißung noch wert? Jesaja gibt eine Antwort: Ein Kind wird geboren werden. Gott wird ihm das Leben schenken. Nach dem Zusammenhang muss dieses Kind aus dem Hause David stammen. Also ist es ein Kind des Königs? Mit einer jungen Frau aus seinem Gefolge? Der Text lässt diese Frage offen. Was kann von Ahas schon erwartet werden? Was von den anderen mittelmäßigen Gestalten, die aufgrund der dynastischen Erbfolge Davids Thron bestiegen haben? In wie kleine Münze hätte man Nathans Verheißung gewechselt, wenn es nur um Machtansprüche in einem Ministaat des Nahen Ostens ginge? Das einzige, was zählt, ist das Kind mit seinem verheißungsvollen Namen: Immanuel.

Weil der Name dieses Kindes so klar und seine Identität so offen ist, hat der Text an seinen Lesern immer weiter gearbeitet, immer neue Leser gefunden, immer neu nach seinem Sinn suchen lassen. Dafür ist nicht zuletzt der Zusammenhang mit Jes 9 entscheidend.

Das königliche Kind, dessen Geburt dort gefeiert wird, ist kein irdischer Herrscher. Das ewige Königtum, von dem Nathan gesprochen hatte – hier taucht es wieder auf. Das Reich des Friedens – hier ist es verwirklicht. Der Tag von Midian wird beschworen, als Gideon (nach Ri 7-8) in höchster Not mit einer kleinen Truppe einen übermächtigen Gegner besiegte – dank Gottes Hilfe. Die Namen, die das Kind trägt, sind Gottes-Namen. Wird am Ende also Gottes ureigene Herrschaft gefeiert? Der er doch der wahre König Israels ist? Aber wie soll dann von der Geburt eines Königskindes die Rede sein? Die Bibelwissenschaft denkt meist an eine rhetorische Überhöhung irdischer Herrschaft, an eine Königs-Mythologie, wie sie in Babylonien und Ägypten herrschte und Israel fasziniert habe. Das mag der historische Ursprungssinn sein. Es sollte dann gesagt sein, dass Gott sich des königlichen Kindes auf dem Davidsthron bedient, um die Feinde des Gottesvolkes zu schlagen und die Einheit Israels wiederherzustellen. Aber geht die Vision des Propheten darin auf? Oder öffnet sie neue Räume des Verstehens, der Erwartung, der Hoffnung? Jesaja kann auch so gelesen werden, dass nur einer, der in einem ganz einzigartigen Sinn Sohn Gottes ist, nämlich im Sinne einer umfassenden Teilhabe am Gottsein Gottes, der König sein kann, der alle Hoffnung Israels und der Menschheit erfüllt und übertrifft. Dann erst wäre Nathans Wort ganz und gar bewahrheitet. Dann erst denkbar, dass sich die Herrschaft Gottes durch die Herrschaft Davids für immer und ewig verwirklicht.

5. Das Echo

Im Neuen Testament ist es vor allem der Evangelist Matthäus, der die jesajanische Verheißung aufnimmt. Er zitiert das Wort vom Volk, das im Dunkel lebt, zu Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu (Mt 4,12-17). Wie Jesaja schaut er nach Norden: nach Galiläa. Der Prophet hatte das Nordreich vor Augen, das vom Südreich Juda getrennt ist und sich jetzt gegen Jerusalem wendet – zum Unglück für alle. Wie wird Licht in dieses Dunkel kommen? Muss dieses Licht der Messias anzünden? Der Evangelist denkt an Galiläa, die Heimat Jesu. Viele haben sich gefragt, ob der Messias nicht in Jerusalem den Anfang seines Wirkens setzen müsse. Matthäus gibt die Antwort, weshalb Jesus von Nazareth in Galiläa kommt: weil er sich auf die Seite des Propheten Jesaja stellt und seine Verheißung des messianischen Kindes so ernst nimmt, wie keiner sonst dies konnte. Das "Galiläa der Heiden" (Mt 4,15) steht für alle Völker, genauer: es steht für das Israel inmitten der Völker, aus dem der Messias "für viele", heißt: für alle hervorgehen wird.

Matthäus hat aber auch die Immanuel-Verheißung aufgegriffen, so wie sie die Juden bei ihrer Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische verstanden haben. Das Immanuel-Wort hat Juden und Christen nicht losgelassen. Sie haben sie immer neu auf dieses Wort bezogen, immer neu an ihm abgearbeitet. Bis in die Textvarianten hinein lässt sich das Ringen um ein angemessenes Verstehen verfolgen:

Jes 7,14 nach dem hebräischen Urtext:
Seht, die junge Frau wird schwanger
und einen Sohn gebären,
und sie wird ihm den Namen Immanuel geben.

Jes 7,14 nach der griechischen Übersetzung
Seht, die Jungfrau wird schwanger
und einen Sohn gebären,
und du wirst ihm den Namen Immanuel geben.

Jes 7,14 nach dem Zitat in Mt 1,23
Seht, die Jungfrau wird schwanger
und einen Sohn gebären,
und sie werden seinen Namen nennen: Immanuel,
das heißt übersetzt: Gott mit uns.

Der entscheidende Unterschied liegt nicht im Übergang vom Alten zum Neuen Testament, sondern innerhalb des Judentums von der hebräischen und griechischen Textversion. Dass die "junge Frau" eine "Jungfrau" ist, bedeutet nicht eine Mythologisierung der Messiashoffnung, sondern trägt der katastrophalen Einsicht Rechnung, dass aus einer natürlichen Geschlechterfolge niemand zu erwarten ist, der die Verheißung ewiger Friedensherrschaft auf Davids Thron für Israel und die Völker auch nur annähernd verwirklichen kann. Gott selbst muss einen ganz neuen Anfang setzen. Der messianische Retter kann nicht das Produkt männlicher Zeugungskraft, er kann nur Gottes Kind und deshalb Sohn der Jungfrau sein. Diesen Glauben, der mitten im Judentum entsteht, nimmt das Neue Testament auf.

Matthäus stellt sich auf die Seite dieser Juden. Denn er stellt sich auf die Seite Jesu, der zu diesen Juden zählt. Der Evangelist zeichnet die Jesusgeschichte in den Horizont einer jüdischen Erlösungshoffnung ein, die alle irdischen Dimensionen sprengt, alle Herrschaftsphantasien durchkreuzt, alle Friedenssehnsucht bewahrheitet. Nach dem hebräischen Urtext ist es die Mutter, die ihrem Kind den wunderbaren Namen "Immanuel" gebe wird. Nach der griechischen Version  ist es der Vater, der davidische König. Nach Matthäus aber sind es die Christen, die an Jesus glaubenden Menschen aus allen Völkern, die bekennen werden, was sie an Jesus haben. Die junge Frau, die den Immanuel gebären wird, ist Jungfrau, weil der Immanuel der königliche Gottessohn ist. Die Mutter des Messias ist Maria. Dass sie Jungfrau ist, zeigt, dass der messianische Erlöser sich nicht den Gesetzen der Genetik verdankt, sondern Gottes Sohn von Anbeginn ist.

6. Vorschlag zur Gestaltung einer Bibelstunde – nicht nur zur Weihnachtszeit

Eröffnung:

Gebet: Gotteslob 772 (7): O Immanuel 
Lied: Gotteslob 116: Gott, heilger Schöpfer aller Stern

Annäherung im Gespräch:
 Kinder und ihre Namen 

  • Welchen Namen trage ich selbst?
  • Was sagt er mir und anderen?
  • Welchen Namen habe ich meinem Kind gegeben oder würde ich ihm geben? 
  • Was soll er meinem Kind und anderen sagen?

 Gott und mein Name
"Ich habe dich beim Namen gerufen, du bist mein." (Jes 43,1)

  • Welche Gotteserfahrung wünsche dem Kind, das mir am liebsten ist?
  • Wie hoffe ich, dass Gott ist, wenn ich an Kinder und ihre Zukunft denke?

Das Wort hören
Der Text Jes 9,1-6 wird vorgelesen.  
Die wichtigsten Fragen (z.B. "Tag von Midian") werden beantwortet.

Den Text deuten
Von welchem Kind spricht der Prophet? Was sagt der Text? Was nicht?
Was erhofft der Prophet von diesem Kind?  
Welches Kind kann diese Hoffnung erfüllen?

Die Hoffnung teilen
im Blick zurück:

  • Mit welchen messianischen Texten des Alten Testaments besteht ein Zusammenhang? 
  • Wo wird das Echo des Neuen Testaments laut? Wie verändert sich der Jesajatext, wenn man ihn auf Jesus bezieht? Wie verändert sich das Jesusbild, wenn  man es im Spiegel von Jes 9 betrachtet?

im Blick nach vorn

  • Wie geht es mir, wenn ich die Schriftlesung aus Jesaja in der Weihnachtszeit höre? Höre ich noch zu? Horche ich auf? Was geht mir durch den Sinn?
  • Was ist mein größter Weihnachtswunsch? Was hat er mit Gott zu tun? Was mit den Kindern dieser Welt?

Abschluss und Aufbruch 
Gebet: Gotteslob 773: Heute ist Christus geboren 
Lied: Gotteslob 140: Zu Bethlehem geboren

7. Literatur:

zur wissenschaftlichen Exegese:
Willem A. Beuken, Jesaja 1-12 (Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament), Freiburg - Basel - Wien 2003

zur geistliche Meditation
Christoph Domen, Warum feiern wir Weihnachten? Die biblischen Wurzeln des Festes, Stuttgart 2006

weitere Informationen:
www.uni-wuppertal.de/fba/kaththeo "Welt der Bibel"

Thomas Söding, Dezember 2006
Katholisches Bibelwerk im Bistum Münster (www.bibelwerk.de)

in Kooperation mit
kirchensite - online mit dem Bistum Münster (www.kirchensite.de)

Die Bibelarbeit zum Download...

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