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06.12.2016
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Aus dem kirchensite.de-Archiv
Die Schwestern in ihrem Garten:Sr. Maria Britta (re.), Sr. Maria Virgina (li.) und Sr. Margareta Maria.

Schwestern Unserer Lieben Frau

"Die drei vom Anton"

Vechta. Wenn Schwester Maria Britta lacht, wird die Welt wärmer. Sie ist ein fröhlicher Mensch. Gemeinsam mit Schwester Maria Virgina und Schwester Margareta Maria leitet sie das St. Antoniushaus in Vechta, eine moderne Exerzitien- und Tagungsstätte.  

Das Trio gehört der Ordensgemeinschaft Unserer Lieben Frau (ULF) an, lebt aber nicht im Provinzhaus "Marienhain", sondern im Antoniushaus mitten in der Stadt. "Der Dienst am Menschen prägt unsere Schwesterngemeinschaft. Das ist unser Leben hier",  erzählt Maria Britta. Diesem Dienst ordnet sich in dem 1895 als Knabenkonvikt von Pfarrer Gisbert Meistermann gegründeten Haus der Tagesablauf unter.

40 moderne Einzel- und drei Doppelzimmer, Tagungs- und Gruppenräume mit aktueller Präsentations- und Schulungstechnik, einen großen, wunderbar bepflanzten Garten, natürlich eine hauseigene Kapelle und einen Meditationsraum - all das bewirtschaften und managen die "Schwestern vom Anton", so die liebevolle Namensprägung im Vechtaer Volksmund.

Erfahrung mit Internetseelsorge

Eigentlich ist Schwester Maria Britta Lehrerin für Deutsch, Mathematik und Religion der Sekundarstufe I. Bevor sie die Arbeit im Antoniushaus aufnahm, unterrichtete sie an der Liebfrauenschule in Cloppenburg. Schwester Maria Virgina brachte die nötige Erfahrung mit der Leitung eines großen Hauses ein. Sie führte über Jahre das Kinderkurheim "Meeresstern" auf Wangerooge.

Klosterfürbitte
Schwester Maria Virgina ordnet in der
Kapelle vor der Statue des heiligen
Antonius den Blumenschmuck.

Die dritte im Bunde, Schwester Margareta Maria, kümmert sich derweil nicht nur um den Tagungsbetrieb, sondern arbeitet außerdem in der Internetseelsorge. Regelmäßig steht sie im Kirchenchat der virtuellen Stadt "Funama" (www.funcity.de) als eine von 19 Ansprechpartnern zur Verfügung. "Man kann den Menschen nur so weit helfen, wie sie einem entgegenkommen." Der Chat sei oft der erste Schritt. Wer noch persönlichere Hilfe wolle, gebe dann seine E-Mail-Adresse an. "So wird der Kontakt langsam so weit ausgebaut, wie der oder die Betreffende es benötigen."

Dienst am Menschen

Der Tag der drei Schwestern beginnt morgens um 7 Uhr mit Laudes und heiliger Messe. In diesen Rahmen werden dann die Klosterfürbitten eingeschlossen. Als die drei um diese Aufgabe gebeten wurden, stand ihre Entscheidung sofort fest.  "Natürlich. Das ist ja Dienst am Menschen."

Nach dem Frühstück stehen die Gäste im Mittelpunkt. An- und Abreisen müssen gemanagt, Zimmer gemacht werden. Frühstücksbuffet, Stehkaffee, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, Abendessen - das alles muss bewerkstelligt werden. "A und O bei uns im Haus ist Flexibilität. Das geht nur in Zusammenarbeit mit einem gut eingespielten und ebenso flexiblen Team", sagt Schwester Maria Britta. "Als kleine Gemeinschaft ergibt es sich fast automatisch, dass wir das meiste gemeinsam machen. Wir beten, arbeiten und essen in der Gemeinschaft." Dieses Leben in der Schwestern- und Dienstgemeinschaft ist den Dreien sehr wichtig.

Die Armut vor der Tür

Mittags gibt es oft zusätzlichen Besuch. Menschen, die um Essen bitten. "Das sind nicht nur Nicht-Seßhafte. Auch sozial Schwache klingeln oft gegen Monatsende bei uns. Sie kommen mit dem Geld einfach nicht aus", erklärt Schwester Maria Virgina. "Hier geht es wirklich ums Essen. Wir haben die Armut vor der Tür." Dann wird eingepackt, was der Mittagstisch hergibt. Herzlichkeit und Freundlichkeit gibt es obendrauf.

Klosterfürbitte

Das 1895 erbaute Antoniushaus in Vechta.

Weihnachten ist das Haus für allein lebende Senioren geöffnet. "Wir wollten das Fest mit Menschen feiern, denen, weil sie einsam sind, diese Tage sonst schwer fallen", sagt Schwester Maria Britta. Insgesamt zwei Wochen leben die Weihnachtsgäste mit den Schwestern.

Zwischen 20 und 22 Uhr genießen die drei eine Ruhepause. "Dann lassen wir es uns gut gehen, schauen gemeinsam fern und trinken auch schon mal ein Glas Wein." Manchmal werden die Nächte allerdings lang. Wenn sich Gäste für den Abend angesagt haben, aber erst in der Nacht kommen, bleibt ein Mitglied des Trios auf. Pförtnerdienste gehören eben auch zum Leben im Antoniushaus.

Text und Fotos: Jutta Fülbier-Floren, 07.07.2006

Kontakt:
Schwestern Unserer Lieben Frau
St.-Antoniushaus
Klingenhagen 6
49377 Vechta

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