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08.12.2016
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Hermann Arnhold mit einer Figur des heiligen Laurentius

Museums-Chef Dr. Hermann Arnhold hebt vorsichtig die aus dem 14. Jahundert stammende Figur des heiligen Laurentius an - eines der Exponate für die Ausstellung "Goldene Pracht" in zwei Jahren.

Bistum, LWL-Museum und Universität kooperieren für eine Ausstellung

Die "Goldene Pracht" und das Seelenheil

Bistum. Der heilige Laurentius blieb gelassen. Die Silberfigur mit vergoldetem Haar und Diakon-Gewand war stummer Zeuge des offiziellen Startes für ein bislang einzigartiges Kooperationsprojekt zwischen dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL), dem Bistum Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU). Im Westfälischen Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte unterzeichneten am Freitagmittag (06.08.2010) Vertreter der drei Partner den Vertrag über ein gemeinsames Ausstellungsprojekt.

"Goldene Pracht –Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen" heißt die Ausstellung, die vom 26. Februar bis 28. Mai 2012 an den beiden Ausstellungsorten Landesmuseum und Domkammer zu sehen sein wird. Die Schau wird herausragende Stücke mittelalterlicher Goldschmiedekunst vom 10. bis 16. Jahrhundert zeigen – und viel mehr sein als eine "brave Kunstausstellung", so versprachen die Beteiligten, die seit gut zwei Jahren von der ersten Idee bis zum heutigen Vertragswerk gemeinsam auf dem Weg zu einem Ereignis sind, das "über Münster und Westfalen hinaus Deutschland weit für Interesse sorgen wird", ist sich LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Thale ganz sicher.

Universitäts-Rektorin Professor Ursula Nelles und der Sprecher des beteiligten Exzellenzclusters "Religion und Politik", Professor Gerd Althoff, finden es reizvoll, den kulturellen, materiellen und wissenschaftlichen Reichtum der Religion in dieser "heiligen Allianz" mit präsentieren zu können und so dem Auftrag, Forschung öffentlich zugänglich zu machen, auch auf einer solchen Ebene mit den Partnern finanziell und organisatorisch professionell darbieten zu können. "Über den Domplatz hinweg" werde die Ausstellung den Besuchern Stauens- und Wissenswertes bieten, freut sich auch Generalvikar Norbert Kleyboldt, der mit der heutigen Unterschrift auch bereits auf künftige Kooperationen schaut: "Das sollte Schule machen".

Die rund 1,6 Millionen Euro Ausstellungskosten teilen sich die drei Partner zu gleichen Teilen, ebenso wie  übrigens auch die Arbeit: "Wir sitzen in einem Konzeptionsteam, lernen voneinander und arbeiten mit viel Spaß zusammen", erläuterte Diözesankonservator Udo Grote die Frucht bringende Planung. Und die ist bereits weit gediehen: Über 200 Exponate aus dem Fundus des LWL-Museums und dem Bistum werden gezeigt, hinzu kommen voraussichtlich rund 100 wertvolle "Vergleichs-Exemplare" von Leihgebern zwischen Paris und St. Petersburg. Und dennoch: "Wir zeigen nicht nur Gold", versprechen die Partner, die in der einmaligen Zusammenarbeit von Historikern, Kunsthistorikern, Museumsfachleuten, Theologen, Liturgie-Wissenschaftlern und Restauratoren eine große Chance sehen. "Aus Gold und Geschichte werden Geschichten", auf dieses Ergebnis freuen sich alle Beteiligten bereits.

Westfälische Goldschmiedekunst mit ihren Skulpturen, Statuetten, Kultgefäßen und profanen Werken sei in "ihrer Dichte im Spätmittelalter herausragend in Europa gewesen", so Professor Althoff, der auf die Bedeutung der Gilden und der blühenden Städte in der Region hinwies. "Rituale und Prozessionen, die Geschichten der Stifter, die Gold und Geld für ihr Seelenheil von den Goldschmieden in Kunstwerke umsetzen ließen, sollen dabei ebenso eine Rolle spielen wie die Bedeutung und Wertigkeit des Rohstoffes Gold in jener Zeit."

Der heilige Laurentius aus dem 14. Jahrhundert kehrt bis zum Aufbau der "Goldenen Pracht" erst einmal wieder zurück an seinen angestammten Platz im Landesmuseum. Doch auch er strahlt in Vorfreude bereits ebenso wie die Kooperationspartner.

Mehr zum Thema im Internet:

  1. Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.domkammer-muenster.de

Text: Heike Hänscheid | Foto: Heike Hänscheid
06.08.2010

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