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09.12.2016
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Alois Glück.

Alois Glück.

"Nicht mit dem Islamismus gleichsetzen"

Glück für offene und differenzierte Debatte über den Islam

München. Der frühere Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, mahnt eine "offene und intensive Debatte" über den Islam an. Das Wichtigste sei "die Bereitschaft zur Differenzierung", schreibt Glück in der Jesuiten-Zeitschrift "Stimmen der Zeit" (April-Ausgabe).

Das sei man auch den hier lebenden Muslimen schuldig, die – "wie alle Untersuchungen zeigen" – in ihrer überwältigenden Mehrheit in Übereinstimmung mit dem Grundgesetz "ihr Leben und unser Zusammenleben" gestalteten. Diese Menschen seien etwa in der Arbeitswelt wichtige Leistungsträger.

Islam-Angst wegen Unsicherheit über eigene Werte

Angesichts der wachsenden Zahl von Muslimen in Deutschland ist Glück zufolge eine ehrliche Diskussion über Situation und Perspektive nötig. Es gelte mit jenen muslimischen Repräsentanten zusammenzuarbeiten, die sich in vergangenen Jahren als verlässliche Partner erwiesen hätten. Veränderungen innerhalb des Islam ließen sich von außen nicht erzwingen, gibt der frühere ZdK-Präsident zu bedenken, sie ließen sich aber durch Stärkung dieser Kräfte fördern.

Konsequentes Handeln des Rechtsstaates sieht der CSU-Politiker gegenüber radikalen Strömungen wie dem Salafismus angebracht. Die Angst vor einer "Islamisierung" Deutschlands sei aber vor allem Ausdruck der Unsicherheit "über unsere Werte". Die etwa vier Millionen Muslime und rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund seien nicht die Ursache für manche Defizite und Probleme in Deutschland.

Hohle Wortwaffen

Allgemeine Forderungen nach christlichen oder westlichen Werten führten nicht weiter. Wie hohl die Wortwaffen "christliches Abendland" und "Islamisierung" seien, zeige sich bei "Pegida"-Demonstrationen, schreibt Glück.

Die grundsätzlich positive Bilanz dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ungelöste Probleme gebe, so Glück. Wer jedoch "Islam und Islamisten gleichsetzt, erfüllt den radikalen Islamisten einen großen Wunsch", warnt er.

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  1. undefinedZum islamistischen Anschlag in Pakistan (28.03.2016)
  2. undefinedZum islamistischen Anschlag in Brüssel (23.03.2016)

Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur GmbH, jjo | Foto: Michael Bönte
29.03.2016

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