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09.12.2016
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Papst

Papst Franziskus betritt die Loggia kurz vor dem Ostersegen "Urbi et orbi".

Franziskus: Botschaft vom ewigen Leben in den Mittelpunkt rücken

Papst-Botschaft im Zeichen von Terror und Flüchtlingen

Vatikanstadt. Papst Franziskus hat in seiner Osterbotschaft an das Leid von Flüchtlingen und Terroropfern erinnert und zum Einsatz für Frieden und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. "Die Welt ist voll von Menschen, die an Leib und Seele leiden, während die Nachrichten sich mit Meldungen über grausame Verbrechen füllen", sagte er am Sonntag (27.03.2016) auf dem Petersplatz. Gewalt zeige sich im häuslichen Umfeld ebenso wie bei bewaffneten Konflikten, so der Papst.

Dieses Osterfest stehe im Zeichen des Terrors, sagte Franziskus, "jener blinden und grausamen Form von Gewalt, die nicht aufhört, unschuldiges Blut in vielen Teilen der Erde zu vergießen". Besonders erwähnte er Belgien, die Türkei, Nigeria, Tschad, Kamerun und die Elfenbeinküste.

Kritik an "Zurückweisung" von Flüchtenden

Der Papst erinnerte an "die immer größer werdende Schar der Migranten und Flüchtlinge, darunter viele Kinder", die Krieg, Hunger, Armut und sozialer Ungerechtigkeit entkommen wollten. Diese Menschen begegneten auch der "Zurückweisung derer, die Aufnahme und Hilfe anbieten könnten", mahnte Franziskus.

Als wichtigen Grund für das Elend nannte er eine profitgierige Ausbeutung der Natur und den Klimawandel. Dieser führe zu Dürren, Überschwemmungen und Nahrungsmittelkrisen.

Appell an Syrien-Verhandlungen

Der Papst appellierte an die Kriegführenden in Syrien. Das Land leide unter der Verachtung humanitärer Regeln und dem gesellschaftlichen Zerfall. Er rief die Konfliktparteien auf, in den laufenden Verhandlungen ehrlich für den Frieden und eine brüderliche, menschenwürdige Gesellschaft zu arbeiten. In den Appell bezog der Papst auch andere Krisengebiete des Mittelmeerraums und des Nahen Ostens ein wie den Irak, Jemen und Libyen.

Israelis und Palästinenser forderte Franziskus zu direkten Verhandlungen auf. Gleiches verlangte er für die Ukraine. Mut zum Frieden wünschte der Papst sich ferner für Burundi, Mosambik, die Demokratische Republik Kongo und den Südsudan.

"Der Welt die Hoffnung geben"

In der Osternacht am Samstagabend (26.03.2016) rief Franziskus die Christen auf, die Botschaft vom ewigen Leben stärker in den Mittelpunkt zu rücken und glaubwürdig zu verkünden. Andernfalls wäre die Kirche "unfähig, die Hoffnung zu geben, nach der die Welt dürstet". Die Osterbotschaft der Auferstehung verkörpere diese Hoffnung. Sie sei für Christen mehr als bloßer Optimismus, sondern die eigentliche Kraft des Lebens.

"Der Herr befreie uns aus dieser schrecklichen Falle, Christen ohne Hoffnung zu sein, die leben, als ob der Herr nicht auferstanden wäre und der Mittelpunkt des Lebens unsere Probleme wäre", so der Papst. Diese Probleme werde es immer geben. Sie seien wie der Stein vor dem Grab Jesu. Wer sich aber seiner Traurigkeit ergebe, bleibe in sich gefangen und könne nicht das Leben finden.

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Text: KNA Katholische Nachrichtenagentur, jjo | Foto: Reuters
27.03.2016

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