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10.12.2016
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Genn

Im Mittelpunkt: das Kreuz. Bischof Felix Genn während der Liturgie des Karfreitags im St.-Paulus-Dom Münster (Archivbild).

Genn an Karfreitag: "Terror und Gewalt haben nicht das letzte Wort"

Jesus – wie Müll weggeworfen

Bistum. Die globalisierte Welt weiß schlecht mit den Tausenden von Flüchtlingen umzugehen, die aus Not heraus ihre Heimat verlassen und "im Mittelmeer wie in einer großen Müllhalde" landen. Das hat Bischof Felix Genn am Karfreitag (25.03.2016) im St.-Paulus-Dom in Münster während der Feier vom Leiden und Sterben Christi beklagt. Auch Jesus sei "hinausgeworfen, entsorgt, wie Müll weggeworfen" worden.

Für den Bischof zeigt der Karfreitag "die furchtbare Macht des Bösen", die es zunächst geschafft habe, "Gott wegzuwerfen auf die Müllhalde der Geschichte, auch diesen Menschen Jesus von Nazaret, wie so viele Unschuldige, zu richten und auszulöschen." Diese Macht sei auch in dieser Woche wieder schmerzhaft zu erfahren gewesen angesichts der Terroranschläge in Brüssel.

Ohnmacht der Liebe

Genn hielt dagegen: "Aber Terror und Gewalt werden nicht das letzte Wort haben. Ja, es gibt den Karfreitag – für Jesus Christus am Kreuz und für die Opfer von Brüssel und für ihre Angehörigen am vergangenen Dienstag. Aber Ostern kommt." Gerade am Karfreitag, wenn das Böse scheinbar zu siegen scheine, sei die Botschaft umso wichtiger, "dass letztlich die allumfassende Liebe Gottes triumphieren wird." In der Ohnmacht dieser Liebe zeige sich, dass "das Herz der Welt, sein göttliches Herz, nicht aufhört, für uns zu schlagen", sagte der Bischof. Allein diese Liebe mache es möglich, "heil zu werden und heil zu sein", betonte der Bischof.

Dabei sei es zunächst eine persönliche Sache, sich dem Erbarmen Gottes zu öffnen. Dann aber, so Genn, werde man hinausgeführt zu der Erfahrung, "mich von ihm geliebt zu wissen, der für mich am Kreuz gestorben ist, und daraus die Kraft zu empfangen, mit ihm in Liebe zu wirken in dieser Welt, ohne Obergrenze, ohne Vorbehalt, in immer neuem Ringen, im Fallen und Aufstehen, selbst dann, wenn mir diese meine Liebe wie weggeworfen vorkommt."

Auch in den so genannten "Großen Fürbitten", ein wesentliches Element der Karfreitags-Liturgie, beteten die Gläubigen im St.-Paulus-Dom besonders für die Flüchtlinge und für die Opfer von Terroranschlägen.

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Fastenzeit und Ostern
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Felix Genn

Text: pd, mn | Foto: Michael Bönte
25.03.2016

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