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27.07.2016
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Öle

Nach der Weihe der Heiligen Öle in der Chrisam-Messe werden sie abgefüllt und an die Vertreter der Pfarreien verteilt.

Chrisam-Messe im St.-Paulus-Dom mit Bischof Felix Genn

"Autoritäres Gehabe" statt verschwenderische Liebe

Bistum. Angesichts von Verrat und Verleugnung, die Jesus auf seinem Leidensweg sogar im Kreis der Apostel erfahren musste, hat Bischof Felix Genn zur Selbstbesinnung aufgerufen. In der Chrisam-Messe im St.-Paulus-Dom am Montag (21.03.2016), in der die Heiligen Öle geweiht wurden und an der traditionell viele Priester des Bistums teilnehmen, fragte er: "Wie oft hat sich in der Geschichte der Kirche – vielleicht auch in unserem Leben – dieser Verrat wiederholt, diese Verleugnung sich ereignet? Wo sind wir eingeknickt, statt uns zu ihm zu bekennen?"

Zwar hätten Jesu Anhänger sogar mit Gewalt die Auslieferung Jesu verhindern wollen – Bischof Genn sieht darin jedoch auch eine Anfrage an kirchliches Handeln heute: "Liegt in dem Bemühen, die Sache Jesu und der Kirche selber in die Hand zu nehmen, manchmal auch eine Versuchung, weil wir zu sehr von uns aus denken und von dem, was wir machen können?" Das geschehe vielleicht weniger mit Gewalt; aber es gebe "doch auch autoritäres Gehabe, in dem sich manche subtile Züge verbergen, es hinzukriegen, dass die Kirche sich mit dem Evangelium durchsetzt".

Bekehrung und Vertrauen

Genn räumte ein, in dieser "nicht leichten Stunde der Kirche" gebe es allen Grund zu klagen und resignativ zu werden. "Wir erleben bei allem Bemühen, Menschen das, was uns kostbar ist, nahe zu bringen, oft genug wenig Erfolg." Gleichwohl rufe das "Jahr der Barmherzigkeit" dazu auf, die eigene Bekehrung zu bedenken und das Vertrauen in Gottes gütige Kraft zu erwecken, der sich für den Menschen bis in den Tod seines Sohnes verschwendet habe.

Das Heilige Jahr erinnere an das große Erbarmen Gottes, "obwohl wir immer in die Fallstricke von Versuchung, Verrat, Verleugnung, allen möglichen Formen des Bösen geraten". Das gelte "gerade auch für uns Bischöfe, Priester und Diakone".

Erinnerung an Kardinal von Galen

Die sechs Gefäße mit den Heiligen Ölen erinnerten an diese verschwenderische Liebe Gottes – und daran, "dass der Herr uns zu Dienern seiner barmherzigen Liebe ausgewählt hat. Er hat eben Sünder gewählt und bestellt, durch die Sakramente die Menschen in Berührung mit seinem Erbarmen zu bringen."

Zu Beginn der Liturgie, an deren Ende die Heiligen Öle von Vertretern der Pfarreien im Bistum in Empfang genommen wurden, erinnerte Bischof Genn an den 70. Jahrestag des Todes des seligen Kardinals Clemens August von Galen am Dienstag (22.03.2016). Er habe sich in einer "wahrhaftig schwierigen Zeit" nicht abbringen lassen von der Treue zu Christus. Galen war von 1933 bis zu seinem Tod 1946 Bischof von Münster und hatte sich als "Löwe von Münster" unter anderem gegen die Tötung so genannten "lebensunwerten Lebens" während der Nazi-Diktatur gestellt.

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  1. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDokumentiert: Predigt von Bischof Genn in der Chrisam-Messe (21.03.2016)
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche von A bis Z: Öl
  3. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Fastenzeit und Ostern
  4. Öffnet internen Link im aktuellen FensterDossier: Bischof Felix Genn

Text: Markus Nolte | Foto: Michael Bönte
21.03.2016

    1. Dokumentiert: Predigt des Bischofs in der Chrisam-Messe 2016

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