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08.12.2016
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Das "Greiwen Bild".

Eine kleine Kapelle in Riesenbeck beherbergt das "Greiwen Bild".

Mein Denkmal und ich (468): Der Marien-Bildstock in Riesenbeck

Wiedersehen auf dem Acker

Hörstel-Riesenbeck. Während einer Radtour mit der Seniorengemeinschaft der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) St. Marien in Rheine entdeckte vor einigen Jahren Karl-Heinz Mersch in einem Waldstück eine kleine Kapelle aus Ziegelsteinen. Sie befindet sich an der Emsdettener Straße unweit der Flöttenbrücke und der Surenburg. Sie liegt abgelegen, 200 Meter von der Straße entfernt. Weit und breit ist kein Hof zu sehen. Die Entdeckung machte Karl-Heinz Mersch neugierig. Die Muttergottes mit dem Jesuskind in den Armen hatte es dem KAB-Mann angetan. Er begab sich in Riesenbeck auf Recherche, fragte beim Heimatverein und den Nachbarn der Kapelle nach, ob sie etwas über das Glaubenszeichen wüssten.

Karl-Heinz Mersch

Nach der Erzählung des inzwischen verstorbenen Hermann Elmar aus Rodde bei Rheine ist nach Ende des Ersten Weltkriegs ein Soldat aus Riesenbeck aus der französischen Gefangenschaft bei Köln geflohen und zu Fuß in seine Heimat gegangen. Auf einem Acker nahe des jetzigen Standorts vom "Greiwen Bild" hat der zurückkehrende Soldat seinen Vater getroffen. Aus Dankbarkeit über die Rückkehr stellten sie dort auf dem Acker eine Marien-Statue mit dem Jesuskind auf. Der Soldat hatte während der Gefangenschaft in einem Gelübde versprochen, nach der Heimkehr zu Ehren der Muttergottes eine Statue zu errichten. Diese Statue erhielt später zum Schutz in dem Waldstück eine gemauerte Kapelle.

Nach Informationen des Heimatvereins Riesenbeck wurde die Kapelle von den Eheleuten Bernhard Greiwe und Maria, geborene Stricker, gebaut. Das "Greiwen Bild" trägt die Inschrift "Drück dich ein Weh – zur Mutter geh – und sag es ihr – dann hilft sie dir". Eigentümer des Grundstücks ist heute die Familie Altepost aus Riesenbeck.

Karl-Heinz Mersch schätzt die Glaubenszeichen mitten in der Natur. "Sie prägen unsere Region. Auf den Radtouren entdecke ich viele Wegkreuze, Mariendarstellungen und Heiligenfiguren. Und ich freue mich darüber, dass so viele gut erhalten sind."

Das "Greiwen Bild" wird, auch wenn es so versteckt liegt, gelegentlich von einigen Wanderern und Radfahrern abseits der Strecke aufgesucht. Ab und zu brennen Kerzen vor dem Marienbild mit dem Jesuskind, das mit seinen ausgestreckten Armen die Menschen zum Kommen und Innehalten einlädt.

Buchhinweis:

Mein Denkmal und ich
140 Seiten, 14,80 Euro
ISBN: 978-3-941462-30-4
dialogverlag Münster, 2010
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