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18.10.2017
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Die neuen Pastoralreferenten.

Die neuen Pastoralreferenten (v.l.): Cornelia Schomacher, Benedikt Bögge, Eva Olejok, Tobias Beck, Sabine Ciomber-Günther, Ruth Fehlker, Wiebke Mengeringhausen, Christoph Knuf und Tobias Busche.

Wegplanung: Mit Menschen begonnen, auf Menschen zu

Die Pastoralreferenten stellen sich vor

Bistum. Bischof Felix Genn wird am Sonntag (21.09.2014) um 14.30 Uhr im St.-Paulus-Dom neun Pastoralreferenten zum Dienst in den Pfarrgemeinden aussenden. kirchensite.de überträgt den Gottesdienst live im Internet, die Übertragung beginnt wenige Minuten zuvor.

"Entgegen kommend" ist der Gottesdienst überschrieben. Welche Begegnungen haben die Pastoralreferenten geprägt? Und wie wollen sie begegnen?

"Mit Interesse und Freude"

Christoph Knuf, St. Martinus und Ludgerus Sendenhorst, künftig in Papst Johannes Hamm

Meine Familie und das Wertesystem, mit dem ich aufgewachsen bin, haben sicherlich einen großen Anteil an meiner heutigen Einstellung. Dann fallen mir noch viele Freunde ein, mit denen ich beispielsweise im Jugendliturgiekreis oder in der Jugendband gemeinsame Erlebnisse gesammelt habe. Das waren zur damaligen Zeit wichtige Erfahrungen, da ich Glauben auf eine ganz andere Art und Weise kennen gelernt habe. Ich denke auch an zwei Kapläne meiner Heimatgemeinde, die mich durch Ermutigungen, durch das eine oder andere Gespräch oder ihre Art und Weise, Glauben zu leben, dazu bewogen haben, mich auf dem Weg zu machen, Pastoralreferent zu werden. Auch Erlebnisse mit meiner Frau, sowohl die schönen wie auch die schweren, haben dazu beigetragen. Ich bin überzeugt, dass ich gerade in der Begegnung mit den Menschen immer wieder auch Christus begegnet bin. Künftig möchte ich mich genau so mit denen auf den Weg machen, die das mit mir wollen. Dafür gibt es kein festes Konzept. Ich hoffe, dass ich all den Menschen, denen ich begegne, so begegne wie es bisher gemacht habe: Mit Interesse an meinem Gegenüber und mit Freude an der Begegnung.

"Ermutigende Gemeinschaft"

Eva Olejok, St. Regina Drensteinfurt, künftig in St. Antonius und St. Marien Recklinghausen

Kirche ist mir als offene und ermutigende Gemeinschaft begegnet. Sehr geprägt hat mich mein früherer Heimatpfarrer Berthold Wagener, der mir gerade als junge Frau in der Kirche Mut gemacht hat, auch kritische Fragen zu stellen. Von ihm wurde ich angesteckt, mich für Theologie zu interessieren. Mein Vater hat als Organist einen großen Anteil daran, dass ich die Kirche und ihre Liturgie schätzen gelernt habe. Viele Menschen in meiner Gemeinde haben mir auf dem manchmal holprigen Lebensweg geholfen, oft mit viel Geduld und Liebe. Für mich war meine Heimatgemeinde ein Ort, wo ich wirklich wachsen durfte. In der Ausbildung habe ich immer das Miteinander im Seelsorgeteam genossen, die Arbeit war geprägt von Offenheit und Kritikfähigkeit. Künftig möchte ich auch Zeit haben für die Menschen am Rand der Gesellschaft. Schön fände ich es, wenn ich sie ermutigen könnte, ihre Zukunft und ihren Lebensraum positiv zu verändern.

"Im Gespräch, im Gebet, im Tun"

Ruth Fehlker, St. Katharina von Siena Lindern, künftig in St. Lamberti Coesfeld

Es gibt einen Ort, an dem für mich viele wichtige Begegnungen und Beziehungen stattgefunden haben: das Jugendtreffen der Communauté von Taizé. Dort habe ich gelernt, mich für andere zu öffnen, meinen Fähigkeiten zu trauen. Ich habe erlebt, dass ich da Gott ahnen kann, wo ich anderen vorbehaltlos begegne – im Gespräch, im Gebet, im Tun. Dass Gott immer schon auf mich zugeht, immer schon da ist, ohne dass ich mich anstrenge. Das hat mich interessierter und mutiger gemacht. Ich hoffe, dass mich diese Erfahrung weitertragen kann, noch mehr zu lernen von Gott und den Menschen.

"Zuspruch aus Begegnungen"

Cornelia Schomacher, St. Josef Oldenburg, künftig in St. Andreas Cloppenburg

Es gibt vielfältige Begegnungen im Leben: die mit Gott, die mit anderen Menschen, die mit allem, was einem so passieren kann, gerade wenn man dabei ist, etwas ganz anderes zu planen. Für mich ist zu einer ganz praktischen, sehr geerdeten Lebenserfahrung geworden, was der Religionsphilosoph Martin Buber gesagt hat: Der Mensch wird am Du zum Ich. Die Begegnung mit vielen verschiedenen Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen und -umfeldern hat mir geholfen und hilft mir weiterhin, immer mehr für mich selbst Kontur zu gewinnen. Das erfordert, gut wahrzunehmen, wer oder was mir entgegen kommt. Und das ist nicht immer bequem. Denn aus Begegnungen kann ich Zuspruch erfahren. Aber Begegnungen können auch Anstoß zum Nachdenken, zum Nachfragen werden. Viele kleine Begegnungen mit Gott kann man allzu leicht übersehen, wenn ich mir darunter etwa etwas ganz Großartiges vorstelle und auf das Aha-Erlebnis warte. Mir ist wichtig, im ganz Normalen und Alltäglichen Gottes Entgegenkommen zu erkennen.

"Beziehung ist große Kraftquelle"

Benedikt Bögge, St. Vitus Visbek, künftig in St. Georg Hopsten

Als Jugendgruppenleiter in meiner Heimatgemeinde kann ich mich an Erlebnisse erinnern, in der mich Menschen mit ihrem Engagement für andere beeindruckt haben – gerade jene, die einen Blick für die Nöte der Menschen hatten. Auch berühmte Persönlichkeiten, die sich für mehr Menschlichkeit in der Welt eingesetzt haben, faszinieren mich. Dafür nahmen sie Strapazen und zum Teil auch den Tod in Kauf. Sie haben Vorbildcharakter für mich und zeigen mir, dass die Beziehung zu Gott eine sehr große Kraftquelle ist. Aus dieser Kraftquelle heraus möchte ich auf meine Nächsten zugehen. Dabei ist es mir ein Anliegen durch mein Handeln neben der Beziehung untereinander  auch die Beziehung zu Gott in den Blick zu nehmen.

"Da sein, wenn andere fehlen"

Wiebke Mengerinhausen, St. Georg Vreden, künftig in St. Quirinius Neukirchen-Vluyn

Prägend waren für mich zwei Priester. Einer ist mein ehemaliger Heimatpfarrer. In den Begegnungen mit ihm ist für mich  spürbar, dass er immer ein offenes Ohr hat. In Situationen, in denen ich an meine Grenzen komme und andere  Ansprechpartner mir nicht begegnen können, ist er für mich da. Ich spüre dann, dass er authentisch, einfühlsam und ehrlich ist. Der andere Mensch war mein Patenonkel. Als Priester hatte er gerade zu den Hochfesten kaum Zeit. Wenn er dann nach den Feiertagen zu mir kam, dann war er auch ganz für mich da, für alle meine Sorgen. Beide haben mein Zugehen auf andere geprägt. Genauso wie sie möchte ich vielen verschiedenen Menschen begegnen.

"Mit Interesse und Freude"

Tobias Beck, St. Christophorus und St. Johannes Emmerich, künftig in St. Georg Vreden

Von Mensch zu Mensch eine Brücke bauen, dem anderen in die Augen schaun, in jedem Menschen Jesus sehen und nicht an ihm vorüber gehen – so der Text eines Kinderliedes. Ist das nicht eine Zumutung?.Wie schnell stecken Menschen uns in irgendwelche Schubladen? Wie oft tun auch wir dies? Ich versuche, darauf zu achten, genau dies nicht zu tun. Denn eines ist klar: Man kommt dort nur schwer wieder heraus. Der Mensch an sich ist mir wichtig. Ihm möchte ich offen gegenüber treten und ihn spüren lassen: Du bist willkommen!  Du bist einmalig in dieser Welt! Du bist etwas wert! Denn Gott ist es, der uns im Gegenüber näher kommt. So wird auch jede Begegnung zu etwas Besonderem.

"Austauschen und streiten"

Tobias Busche, St. Laurentius Senden und St. Martinus Greven, künftig pastoralpsychologische Ausbildung im Generalvikariat

Während meiner Jugend prägten mich vor allem die Begegnungen bei den Pfadfindern. Bis heute genieße ich das Zelten in der Natur. Ich mache die Erfahrung, dass am Lagerfeuer Gespräche zustande kommen, die im Alltag selten sind. Die Lagergottesdienste beeinflussten meine Vorstellung von Liturgie: Ich mag schlichte Formen, bei denen frei formulierte Gebete zu Herzen gehen. Auch der Austausch über eine Bibelstelle  geht manchmal tiefer als die beste Predigt. Ebenso prägten mich die Begegnungen als Missionar-auf-Zeit in Bolivien und meine Arbeit bei der Telefonseelsorge. Ich kam mit Menschen in Berührung, die in prekären Verhältnissen leben. Meiner Meinung nach kann der Glaube nur lebendig sein, wenn wir ihn gemeinsam leben und uns darüber austauschen, auch streiten. Ich möchte mit den Menschen Ideen spinnen, wie wir Gemeinde heute gestalten können.

"Prägende Gespräche"

Sabine Ciomber-Günther, bislang und künftig in St. Marien Delmenhorst

Viele Menschen haben mich geprägt. Früher waren es Eltern, Großeltern und Geschwister. Für meinen Glauben an Gott war es besonders meine Großtante. Tief religiös und sehr bescheiden lebte sie mit und für andere. Sie war immer da, wenn jemand Hilfe brauchte. Sie brachte uns Kindern mit ihrer einfachen Art ihren Glauben nahe. Später waren es Freunde aus der Kirchengemeinde sowie hauptamtliche Seelsorger, mit denen ich über Gott und die Welt sprechen konnte. Auch die Konversion meines Mannes vom evangelischen zum katholischen Glauben und die intensiven Gespräche dabei waren prägend. Wenn ich persönlich jemanden zum Reden brauchte, dann habe ich immer Ansprechpartner gefunden. Das möchte ich in meinem Beruf weitergeben. Es ist reizvoll, dass ich mit Menschen aller Altersgruppen und sozialer Schichten einen Glaubensweg gehen kann. Meiner Erfahrung nach reicht es nicht, auf sie  zu warten, bis die Menschen kommen. Ich muss sie dort suchen, wo sie leben. Ich habe erfahren, dass Gott in jeder Phase meines Lebens mit mir geht. Diese Überzeugung möchte ich  teilen. Unaufdringlich und zurückhaltend.

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Text aus Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben | Foto: Michael Bönte
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