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Seite: Fragen + Glauben
23.10.2017
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Schwestern unserer Lieben Frau.

Ein Teil der Schwestern unserer Lieben Frau an der Statue der Anna Selbdritt im Foyer des Klosters Annenthal.

Schwestern Unserer Lieben Frau

Antworten auf die Nöte der Zeit

Coesfeld. Ein Baum, dessen Stamm hier wurzelt und dessen Äste über die ganze Welt verteilt sind – mit diesem symbolträchtigen Bild beschreibt die Provinzoberin Schwester Anneliese das Kloster Annenthal. Idyllisch zwischen hohen Bäumen und Wiesen liegt das Kloster am Stadtrand von Coesfeld. Es beherbergt rund 90 Schwestern des Ordens "Unserer Lieben Frau", von denen die Jüngste Mitte 50 und die Älteste 101 Jahr alt ist.

Hauptsächlich dient das Haus als Altenheim und Pflegestation für die alten und kranken Schwestern. Die Pflege übernimmt weltliches Personal, jedoch immer unterstützt von Schwestern. Zum Beispiel beim täglichen Spaziergang in dem wunderschönen parkähnlichen Garten.

Eine Mitarbeiterin organisiert gemeinsam mit einigen Schwestern unterschiedliche Angebote, wie ein Veeh-Harfen-Konzert zu einem Märchen, bei dem die Schwestern gemeinsam viele Lieder singen. "Die haben es gut hier, da gibt es schon viel Abwechslung", sagt die Oberin Schwester Monika.

In einer zweiten Gemeinschaft leben die jüngeren Schwestern, die noch tätig sind. Einige sind berufstätig im Kindergarten, im Krankenhaus oder als Pastoralreferentin. Andere arbeiten ehrenamtlich. Sie helfen im Altenheim, gestalten Gottesdienste oder engagieren sich in der Hospiz-Bewegung. "Hier bringt sich jede mit dem ein, was sie noch leisten kann", sagt Schwester Monika.

Bewohnerinnen des Klosters Annenthal bei einem Veeh-Harfen-Konzert.

Angegliedert ist auch das "Haus Julia", in dem das Provinzialat für die gesamtdeutsche Provinz seinen Standort hat. Gegründet wurde die deutsche Kongregation der Schwestern unserer lieben Frau 1850 von Hilligonde Wolbring und Elisabeth Kühling. Die beiden Lehrerinnen erlebten in der Volksschule in Coesfeld das Elend der Kinder aus verarmten und zerrütteten Familien und kümmerten sich nicht nur um deren Bildung, sondern organisierten auch Mahlzeiten und nahmen selbst Kinder in ihr Heim auf. Aus dieser privaten Initiative entstand auf Wunsch des Bischofs von Münster die Ordensgemeinschaft. Bildung und Erziehung, die Hauptanliegen der Ordensgründerinnen, sind bis heute auch der Schwerpunkt im Ausland.

International engagieren sich über 2.000 Schwestern, unter anderem in den USA, Indien, Korea, Brasilien und Afrika. Neben Gesundheitsfürsorge und der Leitung von Behinderteneinrichtungen, kümmert sich der Orden vor allem um Bildung und Rechte für Frauen. "Wir haben immer auf die Nöte der Zeit geantwortet", beschreibt Schwester Monika das Anliegen des Ordens. Diese Nöte finden auch ihren wichtigen Platz im, so formuliert es Schwester Anneliese, "Kraftfeld des Gebets".

Das gemeinsame Gebet strukturiert den Tag. Jeden Tag wird die Eucharistie gefeiert. Zum kirchlichen Stundengebet, zur Laudes und zur Vesper versammeln sich die Schwestern in der Kapelle des Klosters. Vor allem sonntags nehmen auch Coesfelder Mitbürger daran teil. In den Gebetsstunden kümmern sich die Schwestern um Anliegen, die an sie herangetragen werden. Sie beten für Frieden in der Welt, für die Opfer der Flutkatastrophe, für die Menschen, die von Krieg heimgesucht sind und für Anliegen der Kirche. Hier finden auch die Fürbitten der Leser vom kirchensite.de ihren Platz. "Die Bitten werden abgeheftet und ausgelegt. Die Schwestern nehmen sie dann mit in den Gottesdienst oder schließen sie privat in ihr Gebet ein", erklärt die Oberin.

Von besonderer Bedeutung für die Schwestern von Kloster Annenthal ist das Coesfelder Kreuz. "Immer wieder drücken die Schwestern, die hierher zu Besuch kommen, Dank und Freude für das Charisma, das ins Ausland getragen wurde, in Liedern und Tänzen aus", freuen sich die Schwestern unserer Lieben Frau.

Kontakt:

Schwestern Unserer Lieben Frau
Kloster Annenthal
Gerlever Weg 33
48653 Coesfeld
Telefon: 02541 / 72080

Mehr zum Thema in kirchensite.de:

  1. undefinedListe der Gemeinschaften, die bisher Klosterfürbitten entgegengenommen haben
  2. Öffnet internen Link im aktuellen FensterÜbersicht: Orden

Text: Ursula Hoffmann | Fotos: Ursula Hoffmann
01.07.2013

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